www.airpower.at
 FAQFAQ    SuchenSuchen    MitgliederlisteMitgliederliste    BenutzergruppenBenutzergruppen 
 RegistrierenRegistrieren
       ProfilProfil    Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen    LoginLogin 

Neue Antwort erstellen
Seite 1 von 1      
Autor Nachricht
Viper
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 6094

BeitragVerfasst am: Di Jun 12, 2012 17:33:01 
Titel: "Mutbürger in Uniform"
Antworten mit Zitat

dachte zuerst, ob ich diesen Thread ins "off-topic" stellen soll, dann aber, nein, ist topic, und man könnte nun sagen, Deutschland Du hast es besser..

Der frisch gewählte Bundespräsident Joachim Gauck hält eine vielbeachtete Rede zu seinem Antrittsbesuch bei der Bundeswehr...

Nun, ich meine, was der Mann sagt das hat Klasse und Format...

kleines Off-Topic: Hat man Derartiges schon mal in Österreich von einem Politiker vernommen zum Thema...( ich fürchte nicht...)



Zitat:
....

Gauck würdigte die Rolle der Bundeswehr als "Stütze unserer Freiheit", die fest in der Demokratie verankert sei. Sie sei eine "Armee des Volkes, im besten, eigentlichen Sinne, keine Parteienarmee, sondern eine Parlamentsarmee"......

....Zwar stehe die Bundeswehr mehr denn je unter der Beobachtung der Medien. Und doch sei sie im öffentlichen Bewusstsein nicht sehr präsent. Die Soldatinnen und Soldaten, die mit Gefahren für Leib, Seele und Leben in solche Einsätze geschickt würden, hätten aber einen Anspruch darauf "dass wir uns bewusst machen, was ihnen abverlangt wird und welche Aufgaben wir von ihnen in Zukunft erwarten", so der Bundespräsident.

Inzwischen gebe es wieder Kriegsversehrte in der Gesellschaft. Gauck: "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glückssüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen.".....

......Funktionierende Demokratie braucht nach Ansicht des Bundespräsidenten keine Freiheit, die als Hedonismus, Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit interpretiert wird. Sie brauche stattdessen Verantwortung und die selten gewordene "Bereitschaft zur Hingabe".

An die Zuhörer in der Führungsakademie gewandt, sagte Gauck: "Hier, in der Bundeswehr, treffe ich auf Menschen mit der Bereitschaft, sich für etwas einzusetzen – gewissermaßen auf 'Mut-Bürger’ in Uniform."....

...


http://www.welt.de/politik/deutschland/article106502496/Gauck-will-Gesellschaftsdebatte-zu-Bundeswehreinsaetzen.html
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Stadtpark-Hartmut
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 05.04.2010
Beiträge: 105
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: Mi Jun 13, 2012 21:28:21 
Titel: Alles schön und gut
Antworten mit Zitat

"dass wir uns bewusst machen, was ihnen abverlangt wird und welche Aufgaben wir von ihnen in Zukunft erwarten"

Sich in einer Gesellschaft bei strittigen ethischen Fragen zu einigen (Abtreibung, embryonale Stammzellen, PID, Organspende, Sterbehilfe "Patientenverfügung", Umgang mit Dementen (Fixierung/Sedierung)/ "gesetzliche Betreuung"; Sicherungsverwahrung von Sexualstraftätern; "finaler Rettungsschuss", Abschuss entführter Flugzeuge, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, "grosser Lauschangriff", Schweigepflicht, Vorratsdatenspeicherung etc. - in diesem Fall eben Auslandseinsätze der Bundeswehr / "Krieg und Frieden" ) ist das Eine.

Das Andere ist nachher das Gewissen der einzelnen Leute die davon betroffen sind: aus eigener Erfahrung als Krankenpfleger im Krankenhaus kann ich sagen, dass es mir im Einzelfall nur bedingt hilft, wenn ich weiss, wie der Patient, seine Angehörigen, die Gesellschaft oder das Gesetz zu bestimmten Sachen stehen - die psychische Belastung verschwindet ja deswegen nicht, nur weil man weiss, dass der Wille (in manchen Fällen der angenommene Wille) des Pat. so oder anders ist.

Das heisst jetzt nicht, dass es OK ist, gesetzliche Grauzonen zu haben, aber es ist eine Illusion zu glauben, man könnte jeden Fall im Einzelnen regeln (- die Bewertung von Einzelfällen macht im Zweifelsfall (leider oft im Nachhinein) der Richter), oder immer zu allem einen "bauchwehfreien" Konsens erzielen: im Gegenteil ist oft das möglichst gleichverteilte "Bauchweh" das Zeichen eines Konsenses.
Da ist dann allenfalls die Frage, wie tröstlich es für die "Ausführenden" ist, versichert zu bekommen, dass auch alle anderen die "Bauchschmerzen"/Gewissensbisse fühlen. Sowas kann man sowohl als Solidarität, aber auch als Heuchelei auslegen (im Sinne von: "Ihr habt eueren #### im Trockenen und haltet Betroffenheitsreden, während wir den Kopf dafür hinhalten müssen!").

Zu glauben, nur weil die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist, und es vor jedem Auslandseinsatz eine parlamentarische Debatte und Entscheidung geben muss, mache die Sache auf der Gewissensebene bzw. der Ebene der psychischen und seelischen Belastung der Ausführenden wesentlich einfacher ist ein Trugschluss (- man schaue sich mal die Anzahl der Suizide in den US-Streitkräften an).

Letztendlich läuft es auch bei der Fragestellung "Krieg und Frieden" oft auf eine Betrachtung der Verhältnismässigkeit von Mittel und Ziel hinaus (Situationsethik / Teleologie). Nur bei absoluten Pazifisten ist es eine Frage der Gesinnungsethik (Deontologie) - "kein Ziel rechtfertigt die Verwendung militärischer Mittel". Aber selbst eine grosse Zahl Gesinnungsethiker bei den Grünen konnten im Kosovokrieg zustimmen, da das Ziel "Verhinderung eines Völkermordes" ("Hufeisenplan" als "Auschwitz-Keule") dann plötzlich in der Gesinnung einen ähnlich hohen Stellenwert einnahm wie der Gewaltverzicht, so dass sogar ein Krieg ohne UN-Mandat sozusagen zur moralischen Pflicht werden konnte.

Letztendlich muss man sagen: wer sein Gewissen nicht auf täglicher Basis konfrontiert sehen will, sollte bei der Berufswahl aufpassen! Dann empfiehlt es sich, Berufe die mit Not und Leid zu tun haben auszulassen. Nur verantwortungsfreudigen Menschen ist sowas zu empfehlen: allerdings bleibt die Freude an der Verantwortung nur, wenn es oft genug Erfolgserlebnisse / "gute Ausgänge" gibt... - und dabei sind hohe Ideale / Zielvorstellungen eher kontraproduktiv.
Ich vermute mal, dass es der Lauf der Dinge ist, dass Menschen mit hohen Zielen entweder zu Grunde gehen, Zyniker werden (Mutter Theresa wird ja vorgeworfen, dass sie das Leiden christlich verklärt habe und gar nicht mehr ernsthaft versucht werde, den Menschen zu helfen...), oder sich am Ende mit den Verhältnissen arrangieren... - was nicht unbedingt Sinn der Sache ist, wenn man in eine Situation hineingeht / geschickt wird, um die Lage zu verbessern.
Die Frage ist dann: tritt der "Erfolg" nicht ein, weil nicht genügend (oder nicht die richtigen) Mittel zur Verfügung gestellt wurden (vgl. die Forderung von Generälen nach mehr Truppen mit den Forderungen der Beschäftigten in den Krankenhäusern nach besseren Arbeitsbedingungen), oder ob nicht von vorneherein einfach die Ziele zu hoch gesteckt wurden.

(( Leider ist die Definition von Zielen, und was als "Erfolg" betrachtet werden kann nicht ausschliesslich die Domäne des Willens: wenn sich das Erreichen eines vorgegebenen Zieles "falsch"anfühlt, und vermeintliche Erfolge sich hohl anfühlen (oder einfach wie Niederlagen), dann deshalb, weil man eben nicht vollständig Herr über seine Gefühle und Moralvorstellungen ist, und es somit erhebliche Probleme geben kann, wenn man sie versucht mit den "offiziellen" (- sei es befohlenen oder im Konsens gefundenen - ) Zielen in Deckung zu bringen. ----- ich glaube dieser Edit war einer zu viel; trotzdem will ich den Gedankengang nicht ganz wegwerfen; mal sehen, vielleicht lösch ich das Geschwurbel später wieder. ))

P.P.S.: heute müsste ja schon jeder Banker und Versicherungsvertreter Gewissensbisse haben, und jede Supermarktverkäuferin, die am Ende des Tages noch geniessbare Lebensmittel in den Müll werfen muss...

Da kann der Gauck noch viele (Sonntags-)Reden halten...
_________________
Contradictions do not exist. Whenever you think you are facing a contradiction, check your premises. You will find that one of them is wrong.

Ayn Rand
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
HPM
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 17.08.2004
Beiträge: 680
Wohnort: Boston, USA

BeitragVerfasst am: Mi Jun 13, 2012 23:10:24 
Titel: Re: Alles schön und gut
Antworten mit Zitat

Stadtpark-Hartmut hat folgendes geschrieben:
"...man schaue sich mal die Anzahl der Suizide in den US-Streitkräften an....


Nicht auf die Medien hereinfallen - die Suizide in den US-Streitkraeften sind nur hoeher im Vergleich zur niedrigen Suizidraten der allgemeinen US Bevoelkerung!!

Oesterreich ZB hat eine 30% hoehere Selbstmordrate als die USA - und siehe da die Suizidrate der US Streitkraefte liegt noch UNTER jener Oesterreichs Gesamtbevoelkerung!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raveman
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 08:40:51 
Titel:
Antworten mit Zitat

Laut Statistik Austria haben in Österreich 2010 1261 Menschen bzw. 15,1 Menschen pro 100.000 Einwohner Suizid begangen. Die Suizidrate sinkt seit 1986 konstant.

In den USA haben 2005 11 Menschen pro 100.000 Einwohner Suizid begangen.

Die hohe Suizidrate in den US-Streitkräften ist darauf zurückzuführen dass die US-Soldaten sehr schlecht auf die Einsätze vorbereitet werden. Auch die psychische Betreuung während und nach den Einsätzen wird komplett vernachlässigt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lord Helmchen
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1742
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 09:25:40 
Titel:
Antworten mit Zitat

Raveman hat folgendes geschrieben:
Die hohe Suizidrate in den US-Streitkräften ist darauf zurückzuführen dass die US-Soldaten sehr schlecht auf die Einsätze vorbereitet werden. Auch die psychische Betreuung während und nach den Einsätzen wird komplett vernachlässigt.


Das VOR den Einsätzen mag zum Teil richtig sein. Aber die NACHbetreuung ist um ein vielfaches besser, nein besser als es je war!! Kein Vergleich mit Nam Zeiten und so, da war garnix.....
Da gabs mal ne Interessante Doku, muss ich mal rauskramen. Kurzum die Psychologische Nachbetreuung ist bestens. Suizide wird trotzdem geben bei aller Betreuung, weil ZWINGEN kannst ja niemanden in die Betreuung......

Weiteres NegativBsp. Falkland......
Aktuell Negativ, Deutschland. Da gibts auch nix.....

Eigentlich ne Frechheit......Wennst an Unfall/raubüberfall o.Ä. hast gibts Betreuung ohne Ende (Opfer und Täter im übrigen). Kommst aus dem Krieg, kannst selber damit fertig werden, DAS IST EINE SAUEREI.

Das Problem ist "De-Programmierung".......das kam in der Doku recht gut rüber, da hat ein NamVet gemeint "Ich wurde nie De-Programmiert" war irgendwie immer noch in Nam, Jahrzehnte lang!. Hat nix auf die Reihe gekriegt usw. kam dann in Betreung und BAM es ging dann wieder (vereinfacht)......war aber auch erst eine Nachwirkung von Irak und Afg. Also es hat sich was getan, so ist's nicht
_________________
"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Raveman
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 10:14:21 
Titel:
Antworten mit Zitat

Lord Helmchen hat folgendes geschrieben:
Aktuell Negativ, Deutschland. Da gibts auch nix.....


Also ganz so ists auch nicht:

Zitat:
"Psychologische Betreuung von Soldaten im Auslandseinsatz ausreichend"


http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/992494/

Zitat:
Innerhalb der Bundeswehr trägt eine ganze Reihe von Stellen und Einrichtungen gemeinsam zum Erhalt, zur Stabilisierung und zur Wiederherstellung der psychischen Gesundheit von Einsatzsoldaten bei


http://www.angriff-auf-die-seele.de/cms/hilfe/psychosoziales-netzwerk/54-psychologische-hilfe-von-der-bundeswehr.html

Zitat:
Reportage Teil 4: Psychologische Betreuung (Video)


http://soldatenglueck.de/2011/07/28/61690/reportage-teil-4-edith-kellner-kummert-sich-um-die-wunden-der-seelen-video/

Zitat:
Traumatisierte Soldaten – Bundeswehr leidet unter dem Mangel an Psychiatern


http://soldatenglueck.de/2010/11/11/46440/traumatisierte-soldaten-bundeswehr-leidet-unter-dem-mangel-an-psychiatern/

Und von der LAVAK:

Zitat:
Psychologische Betreuung im Auslandseinsatz am Beispiel KOSOVO


http://www.bmlv.gv.at/pdf_pool/publikationen/08_pba_01_au2.pdf
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Zuckerbäcker
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 1789

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 13:03:14 
Titel:
Antworten mit Zitat

HPM hat folgendes geschrieben:
Stadtpark-Hartmut hat folgendes geschrieben:
"...man schaue sich mal die Anzahl der Suizide in den US-Streitkräften an....


Nicht auf die Medien hereinfallen - die Suizide in den US-Streitkraeften sind nur hoeher im Vergleich zur niedrigen Suizidraten der allgemeinen US Bevoelkerung!!

Oesterreich ZB hat eine 30% hoehere Selbstmordrate als die USA - und siehe da die Suizidrate der US Streitkraefte liegt noch UNTER jener Oesterreichs Gesamtbevoelkerung!


Der Unterschied der allgemeinen Selbstmordrate zwischen USA (12 - 2009) und Österreich (15 - 2010); jeweils per 100tsd. liegt aber signifikant unter der spezifischen Selbstmordrate der Militärangeörigen der USA, wenn die Berichte der Wahrheit entsprechen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/immer-mehr-selbstmorde-unter-us-soldaten-a-837659.html hat folgendes geschrieben:
In den ersten 155 Tagen dieses Jahres töteten sich 154 Soldaten. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


Das wären dann im Jahr ca. 360 Selbstmordfälle, umgerechnet auf die Streitkräftegröße (1.4 Mio.) wären das ca. 25 Suizidfälle pro 100tsd. im Jahr, also beträchtlich mehr als die allgemeine Rate der beiden Länder.

Zitat:
Die hohe Suizidrate in den US-Streitkräften ist darauf zurückzuführen dass die US-Soldaten sehr schlecht auf die Einsätze vorbereitet werden. Auch die psychische Betreuung während und nach den Einsätzen wird komplett vernachlässigt.


Ich glaube als Grundbelastung kann höchst "gewöhnlicher" Leidensdruck angenommen werden, wie z.B. die ferne zur Heimat, die Trennung von Familie und Freunden, der Abschied von vertrauten Lebensgewohnheiten, etc. Die Sonderbelastungen kommen da "nur" noch hinzu.

Man denke einmal an die Suizide im Zuge des AssE GRÜ, da gabs keine kampfbedingten Belastungen und auch nur innerösterreichische Entfernungen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lord Helmchen
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1742
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 13:54:26 
Titel:
Antworten mit Zitat

@Raveman:
Also der STERN-Artikel (jaja) den ich letztens gelesen habe lässt anderes vermuten.....naja seis drum

@Zuckerbäcker
[quote="Zuckerbäcker]Ich glaube als Grundbelastung kann höchst "gewöhnlicher" Leidensdruck angenommen werden, wie z.B. die ferne zur Heimat, die Trennung von Familie und Freunden, der Abschied von vertrauten Lebensgewohnheiten, etc. Die Sonderbelastungen kommen da "nur" noch hinzu.

Man denke einmal an die Suizide im Zuge des AssE GRÜ, da gabs keine kampfbedingten Belastungen und auch nur innerösterreichische Entfernungen.[/quote]

Das bringts irgendwie auf den Punkt, braucht man ansich nimma weiter drüber reden....
_________________
"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
HPM
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 17.08.2004
Beiträge: 680
Wohnort: Boston, USA

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 14:27:56 
Titel:
Antworten mit Zitat

Zuckerbäcker hat folgendes geschrieben:
HPM hat folgendes geschrieben:
Stadtpark-Hartmut hat folgendes geschrieben:
"...man schaue sich mal die Anzahl der Suizide in den US-Streitkräften an....


Nicht auf die Medien hereinfallen - die Suizide in den US-Streitkraeften sind nur hoeher im Vergleich zur niedrigen Suizidraten der allgemeinen US Bevoelkerung!!

Oesterreich ZB hat eine 30% hoehere Selbstmordrate als die USA - und siehe da die Suizidrate der US Streitkraefte liegt noch UNTER jener Oesterreichs Gesamtbevoelkerung!


Der Unterschied der allgemeinen Selbstmordrate zwischen USA (12 - 2009) und Österreich (15 - 2010); jeweils per 100tsd. liegt aber signifikant unter der spezifischen Selbstmordrate der Militärangeörigen der USA, wenn die Berichte der Wahrheit entsprechen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/immer-mehr-selbstmorde-unter-us-soldaten-a-837659.html hat folgendes geschrieben:
In den ersten 155 Tagen dieses Jahres töteten sich 154 Soldaten. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


Das wären dann im Jahr ca. 360 Selbstmordfälle, umgerechnet auf die Streitkräftegröße (1.4 Mio.) wären das ca. 25 Suizidfälle pro 100tsd. im Jahr, also beträchtlich mehr als die allgemeine Rate der beiden Länder.


Die Rechnung ist nicht richtig, da in den '1 per day' also 365 pro Jahr Selbstmordfaellen der US Streitkraefte auch die 1.4 Mio National Guard und Reserve Einheiten enthalten sind die seit Jahren ebenfalls in den Kriegen eingesetzt wurden.

Mehr als 30% der 150 Faelle heuer bisher sind von Mitgliedern der 1.4 Mio Reserve/NG Units.

Du musst also von 2.8 Mio Soldaten ausgehen - sind also ca. 13 pro 100,000 und Jahr.

Wie gesagt hoeher als US Bev aber niedriger als AUT Bev.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Lord Helmchen
ist immer hier
ist immer hier


Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 1742
Wohnort: Dornbirn, Vlbg., Österreich, Europa, Dreckskugel

BeitragVerfasst am: Do Jun 14, 2012 15:43:11 
Titel:
Antworten mit Zitat

Zahlen-HickHack, der nix bringt........

Die Rate ist, gemessen an den Umständen als gering zu Bezeichnen, mMn.
Sein sollte es trotzdem nicht.
Aber im Vergleich zu, um mal bei den US Streitkräften zu bleiben, zu den Raten der anderen Kriege (WW2. Korea, Vietnam) ein komplett anderes Bild. Weil's die Im Pentagon überrissen haben! Hat auch lange genug gedauert!
_________________
"I wish I was a neutron bomb, for once I could go off!"
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:    Seite 1 von 1      
Neue Antwort erstellen
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group