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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 19:59:46 
Titel: der Bericht hier
Antworten mit Zitat

scheint recht aufschlussreich zu sein..

Zitat:


18:48Kampf gegen Islamisten

In Mali werden Franzosen wie Helden gefeiert

Seit die Franzosen Islamisten im Mali bombardieren, wird die einst unbeliebte Kolonialmacht wieder gefeiert. Mit den Radikalen wollen die meisten malischen Muslime nichts zu tun haben.
Von Alfred Hackensberger


Der Taxifahrer ist wütend. "Die Islamisten sind völlig verrückt", sagt er. Einer von ihnen habe in Bamako versucht, einen Soldaten mit der Machete zu ermorden. "Genau hier", sagt der Taxifahrer und deutet mit der Hand zum Straßenrand. "Weg mit ihnen", ruft eine Gruppe von Männern, die an einem Kiosk die Schlagzeilen der ausgestellten Tagezeitungen lesen.

Am Platz der Unabhängigkeit werden französische Nationalflaggen verkauft. In der malischen Hauptstadt wird schnell deutlich, wem die Sympathien gehören. Vor einem Jahr wäre dies noch undenkbar gewesen. Niemand hätte die ehemalige Kolonialmacht Frankreich, von der man 1960 unabhängig wurde, bejubelt.

Aber nun ist alles ganz anders, seit radikale Islamisten den Norden des Landes besetzt halten und vergangene Woche versuchten, in Richtung Bamako vorzustoßen. Nun ist sogar eine militärische Intervention im eigenen Land willkommen. Paris will die Zahl von derzeit 750 Soldaten auf 2500 aufstocken. Binnen einer Wochen sollen 3300 Mann aus mehreren afrikanischen Ländern hinzu kommen.

"Wir wollen doch keine Scharia"

Am vergangenen Freitag begann Frankreich, Stellungen der Islamisten, die keinen Hehl aus ihrer Verbundenheit mit al-Qaida machen, zu bombardieren. "Wir wollen doch keine Scharia", sagt Amadu Kulabali, der seit dreizehn Jahren als Busfahrer in der Hauptstadt arbeitet. Die Rebellen nennen sich Ansar al-Dine (Verteidiger des Glaubens), Bewegung für Einzigartigkeit und Dschihad in Westafrika (Mujao) oder Al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqim).

Sie sprechen islamisches Recht in einer harschen und brutalen Weise. Zum Repertoire des Strafenkatalogs zählen Schläge, das Abhacken von Händen und Steinigungen. "Wir hier in Mali sind normale Muslime", sagt Kulabali bestimmt. "Mit so einem Horror wollen wir nichts zu tun haben." Die andern Busfahrer an der Bosula Busstation nicken zustimmend.

Viel zu tun haben sie seit mehreren Tagen nicht mehr. Ihre Tour führt normalerweise nach Niono. Aber nur wenige Kilometer davon entfernt liegt Diabali. Ein kleiner Ort, der am Montag von Islamlisten eingenommen wurde. Kulabali hat dort Familie und ist offensichtlich sehr besorgt, nachdem er seit zwei Tagen kein Lebenszeichen mehr von ihnen gehört hat.

Die Stadt ist abgeriegelt

"Die Stadt ist abgeriegelt", sagt Kulabali. "Die Soldaten lassen niemanden rein und die Islamisten niemanden raus." Bekannte von ihm seien zu Fuß aus Diabali geflüchtet. "Mitten in der Nacht, um von den Rebellen nicht entdeckt zu werden, die sie nicht gehen lassen wollen." Er hofft, dass mit Hilfe Frankreichs der Albtraum schnell zu Ende geht. "Wir müssen auch wieder Geld verdienen, denn jetzt will kein Mensch mehr in diese Gegend fahren."

In Niono sammelt sich derzeit das malische Militär, um sich auf eine Offensive auf Diabali vorzubereiten, das nur 400 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt ist. "Die Franzosen bombardieren dort seit gestern", versicherte ein malischer Kommandeur aus Niono. "Wir sind bald einsatzbereit, um vorzustoßen", fügte der Offizier hinzu, der seinen Namen nicht nennen wollte. Die Einnahme von Diabali durch die Islamisten kam völlig überraschend.

Nach dem Bombardement durch die französische Luftwaffe sollen sie nach offiziellen Angaben die Städte Gao und Timubuktu verlassen haben und sind nun im Westen Malis aufgetaucht. In Gao berichteten Bewohner, zwei große Lager der Islamisten seien zerstört worden: der Garten von Engauo und das Zollgebäude, das die Rebellen als Zentrale übernommen hatten. "Die Führer von Mujao sind verschwunden, aber einige junge Kämpfer sind in der Stadt geblieben", berichtete ein Mann aus Gao per Telefon.

Islamisten fahren jetzt Motorrad

"Die Islamisten haben sich in kleinere Dörfer in der Umgebung zurückgezogen." In Timbuktu soll die Lage nichts anders sein. Mittlerweile seien die Religionskämpfer nicht mehr mit ihren Pickup-Trucks unterwegs, aus Angst vor Angriffen französischer Kampfflugzeuge. Man fährt jetzt Motorrad, dem in Mali wohl am weitesten verbreiteten Fortbewegungsmittel.

"Die Islamisten sind auf der Flucht", erklärt Oberst Kone Diarra in seinem Büro auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Bamako. "Auf der ganzen Linie", ergänzt er zuversichtlich. "Es ist nur eine Frag der Zeit, bis wir sie ganz aus dem Land vertrieben haben." Gegenüber seinem Schreibtisch steht ein großer Fernseher, auf dem der Nachrichtensender France24 läuft. Natürlich mit dem "Krieg in Mali" als Schwerpunkt. "Die malische Armee wird Diabali sehr bald angreifen", versichert der Oberst.

Das Problem sei nur die Bevölkerung. "Wir können die Einwohner der Stadt nicht gefährden." Sie würden von den Islamisten als Geiseln und menschliche Schutzschilde benutzt. "Das beweist doch einmal mehr, dass wir es mit waschechten Terroristen zu tun haben." Oberst Diarra gehört zu den Anhängern von Amadou Sanogo. Der Hauptmann führte im März vergangenen Jahres den Militärputsch an, der zum Sturz des demokratisch gewählten Präsident Amadou Toumani Touré führte.

Militär als Kanonenfutter verheizt?

Das Militär fühlte sich im Kampf gegen die Tuareg als Kanonenfutter verheizt. Im Januar 2012 hatte das Nomandenvolk der Tuareg eine Rebellion gegen die Zentralregierung in Bamako gestartet. Im März wurde im Norden Malis der unabhängige Staat Azawad ausgerufen. Die neue Freiheit der Tuareg, für die sie seit fünf Jahrzehnten kämpften, währte nicht lange. Sie wurden von den Islamisten innerhalb weniger Wochen vertrieben.

"Wir kämpfen gegen Terroristen, die eine Guerillataktik anwenden", erläutert Oberst Diarra. "Aber diese Terroristen sind bestens ausgerüstet." Seiner Überzeugung nach stammen alle Waffen aus Libyen. Während des Bürgerkriegs, der mit dem Tod des Diktators Muhammad al-Gaddafis endete, waren dort monatelang riesige Waffenlager völlig unbewacht. Jeder konnte sich nehmen, was er nur wollte. Tonnenweise wurden dort Waffen aller Art abtransportiert.

Sanda Ould Boumana, der Sprecher von Ansar al-Dine, hatte sich am vergangenen Wochenende damit gebrüstet, man sei bestens bewaffnet. "Wir haben auch Luftabwehraketen, die man von der Schulter aus abschießen kann." Sogenannte Manpads sind die bevorzugten Waffen von Terroristen. Damit kann man Jagdflugzeuge, aber auch normale Passagiermaschinen vom Himmel holen. Das französische Armee bestätigte, dass man von der militärischen Ausrüstung der Islamisten überrascht worden sei.

Unterstützt Algerien die Islamisten?

Für Oberst Diarra sind die Waffen nur eine Sache. "Damit alleine kann man keinen Krieg gewinnen." Man brauche sehr viel Geld, ausreichend Benzin und moderne Kommunikationsgeräte. Für ihn steht fest, dass es ohne ausländische Hilfe schnell vorbei wäre es mit den islamistischen Rebellen. "Von wem bekommen sie die Satellitentelefone der Marke Thuraya und ihre Verbindung zum Internet?" Namen von Ländern will er unter keinen Umständen nennen und auch mit Spekulation nicht in Verbindung gebracht werden.

Aber in Bamako sind wird überall gemunkelt, Algerien unterstütze die Islamisten. Alle Führer der drei Rebellengruppen hatten tatsächlich in ihrer langjährigen Terroristenkarriere irgendwann enge Kontakte zu algerischen Geheimdienst (DRS). Ob das heute noch so ist, weiß man nicht. Sicher aber ist, ohne die logistische Hilfe eines Staates könnten die Islamistengruppen sich in diesem riesigen Wüstengebiet, das doppelt so groß wie Deutschland ist, nicht lange halten.

Auch Katar unter Verdacht

Allein das Benzin für mehrere Hundert Geländewagen oder Generatoren auf geheime Weise zu besorgen, erfordert eine organisatorische Meisterleistung. In Verdacht steht auch Katar. Das kleine Golfemirat soll die Kommunikationstechnik liefern und vor allen Dingen finanzielle Unterstützung. Direkte Beweise dafür gibt es nicht. Aber in Libyen und Syrien unterstützt Katar nachweislich radikale Islamistenorganisationen.

Zum Schluss kommt Oberst Diarra doch noch einmal auf die Waffen der Rebellen zu sprechen. "Wie kommt das ganze Kriegsgerät aus Libyen zu uns nach Mali?", fragt er rhetorisch und mit verschmitztem Gesicht.

"Wir haben doch gar keine Grenze mit Libyen!" Ein Drittstaat müsse den Transport durch sein Hoheitsgebiet tolerieren. "Darüber sollte man sich einmal Gedanken machen!"


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Flanker27
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Anmeldungsdatum: 29.01.2012
Beiträge: 317

BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 22:54:33 
Titel: Re: stimmt ja...
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Viper hat folgendes geschrieben:

aber die können da unten mit den 4 Fliegern im Normalfall jeden Tag ohne mit der Wimper zu zucken 4 Missions pro Flieger fliegen...und das wochenlang..brauchst nur genug Piloten...am Flieger liegt's nicht...die laufen...

Na ja, selbst vom Tschad aus sind es etwa 5 Stunden hin und zurück bis nach Mali. Da wird die Zeit aber ziemlich knapp, wenn man das 4 mal am Tag machen möchte. biggrin
Dennoch ist Rafale ein wirklich tolles Flugzeug. smile
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 23:08:28 
Titel: stimmt schon...
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gut wenn Du Mali in der Mitte nimmst, als eben, Gao z.B. sind's one way in etwa 1:55 von Njamena mit Mach 0.84 gerechnet...

aber da hab ich nur so über den Daumen mich ein bissel vertan...
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nacktmull70
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Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 348

BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 23:31:00 
Titel: Re: stimmt schon...
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Was mich bei den bisherigen Berichten rein vom technischen her am meisten erstaunt hat, war die Tatsache, dass die Franzosen dort unten offenbar mit Gazellen herumschippern. Mit 2cm-Kanone drauf. Irgendwie kommt mir das vor, als ob jemand ein üsMG auf einen VW Käfer montiert, und damit in den Krieg zieht?

Wobei einem da unten derartige Gefährte ja bekanntlich begegnen können. Bei den Franzosen hätte ich mir halt was anderes erwartet?

Ich meine, Gazelle - die Kisten sind wirklich nicht mehr die jüngsten, mit null Selbstschutz (Panzerung). Das ist so, als ob wir mit unseren 212ern in einer hot war zone herumschippern würden?
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Flanker27
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Anmeldungsdatum: 29.01.2012
Beiträge: 317

BeitragVerfasst am: Di Jan 15, 2013 23:56:11 
Titel:
Antworten mit Zitat

Die zwei Gazellen, die sie dort eingesetzt haben, sollen ja auch nicht mehr flugtauglich sein. Rolling Eyes
Nach dem meine ich, etwas in Richtung Tiger gehört zu haben...
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squale
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Anmeldungsdatum: 14.11.2011
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 15:29:34 
Titel: Re: stimmt schon...
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nacktmull70 hat folgendes geschrieben:


Ich meine, Gazelle - die Kisten sind wirklich nicht mehr die jüngsten, mit null Selbstschutz (Panzerung). Das ist so, als ob wir mit unseren 212ern in einer hot war zone herumschippern würden?


Die Franzosen sollen einerseits die Ausrüstung der Truppen der Ansar Dine unterschätzt haben. Andererseits war das eine militärische Version der Gazelle, die HOT Raketen abschießen kann (von der Basis in Ouagadougou, Burkina Faso). Mehr hatten sie noch nicht vor Ort und mehr soll nachkommen. Die Operation läuft ja erst an und Tiger sollen eingesetzt werden.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Jan 16, 2013 20:29:42 
Titel: Was sich so
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in Algerien abspielt wird im Zusammenhang mit Mali sicher noch massgeblich interessant

http://www.aviationweek.com/Blogs.aspx?plckBlogId=Blog:27ec4a53-dcc8-42d0-bd3a-01329aef79a7&plckPostId=Blog%3a27ec4a53-dcc8-42d0-bd3a-01329aef79a7Post%3aef41f399-12fa-4a72-ac5d-463b226bc372

http://online.wsj.com/article/SB10001424127887323468604578245310036330882.html?mod=WSJEurope_hpp_LEFTTopStories
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2013 12:49:51 
Titel: das hier wär jetzt auch so
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ein Grund warum es im eigenen Interesse Österreichs durchaus Sinn machen würde, wenn auch österreichische Militärberater in Mali anwesend wären...

man ist viel besser in den "Informationsloop" eingebunden gerade für solche Fälle wie diesen hier, der entscheidende Informationsvorsprung, auch zeitlich gesehen, kann in solchen Fällen ausschlaggebend sein über Erfolg oder im Falle, wenn man den nicht hat, über Misserfolg...



http://derstandard.at/1358303757011/Oesterreicher-in-Algerien-entfuehrt
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2013 15:18:09 
Titel: Klaus Naumann (General a.D)
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Zitat:


14:21Mali-Konflikt
"Wir dürfen Frankreich nicht im Stich lassen"

Ex-Generalinspekteur Klaus Naumann macht klar: Wenn die Lage in Mali eskaliert, muss Deutschland auch zum Militäreinsatz bereit sein. Der Konflikt offenbart für ihn erneut die Unreife der Europäer. Von Simone Meyer und Thorsten Jungholt

Die 27 EU-Außenminister haben am heutigen Donnerstag formell grünes Licht für den Ausbildungseinsatz europäischer Soldaten in Mali gegeben. Die Mission mit rund 200 Soldaten soll zunächst 15 Monate laufen. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Klaus Naumann, sieht einen "langen Konflikt" auf Europa zukommen.

Die Welt: Die Bundeskanzlerin sagt: "Freiheitliche demokratische Staaten können nicht akzeptieren, dass der internationale Terrorismus im Norden Malis ein sicheres Rückzugsgebiet erhält." Reicht das als Begründung für einen Bundeswehr-Einsatz, Herr Naumann?

Klaus Naumann: Die Begründung der Kanzlerin war klar und eindeutig. Darüber hinaus gibt es eine Resolution der Vereinten Nationen als Rechtsgrundlage, die Entscheidung der EU für eine Ausbildungsmission und, sehr wichtig, die Beteiligung westafrikanischer Staaten am Kampf gegen die Islamisten. Sehr bedauerlich ist, dass die EU für die Umsetzung so viel Zeit vergeudet hat. In Krisen ist schnelles Handeln geboten, doch nun haben die Ereignisse vor Ort die Pläne der EU überholt. Es ist gut und richtig, dass Frankreich militärisch im Alleingang eingegriffen hat, damit nicht das ganze Land in die Hände der Islamisten fällt. Und es ist gut, dass die Bundesregierung dies begrüßt hat.

Die Welt: Hätte Europa also schneller reagieren müssen? Die Unruhen in Mali haben schon im März 2012 begonnen ...

Naumann: Natürlich, ein erneuter Beleg für die noch immer fehlende Reife Europas, ein Akteur im Krisenmanagement zu sein. Afrika ist Europas Vorfeld, bei Gefahr dort muss Europa handeln. Wir hätten spätestens in Libyen erkennen müssen, dass mit der richtigen, auch für Europa nützlichen Hinwendung der USA in den pazifischen Raum die Zeiten vorbei sind, in denen die Amerikaner für Europa die Kohlen aus dem Feuer holen, was sie ja seit 1990 stets getan haben.

Die Welt: Wurde die Zeit seit März 2012 genutzt, um politische Lösungen voranzutreiben?

Naumann: Das kann ich nicht beurteilen, weil ich nicht weiß, welche Konsultationen und Beratungen gelaufen sind. Mir erscheint es unter den Bedingungen der heutigen Zeit aber ungewöhnlich lange, dass die zehn Monate bis heute letztlich ohne sichtbare Initiative verstrichen sind. Jeder wusste, dass sehr viel auf dem Spiel steht, dass diese ganze Zone – südlich Marokko bis südlich Ägypten – droht eine Quelle fortdauernder Gefahr und Instabilität für Europa zu werden.

Die Welt: Sollte Deutschland auch militärisch eingreifen?

Naumann: Formaljuristisch kann man die Entsendung von zwei Transportflugzeugen wohl als militärische Beteiligung sehen, alles Weitere hängt von der weiteren Entwicklung ab. Deutschland kann und darf Frankreich nicht im Stich lassen. Und die EU insgesamt kann nicht zusehen, wenn der Norden Afrikas destabilisiert wird. Würde militärisches Eingreifen der EU notwendig, dann muss Deutschland an der Seite seiner Partner stehen. Dann darf man auch nicht als Erstes sagen, was man alles nicht tun wird – das war ja jetzt leider auch wieder die erste Äußerung in Berlin.

Die Welt: Sondern?

Naumann: Man sollte Hilfe im Rahmen der Möglichkeiten anbieten. In einer solchen Krise muss man neben dem Verbündeten immer zwei weitere Adressaten im Auge haben: die Menschen in dem bedrohten Land und die Islamisten. Erstere müssen wissen, dass ihnen geholfen wird, und Letztere müssen hören, dass die gesamte EU den Franzosen im Kampf gegen sie zur Seite stehen wird. Wenn da nur ein Partner für sich Ausschlussgründe erfindet und glaubt, Logistik und humanitäre Hilfe seien genug, dann schwächt er die konfliktbeendende Wirkung einer geschlossen handelnden EU.

Die Welt: Läuft Deutschland Gefahr, von seinen Bündnispartnern nicht mehr ernst genommen zu werden?

Naumann: Deutschland ist ein wichtiger Partner in der Nato wie der EU, aber die seit der Libyen-Enthaltung bestehenden Zweifel an seiner Verlässlichkeit sind noch nicht völlig beseitigt. In Krisen wird international nicht nach Buchhaltermanier aufgerechnet, wer gerade wo im Einsatz ist, dann zählt nur, wer jetzt welchen Beitrag leistet. Ich denke, dass es unverändert deutsches Interesse ist, als verlässlicher Partner in EU und Nato gesehen zu werden. Das kann durchaus Richtschnur sein für Entscheidungen der Bundesregierung.

Die Welt: Außer den beiden Transall wird die Bundeswehr in absehbarer Zeit auch Ausbilder nach Mali schicken. Wie lange müssen die bleiben?

Naumann: Das ist schwer abzuschätzen. Der französische Staatspräsident hat sein Land auf eine längere Kampfmission eingestellt, deswegen wird auch die geplante Ausbildung nicht nach der Doktrin "Schnell rein, schnell raus" abgewickelt werden können. Ausbildungshilfe kann auch bedeuten, dass man möglicherweise bereit sein muss, die ausgebildeten Truppen in den Einsatz zu begleiten. Außerdem muss es nach dem möglichen Niederkämpfen der Islamisten, was schon schwierig genug ist, darum gehen, die Region zu stabilisieren. In allen Einsätzen seit 1991 haben wir gelernt, dass das sehr lange dauern kann. Im Kosovo endeten die Kampfhandlungen 1999, aber deutsche Soldaten sind noch heute dort.

Die Welt: … in Afghanistan auch. Dort lautete 2001 ebenfalls das Ziel: Das Land darf kein Rückzugsort für Terroristen werden. Wird Mali jetzt eine Art neues Afghanistan?

Naumann: Es dürften wohl alle aus Afghanistan genug gelernt haben, um die dort gemachten Fehler nicht in Mali zu wiederholen. Der Anfang sieht ähnlich aus, erneut geht es darum, Terroristen das Rückzugsgebiet und die Basis zu nehmen. Auch das kommt nicht überraschend. Dass sich al-Qaida nach dem Eingreifen der Nato am Hindukusch neue Operationsgebiete gesucht hat, wissen wir nicht erst seit vorgestern. Diesen Prozess konnte man über Jahre beobachten, in Somalia, im nördlichen Afrika. Al-Qaida lebt, und deren Entschlossenheit, sich gegen den Westen zu stellen, hält an. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass wir in einem langen Konflikt stecken. Und ich glaube, man tut gut daran, schon mal nachzudenken: Wie kann das Ganze weitergehen, und was kann noch auf uns zukommen? Wir wissen alle nicht, wohin diese Aktion führen wird, aber mit dem Eingreifen Frankreichs, begrüßt von UN und EU, muss auch die Entschlossenheit verbunden sein, diese Aktion erfolgreich zu Ende zu bringen.

Die Welt: Gibt es eine Exit-Strategie für Mali?

Naumann: Das weiß ich nicht, aber ich bin sicher, dass diejenigen, die in Frankreich über das Eingreifen entschieden haben, als letzte Prüffrage überlegt haben: Wie kommen wir aus der Geschichte wieder heraus? Im Grunde kann man das Land erst wieder verlassen, wenn eine demokratisch gewählte Regierung die Kontrolle über das ganze Staatsgebiet mit eigenen Kräften und Aussicht auf Erfolg sicherstellen kann.-----


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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2013 18:59:41 
Titel: Die Karte hier zeigt
Antworten mit Zitat

wie gross das Aktionsgebiet der Islamisten in dem Teil Afrikas ist...

wie gesagt zwei Flugstunden von Europa entfernt...

der südwestliche Teil Libyens, praktisch die gesamte südliche Hälfte Algeriens, der grösste Teil des Niger, eben die nördliche Hälfte Malis, und die Osthälfte Mauretaniens, und ein kleiner Teil Marokkos...

Das wird ein "long hard slog...."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-878226-449122.html

http://moroccoonthemove.wordpress.com/2012/12/21/study-sahel-insecurity-now-global-threat-8-14000-jihadists-in-n-mali-double-in-year/
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2013 20:20:02 
Titel: man hat bereits viel Zeit
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verloren..

Zitat:
...Kujat: Je früher man in einer solchen Krise eingreift, desto geringer sind der Aufwand und die eigenen Risiken - und desto größer sind die Erfolgsaussichten. Wir haben sehr viel Zeit verloren. Man hätte damit vor fast einem Jahr beginnen sollen, dann stünde die malische Armee sehr viel besser da. ....


http://derstandard.at/1358303865822/Wir-haben-sehr-viel-Zeit-verloren


und ja, es geht auch Österreich etwas an...

Allerdings darf man ja bei uns unseren Verteidigungsminister Darabos und den Aussenminister Spindelegger nicht mit solchen geopolitisch eher anspruchsvollen Sachen kommen...

die haben ja "Wichtigeres" zu tun...zwar nicht für unser Land, aber für ihre Minderleistung bekommen sie viel Geld von uns Bürgern...

die al-qaeda zweieinhalb schlanke Flugstunden südlich von uns ist ja kein Problem...

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1334109/Der-Krieg-in-Mali-geht-auch-Oesterreich-etwas-an?direct=1334068&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103
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nacktmull70
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BeitragVerfasst am: Do Jan 17, 2013 22:05:29 
Titel: Re: Die Karte hier zeigt
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Viper hat folgendes geschrieben:
wie gross das Aktionsgebiet der Islamisten in dem Teil Afrikas ist...

wie gesagt zwei Flugstunden von Europa entfernt...

der südwestliche Teil Libyens, praktisch die gesamte südliche Hälfte Algeriens, der grösste Teil des Niger, eben die nördliche Hälfte Malis, und die Osthälfte Mauretaniens, und ein kleiner Teil Marokkos...


Um fair zu bleiben, musst Du da aber auch noch dazu sagen, wie viel von diesem Gebiet wenigstens theoretisch bewohnbar ist. Bzw. bewohnt ist. Und das ist bitter wenig. Noch dazu praktisch überall null Vegetation, kaum Siedlungsgebiete, in denen man sich verstecken kann, und in der Nacht Temperaturen, in denen ein menschlicher Körper für einen IR-Sensor wie eine Lampe leuchtet. Klar ist es ein großes Gebiet, aber Drohnen werden nicht müde. Satelliten auch nicht. Und so gebirgig wie Afghanistan (so dass man wenigstens ein bisschen Deckung hat) ist auch nur ein kleiner Teil davon.

In dem Fall kommt es wirklich nur darauf an, wie viel Mittel vom Westen darauf aufgewendet werden, die zu eliminieren. "You can run, but you'll only die tired" ist in dem Gelände leider ein passender Spruch. Es gibt Gelände und Vegetationszonen, die insurgence-friendly sind... und dann gibt es auch welche, die heutzutage nur mehr ein Parkett für Selbstmörder sind, wenn eine moderne Armee alle ihre Spielsachen in ausreichender Zahl mitbringen darf. Und das ist genau so ein Gelände. Ich könnte mir (vielleicht mit Ausnahme der arktischen Tundra) kein schlimmeres Gebiet vorstellen, um gegen eine moderne Armee irreguläre Kriegsführung zu betreiben.

Das war selbst vor 20, 30 Jahren, also vor der Verfügbarkeit von Aufklärungs-Drohnen und Satelliten mit live-Downlink, noch nicht so. Aber es ist eben nicht mehr vor 20, 30 Jahren. Die werten Islamisten haben entweder noch die Kolonialkriege im Jahre Schnee vor Augen (wo die Franzosen gegen extrem ortskundige teilweise alt ausgesehen haben - aber das war ein Konflikt auf Augenhöhe, was das absolut nicht mehr ist), oder haben nicht ernsthaft damit gerechnet, dass der Westen ernst macht. Tja. Falsch gedacht. Das wird, wenn bei den "Westlern" keine Vollidioten am Werk sind, *nicht* sehr lange dauern. Zumindest nicht, bis in Mali wieder Ruhe ist.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2013 15:01:39 
Titel: interessanter Gesichtspunkt...
Antworten mit Zitat

aber, wenn man z.B. nur so ungefähr die gesamte Fläche des Gebietes in dem die verschiedenen al-qaeda Abkömmlinge da in der Sahel und Sahara, also in all den Ländern, vermutet werden, dann sind das doch in etwa, naja vielleicht 6 Mio Quadratkilometer......das ist einfach ein riesiges Gebiet...

könnte mir vorstellen, da bräuchte man fast "unlimited" Recon Sat Zeit, und eine Riesenanzahl von Drohnen und Aufklärern um überhaupt zu wissen, wo sich gerade was abspielt..wahrscheinlich braucht man doch noch viel HUMINT auch noch..

aber klar, wenn man mal weiss wo sie sind, sind sie sicher dort leichter zu bekämpfen als in Afghanistan..
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nacktmull70
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Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beiträge: 348

BeitragVerfasst am: Fr Jan 18, 2013 17:00:32 
Titel: Re: interessanter Gesichtspunkt...
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Viper hat folgendes geschrieben:
könnte mir vorstellen, da bräuchte man fast "unlimited" Recon Sat Zeit, und eine Riesenanzahl von Drohnen und Aufklärern um überhaupt zu wissen, wo sich gerade was abspielt..wahrscheinlich braucht man doch noch viel HUMINT auch noch.


Na eben nicht. Afghanistan ist schwierig, weil es (vergleichsweise) dicht besiedelt ist, mit sehr gebirgigem Terrain. Da ist HUMINT essentiell, vor allem wenn Du Kollateralschäden vermeiden willst. In einem erheblichen Teil des hier zur Diskussion stehenden Gebiets gibt es aber schlicht keine Zivilisten, in denen die sich "auflösen" und verschwinden könnten. Die sind da alleine auf weiter Flur.

Und man darf nicht unterschätzen, was für riesige Flächen moderne Systeme überwachen können. Sobald Du nur ein größeres Ding aus Metall mit hast, bist Du schon am Schirm von einem Radar. Und Du kannst eine begrenzte Anzahl von Drohnen vorerst selektiv einsetzen, um das gesamte Gebiet in Sektoren zu unterteilen, wo jede Bewegung zwischen den Sektoren wahrgenommen wird (Du fliegst die Grenzen so ab, dass sie lückenlos überwacht sind). Und dann machst Du die Aufständischen in einem Sektor nach dem anderen systematisch zur Schnecke. Sobald sie erkannt sind, schickst Du die Spectre los. In der Nacht. Nur in der Nacht. Begleitet von einem Growler, falls die noch aus Lybien irgendeine Fla mit haben sollten (sehr unwahrscheinlich, noch unwahrscheinlicher ist, dass sie mit so was umgehen könnten).

Und so weiter. Ich bleibe dabei: wenn der Westen nicht pfuscht, ist das ein Scheibenschießen (so unerfreulich der Gedanke vom rein menschlichen her ist, aber mehr ist das in dem Gelände gegen so einen Gegner nicht).
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 07:50:33 
Titel: recht interessanter "Backgrounder"
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Zitat:
Shiraz Maher: The Jihadist Eruption in Africa

Al Qaeda affiliates capture Westerners in Algeria and hold a Texas-size piece of territory in neighboring Mali.

By Shiraz Maher

The hostage crisis that broke out on Wednesday in Algeria—where more than 40 Westerners were taken captive at a gas plant by al Qaeda fighters—ostensibly has its roots in Mali, Algeria's neighbor to the southwest. The hostage-takers claim that they acted in response to France's intervention last week in Mali to combat gains by a jihadist insurrection. But the story actually begins in Libya, where unintended consequences of the Arab Spring are now roiling North Africa and West Africa. When NATO forces decided to support the Libyan rebellion against Moammar Gadhafi in 2011, they could scarcely have predicted the impact of their involvement on the region's labyrinth of competing ethnic and confessional interests.

Gadhafi had long drawn mercenaries from among the Tuareg, a nomadic ethnic group known as the Kurds of Africa because they are spread across five countries without a state of their own. In the early 2000s, Gadhafi began offering his Tuareg mercenaries privileges, including residency permits. When the Arab Spring spread from Tunisia and Egypt to Libya two years ago, and as his own regular forces began to defect, Gadhafi enlisted support from thousands of Tuareg fighters to suppress the rebellion.

Gadhafi was killed in October 2011, but death failed to halt the malignant spread of his influence, which was already well known to his African neighbors. His Tuareg forces—armed, trained and on the receiving end of much hostility in post-revolutionary Libya—retreated to redoubts in Mali, bringing with them caches of sophisticated arms, including heavy weaponry and antiaircraft missiles.

For decades, the Tuareg people have accused Mali's government of neglect, corruption and a failure to apply the rule of law. The influx of disaffected fighters from Libya revived their hopes of self-determination and culminated in October 2011 with the creation of the National Movement for the Liberation of Azawad, known as the MNLA. Last spring, this militia overran several towns in northern Mali and declared independence.

Although the MNLA's ascendancy highlighted the grievances of many northern Malians, the militia's success wasn't universally welcomed. Competing ethnic groups in the region, including the Songhai, Peuhl, Bella and Arabs, didn't necessarily want to be ruled by Tuaregs.

Political expediency makes for strange bedfellows, particularly when exacerbated by the privations of war. Last spring, the MNLA—though secular and principally concerned with ethno-nationalist interests—tacitly joined forces with jihadists who operate across the Sahel, a band of semi-arid land that stretches across Africa along the southern Sahara. The MNLA's new Islamist allies included al Qaeda in the Islamic Maghreb, Ansar Dine, and the Movement for Unity and Jihad in West Africa (though most of the fighting was done by Ansar Dine). Their goal: ensure that Malian government forces would be incapable of launching a revanchist campaign against the rebel-held north.

Like the Tuareg fighters, the jihadists benefited from the Libyan civil war—a vast arsenal flooded the black market after Gadhafi's demise. Remarkably, much of the money for the arms purchases comes from Western governments. Jihadists in the Sahel—who have typically drawn less attention than their counterparts in the Middle East and South Asia—have focused less on high-profile attacks than on kidnapping Western tourists and holding them for ransom. Spain, Germany, Switzerland and Canada have all paid millions of dollars for the release of their nationals over the years.

By June 2012, the MNLA-jihadist alliance had effectively removed all traces of government control in northern Mali, creating an environment where Islamists can thrive: lawlessness, a lack of political authority, and weak civil leaders. The jihadists seized the opportunity to unravel their alliance with the MNLA and establish a semiautonomous Islamic state in the north. A draconian administration subjected Malians to a brutal interpretation of Shariah law, including executions for adultery and amputations for theft.

Internet forums linked to al Qaeda cheered the developments in Mali: Jihadists have never before directly controlled so much territory—nearly 700,000 square miles, an area the size of Texas.

The entire Malian state was in danger of succumbing to an onslaught from the north before last week, when the interim administration of President Dioncounda Traore called on the French to intervene. Jihadist forces were readying themselves to seize Mali's capital, Bamako.

American military strategists are known to have helped their French counterparts plan Operation Serval, which is trying to stem the Islamist push. The military dimension of the campaign is straightforward enough: kill or capture jihadists in the north, destroy their networks and deny them havens. The efforts by 1,400 French troops—supported by tanks, air power and likely some 1,000 more troops to come—is still in its early days, and counterterrorism, as the world knows well, can be a long and difficult undertaking.

It is what follows the military effort that will be of particular interest in Washington and beyond. If the jihadist element is removed from Mali, what remains will be an aggrieved nation fractured along sectarian and ethnic lines. The attempt to address those discontents while maintaining both Malian sovereignty and the government's authority will reveal whether the unintended consequences of the Arab Spring can be safely handled. For those tasked with containing the fallout from the Arab Spring's various irruptions—most notably in Syria—the stakes could hardly be higher.

Mr. Maher is a senior fellow at the International Centre for the Study of Radicalisation at King's College London.


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BeitragVerfasst am: Sa Jan 19, 2013 13:28:21 
Titel: update..
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http://spon.de/vfoSD
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 25, 2013 15:13:15 
Titel: Re: update..
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Wie man hier sieht, sind die Tiger mittlerweile offenbar auch vor Ort im Einsatz:

http://www.spiegel.de/video/luftangriffe-in-mali-franzoesische-armee-veroeffentlicht-videoaufnahmen-video-1249465.html
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BeitragVerfasst am: Sa Jan 26, 2013 18:24:41 
Titel: ein interessanter Bericht
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im "Tschörnl" zum Thema generell..

und erinnert mich frappant, an ein paar Interviews mit Gen. Entacher, als er meinte Europa würde leider derzeit unkoordiniert abrüsten...und, dass das eventuell sehr schlimme Folgen haben könnte...

Zitat:


Mali Exposes Flaws in West's Security Plans

By ADAM ENTOUS and JULIAN E. BARNES in Washington and DREW HINSHAW in Bamako, Mali

After France rushed in to Mali to confront al Qaeda affiliates, it had trouble lining up help from allies. French fighters take up positions Wednesday.

France's attack on Islamic extremists in Mali this month is exposing major strains in the Western world's security strategy.

As the French assault gained steam in West Africa, France sought help from its allies—only to find that the U.S. and other North Atlantic Treaty Organization states either weren't ready or couldn't offer much. Canada and the U.K. quickly ponied up three cargo planes, two of which broke down en route.

By far the biggest breakdown, however, played out between the U.S. and France, as Washington sent what Paris saw as mixed messages about U.S. levels of commitment to taking on an al Qaeda affiliate in Mali before and after the French attack began.

The Conflict in Mali

Mali has emerged as the latest front in a global battle against Islamic militants. See a map of the conflict zone, track events in a timeline and read more about some of the key player.


French officials involved in planning the Mali campaign say they had expected quick, robust U.S. military support based on comments by Pentagon officials in a series of private meetings, including one last October in Paris about how to tame violence in North and West Africa. According to French officials in attendance, the message that day from Michael Sheehan, the Pentagon's point man for special operations, seemed clear: Stop the group known as AQIM—al Qaeda in the Islamic Maghreb—and its allies from creating a desert safe haven.

NATO officials at the meetings also say U.S. Defense Secretary Leon Panetta's message to France and other allies on the sidelines of a NATO summit last fall was that the Pentagon would do "whatever it takes" to help with an intervention in Mali against AQIM.

Senior U.S. defense officials dispute those accounts, saying Washington's messages to France may have been "lost in translation." During the meetings, the U.S. officials said, neither Mr. Panetta nor Mr. Sheehan directly urged France to use force and didn't promise specific support.

Speaking Wednesday before a congressional hearing, Secretary of State Hillary Clinton said, "We are in for a struggle, but it is a necessary struggle. We cannot permit northern Mali to become a safe haven," though she offered few specifics. "We've got to have a better strategy," she said.

National Security Council spokesman Tommy Vietor said the White House wants to speed the transition from the current French campaign to one led by African forces, "so that it's sustainable over the long term."

In talks with the French and others, Mr. Sheehan and others have specifically pushed for an African-led response against AQIM, U.S. officials said. Aides to Mr. Panetta said his comments were meant to convey general U.S. support for the aims of the French in Mali.

Another senior U.S. official defended Washington's level of support for the French, calling it a "tough love" approach. The message to France and other European allies, this official said, was that Washington won't foot the bill as global policeman at a time when European powers are cutting defense investments.

Moreover, U.S. defense officials said France shouldn't be surprised by the American response given the unilateral nature of the operation they launched. "We weren't consulted. We were informed when they went in. This isn't a combined operation," the senior U.S. defense official said.

French officials say they consulted their American counterparts. One senior French official sized up the feeling in Paris after the White House balked at Paris's request for air tankers to refuel French fighters over Mali. "We are doing the job without you," the official said.

The White House did agree, however, to provide several cargo planes for a few weeks. It initially asked France to reimburse the costs, though the U.S. later backed down on that. The White House is still considering providing air tankers for refueling, officials say, as well as more advanced surveillance aircraft that could aid French targeting.

For months, the world's major powers have been hammering out plans for action against terrorist threats from Africa—concerns amplified in recent days by a terror attack in Algeria that left at least 37 hostages dead. But the West's global security apparatus is showing strains. The war-weary U.S. is reluctant to intervene, while other countries, particularly in debt-ridden Europe, are less able to do so.

The tension is a dramatic example of a growing trans-Atlantic disconnect. On the one hand, the U.S. complains about European allies' unwillingness to spend on defense, citing Libya in 2011 when, lacking adequate ammunition supplies, drones and tankers, they turned to Washington. Meanwhile, some allies complain that U.S. policy in Afghanistan, Pakistan and elsewhere is driven by American interests and priorities.

France launched its Mali offensive on Jan. 11. Within a week, Paris flew about 2,000 soldiers to its former colony with a mission: reclaim two tiny farming towns that al Qaeda and its allies in Mali had swarmed days earlier. By the 10th day, Paris had expanded that mission to include land assaults on towns nestled in the prickly desert occupied by Islamist gunmen.

Logistical problems arose quickly. France made urgent requests for cargo planes, air refueling tankers and a surge of sophisticated American surveillance aircraft to monitor rebel communications and movements. As the U.S. deliberated over how to respond, Britain offered the temporary use of two C-17 cargo planes. One of the planes experienced mechanical problems and was grounded in France, British officials said.

The Canadian Royal Air Force contributed one of its C-17s, for an initial period of one week, but it suffered a "generator issue" and was also grounded, according to a spokesman for Canada's Minister of National Defence. Officials say the U.K. and Canada quickly found other planes to replace the ones that broke down. Denmark and Belgium are also providing help with transport, French officials say.

On Jan. 14, the mission's fourth day, a French detachment arrived in Bamako, Mali's capital, without mosquito nets and spent four nights battling the swarming pests. Cargo space is limited, French officials said, and some things were overlooked initially because of the rushed nature of the operation. The French also shipped bottled water to Mali before soldiers finally found a vendor in Bamako.

Skeptical of the need for a big U.S. role, the White House so far has authorized the Air Force to ferry a mechanized infantry battalion of about 800 French troops to Bamako. The U.S. hasn't responded to the request for air refueling tankers needed by the French air force to keep up the pace of attack sorties in support of ground troops.

The U.S. and France have long shared intelligence with each other, and both sides say that cooperation has increased in recent weeks, although the French are pushing for more. U.S. military surveillance planes have been flying over Mali collecting intelligence for months and at least some of that information is being shared with the French.

Within the U.S. there are divisions among policy makers at the Pentagon, White House and State Department over the extent of the threat posed by AQIM and how the U.S. should respond. At the Pentagon, anti-AQIM hawks including Mr. Panetta, the outgoing defense secretary, want to go after the terror group's leaders, defense officials say.

At the White House, top policy makers are more cautious. They see AQIM as a lesser threat to the U.S. than other groups, including al Qaeda in the Arabian Peninsula, or AQAP, in Yemen. They tend to favor a strategy that relies heavily on building up the capabilities of African armies to take on the threat themselves, aided by U.S. intelligence and training.

The prospect of a new terror war in Africa would clash with a key message of President Barack Obama's inaugural address. In his Monday speech, he said a decade of military conflict was ending and that "enduring security and lasting peace do not require perpetual war."

Mr. Obama has expanded U.S. drone campaigns against al Qaeda in Pakistan and Yemen. But many aides favor limits on U.S. lethal action that would allow the targeting of only AQIM leaders who intelligence agencies conclude are plotting attacks directly against the U.S., rather than a broader campaign like France's, administration officials said. They acknowledge this could change if there were new attacks like the siege this month at an Algerian natural-gas complex that left three Americans dead.

U.S. defense officials note that, unlike other global al Qaeda affiliates, AQIM can't mount attacks directly on the U.S. But a senior defense official said that may only be a matter of time. "They are direct threat to France, Spain, Western Europe, the U.K. It doesn't take long for them to be a threat beyond that," the official said. "There is going to be a fight that goes on. We have to win."

A senior U.S. official also said the French should have known that "when you start using military force, those are presidential decisions, not DOD decisions," referring to the Department of Defense. Obama administration officials who question the need for more U.S. involvement in Mali say France has unique advantages operating there. Mali is a former French colony, and France has extensive intelligence networks there as well as long-standing military-to-military relations.

The French perception of mixed U.S. messages was compounded by what they view as other perceived slights. For instance, the White House nixed plans for a day trip by Mr. Panetta to Paris this past Sunday, NATO officials said, as part of a tour of other European capitals. Officials worried the visit might raise expectations about Washington's level of military support in Mali at a time the White House is trying to extricate the U.S. from the war in Afghanistan, NATO officials said.

French options for help from European allies or NATO are limited because of budget woes across the continent. "The allies will do their best, but they are keeping support minimal at the moment because of the many questions of how long the mission will be and how deep it goes. It is a very complex crisis," said Heather Conley, the Europe Program Director for the Center for Strategic and International Studies.

NATO is giving only limited help because of the "political, psychological trauma of Afghanistan," she added. "There is reluctance to go into a conflict without a clear exit strategy."

Since the financial crisis hit in 2009, European governments have cut military spending by roughly 10% annually overall. French military spending has held up better than other countries in the bloc, declining less than 7% in total from 2009 to 2011, according to the Stockholm International Peace Research Institute.

French military capabilities, however, are uneven. The country has developed advanced fighter planes. But its air refueling tankers are old and, in some cases, in disrepair, hence the request for U.S. help. Washington's reluctance has prompted the French to appeal to other allies, including the Canadians, this time for air tankers, NATO officials said.

France's airlift capacity is also severely limited. To supplement France's limited supply of transport aircraft, Paris is renting cargo planes from companies in Russia and Ukraine. French officials attributed the allies' lagging response to the sudden nature of the French operation, acknowledging it takes time to get government authorization for deployments.

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In the 2011 NATO air campaign against Libya that ousted Moammar Gadhafi from power, the mission relied heavily on the U.S. for refueling planes and armed drones. That effort was supported by European countries including France. But Libya was a relatively easy lift, compared with Mali. The front line was basically Europe's backyard—a short flight across the Mediterranean from bases in Italy, Germany and Spain.

Getting to Mali is trickier. The vast nation is landlocked, its capital days of travel time from the nearest port. Reaching Timbuktu is famously difficult: the desert heart of al Qaeda's insurgency is protected by hundreds of miles of rocks and dunes in every direction. It took a recent convoy of French forces three days to get to Bamako from the closest major port in the Ivory Coast.

Alternatives under review include Mali's railroad, which France already built once—in 1924—and today would need to rebuild. There is also the twisted, muddy Niger River, which the French floated down to conquer Mali in the first place, fighting on foot and on horseback, 130 years ago.

The logistical bottlenecks are mounting as African armies prepare to deploy up to 5,000 troops under a United Nations mandate to reinforce the French. Last week, the tiny country of Togo dispatched 145 troops. It took two days and four separate flights for the troops to arrive, because they needed to borrow the president's jet, which seats only 45. "They're 145 here, but they don't have a vehicle," said a French major in Mali, who identified himself only by his first name, Eric, per French army protocol.

On the back lot of Bamako's airport, France is struggling to build a war machine capable of liberating a country twice its area. "It's not worth the trouble to bring in planes full of troops if they don't have food, water, mosquito nets, all that," said another French major, who identified himself by his first name, Renaud.

One recent Thursday in Bamako, 400 French soldiers walked off a plane, but a French major who identified himself as Didier said there were only 100 open beds. So the French dispatched a delegation to Bamako with cash to buy 300 mattresses.


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BeitragVerfasst am: Mo Jan 28, 2013 21:04:12 
Titel: they got Timbuktu back
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from the islamists...

talkin' Timbuktu...


http://www.youtube.com/watch?v=F6IDmiKz7ic
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 28, 2013 21:30:59 
Titel: da schau her.....
Antworten mit Zitat

der Herr Vizekanzler geht in "overdrive"...



http://derstandard.at/1358304936996/Spindelegger-draengt-auf-Beteiligung-an-EU-Mission-in-Mali

is er aufg'wacht aus dem beamteten gutbezahlten Schlaf...oder macht er auf Show....?
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 11:31:37 
Titel: "The Fall of Timbuktu"
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Zitat:


The Fall of Timbuktu

In Mali, the French have been the margin between civilization and barbarism.

Reading accounts of France's struggles to deploy a few thousand troops to its former colony of Mali, we found ourselves wondering: Whatever happened to the French Foreign Legion? Next thing we know, the city of Timbuktu has been taken from al Qaeda in the Maghreb (AQIM) by the Legion itself. Well, well: Tiens, voilà du boudin .

Brush wars can be a dirty business. In respect to Mali, there's been no shortage of commentary noting that the government to whose rescue France has come is the product of a military coup. It is also noted that the war in Mali is an ethnic conflict, in which AQIM piggybacked on a separatist Tuareg movement. In other words, it's all very complicated and morally ambiguous.

But tell that to the Malians who have greeted the French advance with cries of Vive la France! and merci, merci, merci. During AQIM's nine month reign of terror, the group tried to trash Timbuktu's historic libraries and other cultural treasures, and subjected the population to the kind of Sharia justice the Taliban made infamous in Afghanistan.

"Even if you're talking to your own blood brother, they [AQIM] hit you," one female resident told the Associated Press. "Even if you are wearing the veil, and it happens to slip off, they hit you." Said another: "We were totally deprived of our liberty. We couldn't listen to music, we couldn't play soccer. We couldn't wear the clothes we wanted."

After taking Timbuktu on Monday, French and Malian troops liberated the last AQIM stronghold of Kidal three days later, and Francois Hollande declared "we are winning this fight." That declaration is probably premature, especially if the French President decides to pull up stakes quickly.

Much better to leave a detachment of Legionnaires in-country to prevent AQIM from regrouping. The U.S. plan to establish a base for drones in neighboring Niger could also be a significant contribution to security in the Sahel, and would go some way toward redeeming the Obama Administration's nonfeasance in Mali. Al Qaeda in the Maghreb has no intention of going away, and the West needs to gird for the long haul.

Meantime, it's worth celebrating the French feat of arms. In Mali, they have been the margin between civilization and barbarism.


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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 13:30:10 
Titel: und hier ein kleiner
Antworten mit Zitat

Blick in die "Niederungen" heimischer Entscheidungsfindungen...

Ich nehm jetzt hier mal nur einen "Die Presse" Bericht her...könnte aus jeder anderen Tageszeitung auch stammen...

Und der Bericht selbst ist nur bedingt interessant...

Die Posts darunter, die sagen viel aus....

In dem Sinn, wie George Sears hier schon mal im Forum bemerkt hat, der typische "Herr und Frau Karl" in Österreich, dessen wöchentlicher intellektueller Fix- und Höhepunkt der sonntägliche Schweinsbraten mit Knödel und Bier ist, will zwar überall mitreden, hat aber von den Themen wo er/sie mitreden will, Null Ahnung...

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1340234/Oesterreich-wird-Soldaten-nach-Mali-schicken?_vl_backlink=/home/index.do
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 19:35:48 
Titel: sachlich, meiner Meinung
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nach, richtiger Kommentar

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1340311/Ein-kleiner-Tipp-fuer-Herrn-Darabos
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BeitragVerfasst am: Do Feb 07, 2013 19:33:15 
Titel: ein paar Funken
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von Menschlichkeit...

lasst uns unsere humanistische Bildung nicht verleugnen..

call me a hippie, call me a dreamer...

Da sind Menschen in Not, our brothers and sisters..

ein paar Berichte hier die sich nicht mit Waffen beschäftigen

http://online.wsj.com/article/SB10001424127887324761004578284133268611630.html?mod=WSJEUROPE_hpp_MIDDLETopNews

und last but not least

http://harpers.org/blog/2013/02/how-timbuktu-saved-its-book/
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BeitragVerfasst am: Di Feb 12, 2013 23:41:13 
Titel: "Too Quiet on Mali's Southern Front..?"
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Zitat:


Too Quiet on Mali's Southern Front

How will bar staff in Bamako know the country is secure? When their foreign clientele returns.

By ANNE JOLIS

Bamako, Mali

It's Saturday night in Mali's capital and La Tonnelle should be bumping. But the dimly lit cafe in the chic Quartier Hippodrome is now all but empty. Three staffers tend to a lone Frenchman drinking at the bar, as Senegalese pop music bounces off rows of gleaming glasses.

"All the foreigners have left—they were our clients. Now nothing works," sighs Fatim Keita, 25, flipping a lock of permed hair over her shoulder. "Canadians, mostly," she goes on, "working in mines in the South." Canadian mining firms have more than $200 million invested in Mali, not counting their bar tabs. Their gold concerns are more than a thousand kilometers from the fighting up north. But last month Toronto-based Iamgold Corp. IMG.T -1.15% became the latest to announce it was halting new exploration "as a precaution."

Business got so bad after rogue army officers overthrew the government in March that La Tonnelle, which means "the arbor" in French, closed its doors entirely. The bar reopened in January, but the French intervention and attendant gaggle of journalists, aid workers and U.N. monitors heading north hasn't brought nearly enough customers to make up for the missing Canadians.

"The coup d'etat ruined everything," Ms. Keita concludes. "And it gave courage to the fundamentalists," she says, referring to the jihadist outfits that spent most of 2012 laying down strict Shariah law in the desert North.

The French forces and their African partners have now flushed the al Qaeda affiliates out of their northern redoubts, but reports of their victory were greatly exaggerated. The war's now taken a new turn. While we chatted on Saturday, the northern city of Gao was hit with its second suicide bombing in as many days—the first two in Mali's history.

But so far, bad business has been the main evidence that Ms. Keita and her colleagues have seen of the trouble. Had the French not arrived when they did, Ms. Keita says there's no question in her mind that the jihadists would have continued south.

"Of course," adds her colleague, 25-year-old Mariam Sangaré. "We don't have the arms, the training, anything to stop them."

"I'd have gone to Senegal," Ms. Keita declares with a sharp nod. "Maybe Burkina. But I'm not putting on a burqa, not because anyone tells me to." Ms. Sangaré nods her pixie-cut head in agreement. Both are Muslim, though Ms. Sangaré is the more devout. "She doesn't even eat pork," Ms. Keita observes. "Me, I smoke and I drink. But I believe in God."

Their third co-worker, 26-year-old Tidiane Rraba, emerges from the kitchen bearing a platter of homemade rillettes, which Ms. Keita and the Frenchman begin smearing on hunks of baguette.

Mr. Rraba says his own friends in the army never seemed particularly motivated. "They make money," he shrugs. "There are no jobs here, so with that at least, they can have a salary. We never really thought there would be a war here in Mali."

He pulls his phone from his pocket and, with a few flicks, shows me video that a friend sent him from Gao, depicting the aftermath of a particularly gruesome amputation by the jihadists there. Mses. Keita and Sangaré, who have seen it before, turn away.

"There are fundamentalists here too in Bamako," Ms. Keita observes finally. "We all know them. They're the Wahabbists. But they're not armed," she adds.

"They're sleepers," murmurs the Frenchman, who declines to be named or to state the nature of his business in Mali.

If they had an audience with French President François Hollande, the three staffers say they'd repeat what throngs of Malians sang out to him when he visited the North last week: "Merci, Papa Hollande!"

"I've never been to France," Ms. Keita adds. "But now I consider myself a Franco-Malian. I love France."

"You should thank the Americans too," the Frenchman adds. Why, I ask, for the refueling jets and transport planes? "They're doing more than that," he assures me. "You don't see them, they don't say it, but they are here too."

No one's quite sure what to make of that. After a pause, Ms. Sangaré is matter-of-fact: "Well, it's the French who colonized us, so they're the ones who are supposed to help us."

"That ended more than 50 years ago!" retorts the Frenchman. "It's over. That's not why we're here."

Colonial sentiment or not, the French plan is to hand off Mali to U.N. and African forces and exit completely after elections in July. "It's a bad idea," murmurs Ms. Keita. "The job is not totally done."

"Mali is incapable of dealing with this situation," Mr. Rraba adds.

How will they know when Mali is ready? They shrug and look at each other. Ms. Keita offers a suggestion: "Maybe when the Canadians come back and drink here."

Ms. Jolis is an editorial page writer for The Wall Street Journal Europe.


http://online.wsj.com/article/SB10001424127887324880504578296211471844852.html
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