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Flugtests


Flugversuch mit zwei "Libelle"-Piloten
Seit dem Beginn der Versuche haben 51 Personen aus fünf Ländern den neuen Flüssigkeitsanzug getestet. Mit ihnen wurden über 570 Versuche in der Humanzentrifuge und etwa 480 reale Flüge unternommen. Dabei wurden Spitzenwerte von 12G in der Humanzentrifuge und immerhin noch 10,6G im realen Flugversuch erreicht. Wirklich spektakulär ist aber, dass Piloten bei bis zu 7G noch ohne Probleme Schalter und Regler an der Konsole bedienen können und bei bis zu 10G noch normale Sprachkommunikation möglich ist. Da der Anzug nicht nur die Beine und den Körper, sondern auch die Arme des Piloten einschließt sind die, unter den Piloten als "arm pain" und "foot pain" bekannten, Gliederschmerzen bei extremen Beschleunigungen vollkommen verschwunden. Auch wurde die Herz-/Lungenfrequenz bei allen Testkandidaten erheblich reduziert und entsprechend die Ausdauer erhöht.
Einziger Nachteil ist die notwendige perfekte Passform. Ein lockerer Anzug kann seine Wirkung am Körper nicht entfalten, weshalb, zumindest bisher, noch Maßanfertigung notwendig ist.

Wolfgang Schirdewahn, DASA - Cheftestpilot über den Libelle Anzug: "Der Anzug ist sehr Bequem und die Verbesserungen wirklich sensationell. Er trägt sich fast wie ein Trainingsanzug, ich habe nur mehr eine Fliegerkombi darüber und trage ihn im Test den ganzen Tag, z.B. auch in der Kantine, ohne dass es stört. Und es muss nichts mehr angeschlossen werden. Ich kann hier in Manching von einem Flugzeug ins andere Umsteigen und muss mich nur am Schleudersitz festschnallen. Wir haben erst letztens den ersten Libelle-Alleinflug gehabt und vorher immer im Zweisitzer mit einem normal ausgestatteten Failsafe-Pilot gearbeitet. Da merkt man erst den Unterschied. So gelitten, wie bei jenen Flügen wo ich mit normalen "Speed Jeans" Notfallreserve für einen Libelle-Piloten war, habe ich noch nie!"

Marktchancen


Bald keine Angst vor G-LOC's mehr?
Und das Produkt hat sehr gute Chancen. Weltweit stehen etwa 20.000 Kampfjets im Einsatz und alle diese Maschinen sind noch mit dem alten Luftdrucksystem ausgestattet. Dass für einen Anzug der seinen Piloten wirkungsvoll vor Schwerkrafteinflüssen schützt auch Bedarf besteht ist keine Frage. Sowohl die Schweizer als auch die Spanischen und Kanadischen F/A-18 sind elektronisch ab knapp über 7G begrenzt obwohl das Flugzeug für Beschleunigungen bis 9G freigegeben ist. In den russischen Typen MiG-29 und Su-27 finden sich Panik-Knöpfe, wird dieser nicht rechtzeitig betätigt geht das Flugzeug automatisch in eine geregelte Fluglage über. Dass solche Systeme nicht unbedingt "kampfwertsteigernd" sind versteht sich von selbst, dass sie aber derzeit offensichtlich unabdingbare Notwendigkeit sind zeigen andere Daten. So hat die US-AirForce schon mehr als ein dutzend F-16 und 9 Piloten wegen G-LOC's verloren und es gibt ernstzunehmende Untersuchungen, dass in einem Luftkampf zwischen Maschinen der neuesten Generation rund ein Drittel der Verluste auf G-LOC's zurückzuführen wäre.

Angesichts dieser Eckdaten erscheint es nicht zu weit hergeholt, dass einen fundamentalen taktischen Vorteil besitzt wer seine Piloten mit diesem Anzug kleidet. Sprechen, die Instrumente bedienen und den vollen Flugleistungsbereich der Maschine ausreizen ohne Gefahr zu laufen ohnmächtig zu werden bzw. durch die starke Belastung und damit einhergehender Schmerzen vom Geschehen abgelenkt zu werden ist ein ganz enormer Vorteil gegenüber jemandem der mit all diesen Beeinträchtigungen leben muss.

Die deutschen Eurofigher Typhoon Piloten werden mit deisem Anzug fliegen,
LIBELLE G-Multiplus®

LIBELLE G-Multiplus®

In der bisher letzten Version mit dem Namen "LIBELLE G-Multiplus®" ist die Wassermenge auf rekordverdächtige 1,1 Liter reduziert. Nicht nur gegen hohe Beschleunigungen schützt nun dieser Anzug, auch ein autonomes System zur Verhinderung der Ausgasung des Blutes bei plötzlichem Druckverlust in großen Flughöhen ist im Versuch. Inzwischen hat nicht nur die US AirForce und die Armée d l'Air ein Auge auf den Anzug geworfen sondern er hat auch zu einem Umdenken in der deutschen Luftwaffe geführt. Obwohl ein herkömmliches G-Suite für den Eurofighter bereits fertig entwickelt ist, hat die Deutsche Luftwaffe mit der LIBELLE G-Multiplus® auf der MiG-29G beim Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" in Laage im Truppenversuch qualifiziert und wird den Anzug für die Piloten der deutschen Eurofighter beschaffen.

Bleibt abzuwarten wie restriktiv Deutschland bzw. die NATO die Exportgenehmigungen für diesen Anzug handhaben. Es ist ein Stück Schlüsseltechnologie das es ermöglicht die Leistungsfähigkeit eines Multi-Million-Dollar teuren Waffensystems voll bis an die konstruktiven Grenzen auszuschöpfen.
Wassermengen in den Libelle Prototypen
Das verspricht in einigen Bereichen eine Leistungssteigerung von bis zu 30% schon einfach deswegen, weil jeder Pilot ab nun in der Lage ist das volle Potential seines Kampfflugzeuges auszuschöpfen. Dass man nur allzu gut aufpassen wird darauf, wer diese Technologie in die Hand bekommt, versteht sich da schon von selbst.

Science Fiktion

Zum Schluss noch ein Blick in die Glaskugel. Vielleicht werden eines Tages Menschen zu fernen Planeten reisen, vielleicht in wenigen Jahrzehnten schon zum Mars. Wenn diese Reisen zeitlich kurz gehalten werden sollen, werden sich die Menschen in ihren Raumschiffen langen Phasen der Beschleunigung und Verzögerung ausgesetzt sehen. Vielleicht eröffnet gerade diese Technologie neue Möglichkeiten diese enormen Distanzen auf erträgliche Art und Weise zeitlich zu minimieren.

www.airpower.at dankt der Firma AUTOFLUG LIBELLE GmbH für Daten und Fotos die in diesem Artikel verwendet wurden.


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Letzte Aktualisierung: 25.06.2001