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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Feb 18, 2014 13:15:15 
Titel: Schweizer Luftwaffe - Dienstzeiten….
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muss ich ehrlich zugeben, das war mir nicht bekannt…

verwundert mich doch etwas…

Zitat:
….Das am Montag entführte äthiopische Flugzeug ist vor der Landung in Genf von zwei französischen Mirage 2000 vom französischen Luftraum in die Schweiz begleitet worden. Die Schweizer Luftwaffe konnte das Flugzeug nicht übernehmen. Sie ist nur zu Bürozeiten bereit…..


http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/maschine-von-franzoesischen-kampfjets-eskortiert-1.18245427

Der Anlassfall war übrigens laut diesem Bericht gar nicht so ohne, und auch nicht so "harmlos" wie zu Anfang in unseren Medien berichtet….

Das muss ein Horrortrip gewesen sein für die Passagiere, die mitbekommen haben während des Fluges, was da läuft...

Zitat:
….Als die Maschine den Sudan überflog, sollte sich das Ziel des Nachtflugs ändern: Der Pilot suchte die Bordtoilette auf, daraufhin schloss sich sein Co-Pilot im Cockpit ein, wie der Flughafenchef von Genf, Robert Deillon mitteilte. Dies geschah offenbar mit der Aussperrfunktion, die seit den Terroranschlägen vom 11. September 2011 in New York bei vielen Cockpittüren angebracht ist, wie der «Tages-Anzeiger» am Dienstag berichtet.

Eigentlich sollte exakt dieses System Entführungen verhindern: Die Türe des Cockpits ist schusssicher und niemand kann eindringen. Will jemand ins Cockpit, muss er klingeln. Einige Fluggesellschaften sind sich jedoch bewusst, dass auch dieses System seine Tücken hat. Daher lässt sich, wer austritt, durch jemanden vom Kabinenpersonal ersetzen. Am Montagmorgen lief das wie folgt ab: Als der Pilot zurückkam von der Bordtoilette, wollte er zunächst die Tür aufbrechen und schlug laut dagegen. Hierauf habe der Co-Pilot über die Bordlautsprecher damit gedroht, das Flugzeug abstürzen zu lassen, sagte der italienische Passagier Francesco Cuomo.

Offenbar Sauerstoffmasken heruntergelassen

«Sein Englisch war schlecht. Aber die Drohung, die Maschine abstürzen zu lassen, verstand man klar und deutlich», berichtete der 25-Jährige Cuomo. Dann seien die Sauerstoffmasken herunter gelassen worden mit dem Befehl, die Passagiere sollten sie aufsetzen. «Wir hatten keine Ahnung von der Entführung, doch als das Flugzeug auf einmal zu sinken begann, bekamen wir Angst», sagte der 45-jährige Passagier Diego Carpelli aus Italien der Zeitung «Corriere della Sera». Er war nach Ferien in Kenya auf der Rückreise nach Rom.

Vom Sudan bis in die Schweiz, wo die Maschine in Genf am Montagmorgen gegen 6 Uhr landete, hatte der Co-Pilot laut den Angaben die Kontrolle inne. Deillon sagte, Kampfjets seien losgeschickt worden, um das Flugzeug zu begleiten, nachdem es europäischen Luftraum erreicht hatte. Der ausgeschlossene Pilot ist gemäss den Angaben ein Italiener…….


http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/luftpirat-soll-mit-absturz-der-maschine-gedroht-haben-1.18245908
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Feb 19, 2014 11:16:43 
Titel: "Wenn Piloten durchdrehen…"
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Zitat:


Wenn Piloten durchdrehen

Von DANIEL MICHAELS


Die Flugzeugentführung einer Maschine von Ethiopian Airlines vom Montag durch einen Asylsuchenden Co-Piloten wirft ein Schlaglicht auf eine offene Flanke der globalen Flugsicherheit, die trotz des jahrelangen Kampfes gegen den Terrorismus noch immer besteht: die Gefahr von innen.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben Behörden weltweit zahlreiche Sicherheitsmaßnehmen umgesetzt, um Passagiere, Crew und Mitarbeiter davon abzuhalten, gefährliche Materialien an Bord zu bringen.

Doch weiterhin sind Mitarbeiter aus dem Umfeld von Fluggesellschaften und Flughäfen rund um die Welt in die Planung terroristischer Angriffe, Drogenschmuggel und Diebstähle verwickelt. Laut Sicherheitsexperten zeigen die Fälle, dass Insider der Branche noch immer über zahlreiche Möglichkeiten verfügen, Flüge zu sabotieren.

„Wir verwenden bei der Flugsicherheit so viel Zeit darauf, Passagiere zu kontrollieren und zu verhindern, dass sie an Kontrollpunkten bestimmte Dinge mitnehmen, dass wir all die anderen Sicherheitsprobleme vergessen", sagt Philip Baum von der Flugsicherheitsberatung Light in London. „Letztlich kommt es darauf an, was im Kopf von jemanden passiert – und zwar umso mehr, wenn sie ein Flugzeug steuern", sagt Baum.

Bei der Flugzeugentführung am Montag wollte der Co-Pilot laut Schweizer Behörden lediglich Asyl beantragen und niemandem schaden. Die Boeing BA +0,36% -767-Maschine mit 202 Passagieren landete sicher auf dem Flughafen in Genf, nachdem der Co-Pilot den Flug 702 von Addis Ababa nach Rom umgeleitet hatte, während der Pilot auf der Toilette war. Kein Passagier kam zu Schaden.

Die äthiopische Regierung identifizierte den Co-Piloten als den 31-jährigen Hailemedhin Abera Tegegn. Laut Informationsminister Redwan Hussein arbeitete er seit fünf Jahren für Ethiopian Airlines.

Der Vorfall von Montag ist ungewöhnlich aber nicht beispiellos. Neun Passagierflugzeuge wurden laut Aviation Safety Network – einer Webseite, die Flugsicherheitsvorfälle sammelt – bislang von Piloten entführt, die Asyl suchten. Bei vielen handelte es sich um kubanische Flüge, die in die USA umgeleitet wurden.

In drei anderen Fällen aus den späten 1990er Jahren werden Piloten verdächtigt, komplett funktionsfähige Passagierflugzeuge absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

Piloten werden für gewöhnlich vor der Einstellung und auch während ihrer Tätigkeit immer wieder überprüft. Frequenz und Intensität der Überprüfungen variiert aber von Land zu Land und je nach Fluggesellschaft. Laut dem Informationsminister hat Äthiopien zumindest nicht die Absicht, die Kontrolle von Piloten oder die Regulierung der Fluggesellschaften auf den Prüfstand zu stellen. „Diese Art von Vorfällen sind nicht sehr häufig", sagte Hussein. „Das passiert alle Jubeljahre einmal."

Suizid mit Passagieren an Bord

Doch es passiert – und nicht immer sind die Folgen so harmlos wie am Montag: Ermittler haben beispielsweise öffentlich gemacht, dass der Kapitän eines Regional-Flugzeugs von Linhas Aéreas de Moçambique, die im November abstürzte und dabei sämtliche 33 Passagiere in den Tod riss, die Maschine offenbar absichtlich steil nach unten steuerte und zum Absturz brachte.

Daten aus dem Cockpit und der Blackbox weisen laut Ermittlern darauf hin, dass der Regional-Jet mit rund 1.800 Meter pro Minute Richtung Boden stürzte. Der Kapitän setzte demnach keinen Notruf ab und ignorierte zahlreiche Warnungen der Instrumente, die einen bevorstehenden Absturz anzeigten.

Das ist kein Einzelfall. Im Dezember 1997 stürzte eine Boeing 737 von Silkair, einer Airline aus Singapur, mit 104 Passagieren ab, die auf dem Weg von Jakarta nach Singapur war. Die indonesischen Ermittler konnten die Absturzursache niemals feststellen. Doch Experten des U.S. National Transportation Safety Board (NTSB), die Simulationen durchführten und auch ansonsten in die Ermittlungen eingebunden waren, kamen zu dem Schluss, dass das wahrscheinlichste Szenario ist, dass der Pilot sich aufgrund finanzieller und beruflicher Probleme umgebracht hatte.

Fast zwei Jahre später stürzte Flug 990 von Egypt Air mit 217 Menschen an Bord auf der Insel Nantucket in den USA ab, kurz nachdem die Maschine von New York in Richtung Kairo abgehoben war. Das NTSB ermittelte, dass nur ein Szenario zu den gesammelten Beweisen passte: Demnach hatte einer der beiden Piloten die Triebwerke abgeschaltet und die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Den Grund für sein Verhalten konnte die NTSB nicht herausfinden. Ägyptische Behörden widersprachen der US-Analyse.

In allen drei Absturz-Fällen befand sich zum fraglichen Zeitpunkt immer nur ein Pilot im Cockpit.

Wenn ein Pilot das Cockpit verlässt, um beispielsweise auf Toilette zu gehen, verlangen viele Gesellschaften, dass ein Flugbegleiter ins Cockpit kommt und bleibt, bis die Cockpit-Tür wieder geöffnet wird. Gelegentlich kommt es vor, das verbleibende Piloten im Cockpit Probleme hatten, die Sicherheitstür wieder zu öffnen. Seit den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 werden derartige Probleme verstärkt angegangen.

Gefahr durch Flughafenmitarbeiter am Boden

Piloten, die Passagiermaschinen absichtlich zum Absturz bringen, sind trotz allem sehr selten. Doch Flughafenmitarbeiter am Boden können ebenfalls eine Gefährdung der Flugsicherheit darstellen. Die Sicherheitsüberprüfung von Flughafenpersonal, das am Boden arbeitet, ist laut Experten häufig weniger streng als bei Piloten – insbesondere, wenn sie keinen direkten Kontakt zu den Flugzeugen habe.

Der Bericht des Combating Terrorism Center der U.S. Military Academy von 2011 nennt die Bedrohung von innen eine anhaltende Gefahr für die Luftfahrt. Der Bericht zitiert kriminelle Pläne in New York, Jakarta und Großbritannien als Beispiele für die Risiken.

In einem Fall aus Großbritannien vom Februar 2011 wurde ein ehemaliger Programmierer bei British Airways IAG.MC -0,64% schuldig befunden, mit Hilfe seines Insiderwissens Terror-Anschläge geplant zu haben. Die Ermittler warfen dem heute 35-Jährigen vor, einen Bombenanschlag auf eine Passagiermaschine geplant zu haben. In einer verschlüsselten Computernachricht soll er angeboten haben, einen Job an Bord des Flugzeugs anzunehmen, um ein „Paket" in ein Flugzeug Richtung USA zu schmuggeln.

Vor einem Jahr stahlen als Polizisten verkleidete Räuber mit automatischen Waffen Diamanten im Wert von mehr als 50 Millionen US-Dollar aus dem Frachtraum eines Flugzeugs, das gerade aus Brüssel abheben wollte. Zeitplan und Präzision ihres kühnen Plans weisen darauf hin, dass sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Hilfe von Personen hatten, die mit den Abläufen auf dem Flughafen vertraut sind, sagten Insider.

Dutzende Verdächtige wurden im Mai im Zusammenhang mit dem Fall verhaftet, doch die belgischen Ermittler haben noch keine Einzelheiten zu ihrer Untersuchung veröffentlicht.

Im September gaben französische Behörden an, dass sie am Flughafen Charles de Gaulle bei Paris die Verfrachtung von rund 1,4 Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufspreis von rund 270 Millionen Dollar an Bord eines Fluges aus Caracas aufdeckten. Französische und venezolanische Behörden verhafteten in der Folge mindestens zehn Verdächtige, darunter drei Mitglieder der venezolanischen Nationalgarde.

Nach Behördenangaben wurde das Kokain in insgesamt 31 Aktenkoffern mit falscher Gepäckzettelkennung versteckt, die separat vom Gepäck der Passagiere aus dem Flugzeug entladen und in ein Lagerhaus gebracht wurden. Diese Sonderbehandlung des Gepäcks weist darauf hin, dass die Schmuggler sowohl mit Insidern in Caracas als auch in Paris zusammengearbeitet haben.

Laut dem Bericht der U.S. Military Academy werden die Bedrohungen durch Insider „an nicht-westlichen Flughäfen wie in Westafrika oder Südasien merklich schlimmer." Die Behörden vor Ort hätten häufig kaum die Möglichkeit, Mitarbeiter vor der Einstellung zur überprüfen, da ihr Zugriff auf Kriminal-Datenbanken häufig nicht vollständig oder schlecht organisiert sei.

Mitarbeit: Simegnish Lilly Yekoye, Marietta Cauchi, Heidi Vogt and Andy Pasztor


http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303491404579390900294465212.html
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