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Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
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Wohnort: Zwenkau

BeitragVerfasst am: So Jun 05, 2011 09:26:17 
Titel: US Navy
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Irgendwie fehlt uns hier ein Thread. Passenderweise gibt's zum Anfang gleich die nächste JFK ... Ich hatte mir ja eigentlich eine neue Enterprise gewünscht

Am 29. Mai gab Marineminister Ray Mabus den Namen des nächsten amerikanischen Flugzeugträgers (CVN 79) mit JOHN F. KENNEDY bekannt.

CVN 79 wird das zweite Schiff der neuen GERALD R. FORD-Klasse und soll nach gegenwärtiger Planung 2018 fertig gestellt werden. Die nach dem 35. Präsidenten der USA benannte KENNEDY soll dann die seit 1975 aktive NIMITZ (CVN 6cool bei der Flotte ablösen. Der Name JOHN F. KENNEDY wird damit bereits zum zweiten Mal für einen US-Flugzeugträger vergeben. 1968 war die erste, noch konventionell angetriebene JOHN F. KENNEDY (CV 67) in Dienst gestellt worden. Sie wurde 2007 ausgemustert.

Die alte KENNEDY hatte als einziger Flugzeugträger der US Navy ihren Heimathafen in Mayport, Florida. Die Ausmusterung des riesigen Schiffes hatte natürlich Auswirkungen auf die dortigen kommunalen Finanzen. Nach erfolgreicher Lobbyarbeit örtlicher Politiker hat die US Navy zugesagt, erneut einen ihrer Flugzeugträger in Mayport zu stationieren. Als Termin wird derzeit 2019 genannt. Da kann es kaum verwundern, dass angesichts der geplanten fast zeitgleichen Fertigstellung / Indienststellung der neuen JOHN F. KENNEDY sofort Spekulationen aufkommen.


Während in den USA die Anzahl der benötigten Flugzeugträger kontrovers diskutiert wird (müssen es wirklich mindestens elf sein?), sehen sich die zur Zeit in Dienst befindlichen Träger vor einer Erhöhung ihrer Einsatzbelastung.

Nach einer Neubewertung der sicherheitspolitischen Entwicklung in der Region Nah-/Mittelost fordert das US Central Command für die kommenden Jahre eine Flugzeugträgerpräsenz mit dem Faktor 1,7.

Zur Erläuterung: 1,0 würde die Präsenz eines Trägers über die gesamten 12 Monate eines Jahres erfordern. Diese bisherige Rate wurde durch einen routinemäßig alle sechs Monate abzulösenden Träger erreicht. Besonderen Entwicklungen wurde durch kurzfristige Verlegung weiterer Träger in so genannten „Surge Deployments“ Rechnung getragen.

Der neue Faktor fordert über neun Monate eines Jahres die Präsenz von zwei Flugzeugträgern; drei Monate will man sich mit einem Schiff begnügen bzw. dieses bei Bedarf durch „Surge Deployments“ ergänzen. Marinebefehlshaber Admiral Gary Roughead hat die Flotten angewiesen, die vom CENTCOM geforderte neue Einsatzrate „in den kommenden Jahren“ zu erfüllen. Die üblichen Sechs-Monats-Einsätze dürften für die Flugzeugträger - und natürlich auch für die zu den jeweiligen Carrier Strike Groups gehörenden anderen Schiffe - damit der Vergangenheit angehören. Bei den Besatzungen und ihren Familien werden deutlich verlängerte Abwesenheiten von der Heimat sicher keine Begeisterung auslösen.

Um in künftigen Einsätzen möglicherweise fehlende Abstützmöglichkeiten auf Häfen zu kompensieren, hatte die US Navy 2009 die Entwicklung so genannter Mobile Landing Platforms (MLP) eingeleitet.

Im Gegensatz zu früheren Konzepten, die meist riesige über See in ein Einsatzgebiet zu schleppende und dort zu verankernde Plattformen vorsahen, setzt das MLP-Projekt auf ein großes Schiff, das problemlos aus eigener Kraft über globale Entfernungen verlegen und US-Kriegs- und Hilfsschiffen eine Möglichkeit zum Güterumschlag abseits von Hafeninfrastruktur geben kann. Forderungen der US-Navy beinhalten eine Hubschrauberlandefläche, Rampe und „Stellplätze“ für LCAC Luftkissenboote, sowie Be- und Entladevorrichtungen für einen Güterumschlag (Ship-to-Ship Transfer) von großen Prepositioning Ships, Versorgern der LEWIS AND CLARK-Klasse und neu zu beschaffenden strategischen Transportschiffen (JHSV - Joint High Speed Vessel). Jüngste Informationen nennen als technische Daten eine Länge von 233m bei einer Verdrängung von „mehr als 60.000 ts“. Die MLP sollen bei einer Reisegeschwindigkeit von 20 Knoten eine operative Reichweite von etwa 9.000 sm haben. Sie werden den drei weltweit strategisch positionierten Maritime Prepositioning Forces zugeteilt und sollen als „Pier in See“ Kernelement des Seabasing Konzepts der US Navy und des US Marine Corps werden.

2009 erhielt General Dynamics NASSCO einen mit 3,5 Mio. dotierten Auftrag für erste, grundlegende Designarbeiten erhalten; im vergangenen Jahr bewilligte das US Verteidigungsministerium eine erste Tranche von 115 Mio. US-Dollar zur Fertigstellung des endgültigen Designs und auch bereits zu Beschaffung erster Materialien. Am 31. Mai kam nun der offizielle, mit etwas mehr als 500 Mio. Euro dotierte Auftrag zum Bau von zwei MLP. Ein drittes (Option) wird wahrscheinlich noch folgen. Der erste Neubau soll unmittelbar auf Kiel gelegt werden und schon im Frühjahr 2013 geliefert werden (frühere Planungen sprachen noch von 2015).

Quelle: Marineforum
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Mi Jun 08, 2011 20:41:35 
Titel: auf dieser web-site
Antworten mit Zitat

kommt man zu den Quellen...

http://www.navy.mil/swf/index.asp
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Di Jul 12, 2011 18:29:14 
Titel: der gute Prometheus
Antworten mit Zitat

hat mich auf einen sehr guten Kommentar zum Thema im "Tschörnl" hingewiesen, den ich hiermit on behalf of Prometheus posten will..



Zitat:



The Necessity of U.S. Naval Power

Our maritime forces provide an unmatched advantage.

By GORDON ENGLAND, JAMES L. JONES, AND VERN CLARK

All our citizens, and especially our servicemen and women, expect and deserve a thorough review of critical security decisions. After all, decisions today will affect the nation's strategic position for future generations.

The future security environment underscores two broad security trends. First, international political realities and the internationally agreed-to sovereign rights of nations will increasingly limit the sustained involvement of American permanent land-based, heavy forces to the more extreme crises. This will make offshore options for deterrence and power projection ever more paramount in support of our national interests.

Second, the naval dimensions of American power will re-emerge as the primary means for assuring our allies and partners, ensuring prosperity in times of peace, and countering anti-access, area-denial efforts in times of crisis. We do not believe these trends will require the dismantling of land-based forces, as these forces will remain essential reservoirs of power. As the United States has learned time and again, once a crisis becomes a conflict, it is impossible to predict with certainty its depth, duration and cost.

That said, the U.S. has been shrinking its overseas land-based installations, so the ability to project power globally will make the forward presence of naval forces an even more essential dimension of American influence.

What we do believe is that uniquely responsive Navy-Marine Corps capabilities provide the basis on which our most vital overseas interests are safeguarded. Forward presence and engagement is what allows the U.S. to maintain awareness, to deter aggression, and to quickly respond to threats as they arise. Though we clearly must be prepared for the high-end threats, such preparation should be made in balance with the means necessary to avoid escalation to the high end in the first place.

The versatility of maritime forces provides a truly unmatched advantage. The sea remains a vast space that provides nearly unlimited freedom of maneuver. Command of the sea allows for the presence of our naval forces, supported from a network of shore facilities, to be adjusted and scaled with little external restraint. It permits reliance on proven capabilities such as prepositioned ships.

Maritime capabilities encourage and enable cooperation with other nations to solve common sea-based problems such as piracy, illegal trafficking, proliferation of W.M.D., and a host of other ills, which if unchecked can harm our friends and interests abroad, and our own citizenry at home. The flexibility and responsiveness of naval forces provide our country with a general strategic deterrent in a potentially violent and unstable world. Most importantly, our naval forces project and sustain power at sea and ashore at the time, place, duration, and intensity of our choosing.

Given these enduring qualities, tough choices must clearly be made, especially in light of expected tight defense budgets. The administration and the Congress need to balance the resources allocated to missions such as strategic deterrence, ballistic missile defense, and cyber warfare with the more traditional ones of sea control and power projection. The maritime capability and capacity vital to the flexible projection of U.S. power and influence around the globe must surely be preserved, especially in light of available technology. Capabilities such as the Joint Strike Fighter will provide strategic deterrence, in addition to tactical long-range strike, especially when operating from forward-deployed naval vessels.

Postured to respond quickly, the Navy-Marine Corps team integrates sea, air, and land power into adaptive force packages spanning the entire spectrum of operations, from everyday cooperative security activities to unwelcome—but not impossible—wars between major powers. This is exactly what we will need to meet the challenges of the future.

Mr. England is a former secretary of the Navy. Mr. Jones is a former commandant of the Marine Corps. Mr. Clark is a former chief of naval operations.




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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Di Jul 12, 2011 20:08:11 
Titel:
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Grosse Atomträger sind nicht nutzlos und ein ding von gestern!
im gegenteil die kosten/nutzenrechnung gewinnen sie immer, auch was flexiblität betrifft sind sie ungeschlagen.
Kein Marchflugkörper werfendes schiff oder uboot kann da mithalten.

Das echte problem sind die Air Wings, wo in den letzten 30 Jahre mit der Ausserdienststellung eines Fliegers deren Mission auch aufgeben wurde:

Keine Tanker
Keine Abfangjäger
keine Langstreckenbomber die viel tragen können und/oder schnell sind und/oder stealth sind
Keine ubootjäger
keine Waffen zur bekämpfung eines "State of the Art" schiffes
usw.
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Di Jul 12, 2011 21:05:10 
Titel: Dir kann geholfe werden!
Antworten mit Zitat

Prometheus hat folgendes geschrieben:
Keine Tanker.
Wie man´s nimmt; F/A-18E tun´s notfalls auch. Sind sogar so schnell wie das Strike Package.

Keine Abfangjäger
Damit gewinnt man heute außer gegen China und Indien sowieso keinen Blumentopf mehr. Die meisten Luftwaffen hören sowieso nach 4 Stunden Beschuß durch Marschflugkörper und ähnliches auf, taktisch relevante Einheiten zu sein.

keine Langstreckenbomber die viel tragen können und/oder schnell sind und/oder stealth sind
Also damit sollte BALD Schluß sein; sobald die Einsatzversion der X-47B verfügbar ist. Fragt sich nur noch, ob sich die Navy die Dinger in ausreichender Stückzahl wird je leisten können.

Keine U-Bootjäger:
Wie groß ist da wirklich noch die Bedrohung? Hat die U. S. Navy nicht permament eine größere Zahl an Boomers und Jägern im Einsatz als anderen Navies zusammen?

Keine Waffen zur Bekämpfung eines "State of the Art" Schiffes usw.
Bitte um Definition eines ebensolchen...

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Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)
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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Di Jul 12, 2011 23:03:16 
Titel:
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Zitat:
Wie man´s nimmt; F/A-18E tun´s notfalls auch. Sind sogar so schnell wie das Strike Package.


durstige die durstige befüllen oder reichweiten wie damals im 2.Weltkrieg.

Zitat:
Damit gewinnt man heute außer gegen China und Indien sowieso keinen Blumentopf mehr. Die meisten Luftwaffen hören sowieso nach 4 Stunden Beschuß durch Marschflugkörper und ähnliches auf, taktisch relevante Einheiten zu sein.


Schon richtig, nur wenn der überschalljäger der nichtmal überschall schafft mal auf den Gegner trifft wird blöd...

Zitat:

Also damit sollte BALD Schluß sein; sobald die Einsatzversion der X-47B verfügbar ist. Fragt sich nur noch, ob sich die Navy die Dinger in ausreichender Stückzahl wird je leisten können.


Ich füll mich ja schon wie maxwell. selbst die hamas kann eine x-47B ausknippsten dank ECM & Co.
eine Drohne ist kein ersatz für einen "echten" flieger ala
A-6, A-12 & A-5

Zitat:
Wie groß ist da wirklich noch die Bedrohung? Hat die U. S. Navy nicht permament eine größere Zahl an Boomers und Jägern im Einsatz als anderen Navies zusammen?


Was nutz mir eine 30 jahre alte 688er wenn mir eine 200 millionen dollar KILO den träger beschädigt sowas flugoperationen unmöglich werden?

Zitat:
Bitte um Definition eines ebensolchen...


muss nichtmal in diesem Jahrhundert gebaut sein, gibts genug weltweit und werden exportiert...
gibt mehr als genug schiffe mit denen mal mit HARM oder uralt-Harpoon nicht fertig wird und selbst die SSNs haben keine abstandswaffen müssen also nahe ran...

edit:
wozu noch eine Trägergruppe um 12 Mrd. und mehr wenns erst die AF und landgestütze flieger brauchst?
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Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
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Wohnort: Zwenkau

BeitragVerfasst am: So Sep 25, 2011 13:29:46 
Titel:
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Die zu General Dynamics gehörende Bath Iron Works (BIW) in Bath (Maine) freut sich über den von der US Navy nun offiziell erteilten Auftrag zum Bau von zwei Zerstörern der DDG-1000 ZUMWALT-Klasse.

Zwar hatten vorbereitende Arbeiten an der MICHAEL MONSOOR (DDG-1001) und an DDG-1002 (für den noch kein Name fest steht) schon begonnen, aber erst der am 15. September erteilte Auftrag bringt die beiden Schiffe endgültig „in trockene Tücher“. Die MONSOOR soll 2015 geliefert werden, DDG-1002 drei Jahre später folgen. Schon seit zwei Jahren baut BIW am Typschiff der Klasse. DDG-1000 ZUMWALT soll im April 2013 an die US Navy übergeben werden und in 2015 vorläufige operative Einsatzreife erlangen.

Mit den drei Schiffen endet dann aber auch schon der Bau von Zerstörern der ZUMWALT-Klasse, von denen die US Navy ursprünglich insgesamt 34 bei BIW und Northrop Grumman’s Ingalls (heute Huntington Ingalls) in Pascagoula (Mississippi) zu bauende Einheiten beschaffen wollte. Mit ausgeprägten Stealth-Eigenschaften, modernsten Technologien (elektrischer Antrieb) und immenser Feuerkraft gegen weit entfernte Landziele (155-mm Advanced Gun System mit mehr als 150 km Reichweite) sollten sie als Schiffe einer neuen Generation die seit Anfang der 1990er Jahre gebauten Aegis-Zerstörer der ARLEIGH BURKE-Klasse ersetzen und die US-Navy weit ins 21. Jahrhundert tragen.

Verdreifachte Baukosten und schließlich offenbar auch grundlegende Designfehler setzten 2009 dem Vorhaben Bau ein abruptes Ende. Anfänglich sollte ein Schiff „nur“ etwa 1,5 Mrd. Euro kosten. Im Sommer 2006 hatte sich diese ohnehin schon erkleckliche Summe bereits verdoppelt. Das Projekt stand kurz vor dem Abbruch, wurde schließlich auf nur noch sieben Schiffe zusammen gestrichen. Ein dritter Zerstörer wurde in den Haushalt 2009 eingestellt; weitere vier sollten in den Folgejahren beantragt werden. Die Baukosten stiegen allerdings weiter, und überdies sollen sich bei Erprobungen eines maßstabsgerechten Modells erhebliche Stabilitätsdefizite gezeigt haben. So sollte DDG-1000 nicht groß genug sein, die als zentrales Element vorgesehenen Radaranlagen zur Raketenabwehr zu tragen, werde bei deren Einrüstung zu topplastig. Probleme soll es auch mit der futuristischen Rumpfform (Bug) gegeben haben, die das Schiff bei bestimmten Wellensituationen angeblich komplett unterschneiden lässt.

Die US Navy zog die Notbremse. Im Juli 2009 entschied man zunächst, es bei den zwei fest bestellten Zerstörern zu belassen, mit Blick auf wirtschaftliche Interessen wurde dann noch das ohnehin im Haushalt vorgesehene dritte Schiff zugestanden. Alle drei Schiffe werden bei BIW gebaut. Als Alternative für die gestrichenen Zerstörer wurde die Auflage eines vierten Loses von Zerstörern der ARLEIGH BURKE-Klasse beschlossen, von denen dann auch die ansonsten ohne Anschlussaufträge da stehende Werft in Pascagoula einige bauen wird.

Die drei fertig zu bauenden DDG-1000 sollen nun als „Technologiedemonstrator“ für künftige Kriegsschiffe dienen. Die Nutzung der ZUMWALT-Zerstörer in der praktischen Erprobung neuer Technologien soll helfen, Fehlentwicklungen möglichst früh zu erkennen und so mit der Beschaffung neuer Kriegsschiffe verbundene Risiken zu minimieren.

Quelle: Marineforum
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
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BeitragVerfasst am: So Okt 02, 2011 16:10:21 
Titel:
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Das Staatsdefizit der USA hat zwischenzeitlich die 14.000 Milliarden (14 Billionen) Dollar Marke erreicht. Alle Parteien sind sich einig, dass es so nicht weiter gehen kann. Anlässlich der Erhöhung der amerikanischen Schuldengrenze am 1. August wurden folglich Kürzungen in Höhe von 2.100 bis 2.400 Milliarden Dollar im Bundeshaushalt vereinbart.

Die Kürzungen sind in zwei Ausgabenkategorien unterteilt: »Sicherheitsausgaben« und »übrige Ausgaben«. Die Kategorie »Sicherheitsausgaben« umfasst sowohl das Verteidigungsministerium wie auch das Veteranenministerium, das Ministerium für Heimatschutz, die Atomsicherheitsbehörde, die Geheimdienste sowie das Außenministerium. Es wird erwartet, dass der weitaus größte Teil der Kürzungen in dieser Kategorie beim Verteidigungsministerium vorgenommen wird.

Die Etatreduzierungen sollen über zehn Jahre hinweg in den Fiskaljahren 2012 bis 2021 durchgeführt werden. Sie werden in zwei Schritten festgelegt.

Im ersten Schritt wurde Anfang August beschlossen, über zehn Jahre hinweg 917 Milliarden Dollar aus der Etatplanung zu schneiden. Hiervon entfallen 350 Milliarden Dollar auf den Verteidigungsetat. Weitere Kürzungen in Höhe von 1.500 Milliarden Dollar sollen bis zum 23. November durch ein überparteiliches Komitee festgelegt werden. Es steht dem Ausschuss frei festzulegen, wie hoch der Anteil der Verteidigungsausgaben im Rahmen dieser zweiten Kürzungsrunde ausfallen soll, doch wird allgemein erwartet, dass das Pentagon deutlich weniger als die Hälfte der Einbußen tragen muss.

Falls sich die Ausschussmitglieder aber nicht auf die Verteilung der Kürzungen unter den verschiedenen Ressorts einigen können – oder falls der Kongress den Vorschlägen des Komitees nicht bis zum 23. Dezember zustimmt – werden ab 2013 automatisch Kürzungen in Höhe von 1.200 Milliarden Dollar in Kraft treten. Die Hälfte dieser automatischen Kürzungen würde den Sektor Sicherheitsausgaben betreffen. Je nachdem, wie die Etatverhandlungen ausfallen, drohen dem Pentagon im schlimmsten Fall also bis zu 950 Milliarden Dollar Ausfall im Zeitraum 2012 bis 2021.

Zur Orientierung: Der Basisverteidigungshaushalt (also ohne Berechnung der Kosten für laufende Einsätze in Irak oder in Afghanistan) betrug im Fiskaljahr 2010 rund 530 Milliarden Dollar. Aufgrund des parteipolitischen Streits zwischen Republikanern und Demokraten konnte 2011 überhaupt kein Verteidigungsetat verabschiedet werden, woraufhin das Pentagon im Fiskaljahr 2011 durch eine so genannte »kontinuierliche Resolution« des Kongresses Gelder in Vorjahreshöhe bewilligt bekam.

Die nun vorgesehenen Kürzungen beziehen sich allerdings nicht auf den aktuellen Etat, sondern auf die langfristig geplanten Etatsätze des Pentagons, die bislang jährliche Steigerungen von mehreren Prozent vorsahen. Beispielsweise hatte die Regierung für Fiskaljahr 2012 ursprünglich einen Pentagon- Basisetat von 553 Milliarden Dollar beantragt, was eine nominale Anhebung um circa 4,3 Prozent gegenüber dem letzten bewilligten Etat entsprach. Bis 2015 sollte der Wehretat nach bisheriger Planung auf 620 Milliarden Dollar anwachsen.

Die im August beschlossene erste Kürzungsrunde in Höhe von 350 Milliarden Dollar bewirkt für sich also keine echte Reduzierung des Verteidigungshaushalts, sondern eine mehrjährige »Nullrunde« ohne Etatsteigerung. Angesichts der Tatsache, dass die Verteidigungsausgaben – ob Personal-, Wartungs-, Betriebs- oder Beschaffungskosten – fasst alle wesentlich schneller als die Inflationsrate steigen, bedeutet aber bereits eine Nullrunde eine de facto Kürzung.

Die Auswirkungen könnten zum Teil durch Rationalisierungsmaßnahmen der Streitkräfte abgefangen werden. Falls wesentliche Einschnitte über die 350 Milliarden hinaus beschlossen werden, muss aber mit einer merklichen Leistungsschwächung des Militärs gerechnet werden, erklärte Verteidigungsminister Leon Panetta am 16. August. Das schlimmste aller Szenarien, Gesamtkürzungen von annähernd 1.000 Milliarden Dollar über zehn Jahre, würden ernsthafte Lücken in die Verteidigungsfähigkeit der USA reißen, warnte Panetta.

Noch steht nicht fest, wie die beschlossenen und potenziellen Kürzungen innerhalb des Militärs verteilt werden. Ehe über die Umsetzung der Kürzungen entschieden wird, will das Pentagon eine umfassende Bestandsaufnahme der Aufgaben und Fähigkeiten der US-Streitkräfte vornehmen. Dennoch steht fest, dass die US-Navy ihren Anteil an den Kürzungen tragen muss. Der republikanische Senator und Verteidigungsexperte John McCain, selbst ein pensionierter Marineoffizier, erklärte Ende Juli einige Tage vor Zustandekommen des Etatbeschlusses: »Meines Erachtens könnte die Navy aufgrund ihrer kostenintensiven Schiffbau-, Beschaffungs- und Wartungsetats diejenige Teilstreitkraft sein, die am stärksten [durch Budgetkürzungen] betroffen sein wird.«

Schon jetzt herrscht eine rege Debatte darüber, wo die Navy ihre Kürzungen vornehmen wird, und welche Auswirkungen diese Kürzungen haben werden.

Muskelschwund?

Bereits die am 1. August beschlossene erste Kürzungsrunde dürfte die Navy zwingen, Personal abzubauen und Schiffe auszumustern, erklärte der damalige Chief of Naval Operations (CNO), Admiral Gary Roughead, am 4. August. »Ich glaube, dass einige Änderungen an der Kräftestruktur vorgenommen werden. Es könnten durchaus einige [ältere] Schiffe [vorzeitig] ausgemustert werden, da muss man einfach durch«, erklärte Roughead gegenüber der Zeitung San Diego Union-Tribune. Personal könnte auch abgebaut werden. Dennoch würde die Navy trotz dieser »Anpassungen « imstande sein, ihre bisherigen Aufgaben weitgehend wahrzunehmen, sagte er.

Für den Fall, dass das Pentagon darüber hinaus weitere 600 Milliarden Dollar einbüßen muss, sieht Roughead grundlegende Auswirkungen auf die Navy voraus. »Dann schneiden Sie tief in die Muskelsubstanz. Das Ergebnis wäre eine völlig andere Navy, wohl ein völlig anderes Militär. Ausrichtung, Einsatzbereitschaft, Standorte, Umfang.«

Unter einem solchen Szenario gäbe es vieles, wozu die Navy nicht mehr imstande wäre. Unter anderem müsste die globale Präsenz der Flotte reduziert werden, sagte Roughead. Auch das Ziel, die Flotte von derzeit 285 auf mindestens 313 Schiffe auszubauen, wäre mit Sicherheit Makulatur. Die Ausweitung der Flotte sei aber erforderlich, erklärte Admiral Roughead. »Mit 285 Schiffen ist die Flotte so klein wie zuletzt 1916. Und ich glaube, dass unsere globalen Aufgaben damals nicht ganz das waren, was sie heute sind«, erklärte er bereits am 16. Juni.


Eine Teillösung wäre nach Meinung Rougheads die verstärkte Verwendung von Unterwasserdrohnen. Diese könnten einen erheblichen Teil der Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben übernehmen, die gegenwärtig durch Jagdunterseeboote wahrgenommen werden. Dann könnte die Navy mit einer kleineren U-Boot-Flotte auskommen, erklärte der Admiral.

»So viel ich weiß, liegt auch die Streichung von Flugzeugträgergruppen auf dem Tisch«, erklärte Todd Harrison vom Pentagon-nahen Forschungsinstitut Center for Strategic and Budgetary Assessments in Washington. »Von einer Entscheidung darüber ist man noch weit entfernt, aber man könnte von elf auf zehn oder sogar neun Trägergruppen abbauen. Es kommt ganz darauf an, wie tief greifend die Etatkürzungen sind.« Am 13. Juli räumte der damalige Stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Generalstabschefs, General James Cartwright, ein, dass das Pentagon – als eine Option unter vielen – erwägt, die neue GERALD R. FORD Flugzeugträgerklasse zu streichen, um Geld zu sparen.

Die Navy-Führung setzt sich allerdings geschlossen für den Erhalt der neuen Trägerklasse ein. »Im Rahmen des Libyenkonflikts hat die Navy wieder einmal nachgewiesen, wie flexibel und global unsere Flotte ist«, erklärte Navy Minister Ray Mabus vor Reportern. »Wir bieten dem Präsidenten Optionen für die Anwendung militärischer Gewalt.« Eine permanente Reduzierung auf zehn oder gar neun Flugzeugträger lehnt Mabus strikt ab.

Modernisierung streichen?

Noch bedeutender als der Erhalt der gegenwärtigen Flotte ist aber die Flotte von Morgen. »Besonders wichtig ist meines Erachtens, dass es keine Störungen bei der Einführung neuer Schiffe und Flugzeuge gibt«, betonte Admiral Roughead am 4. August. Die gegenwärtige Kriegsflotte besteht zu einem großen Prozentsatz aus Einheiten, die in den 1980er Jahren eingeführt wurden. Anfang des kommenden Jahrzehnts müssen sie abgelöst werden. Bereits bei früheren Anlässen betonte Roughead die Notwendigkeit der Einführung neuer Technologien, um der Bedrohung durch die globale Proliferation von fortgeschrittenen Waffensystemen und elektronischen Systemen entgegenzuwirken. »Dahin fließt ein Großteil unserer Investitionen«, erklärte er am 16. Juni vor dem Forschungsinstitut Center for Strategic and International Studies (CSIS).

Falls erhebliche zusätzliche Kürzungen durchgesetzt werden, wäre die Modernisierung der Flotte aber Makulatur, warnt der Marinespezialist Loren Thompson vom Lexington Institute. »Damit streichen sie die nächste Waffengeneration«, erklärte Thompson.

Damit ginge eine steigende Verwundbarkeit einher, die es infrage stellt, ob die Navy – oder das US-Militär allgemein – den strategischen Zielen und den internationalen Verpflichtungen der USA nachkommen kann. Anlässlich seiner Asienreise im Juni versicherte der damalige Verteidigungsminister Robert Gates beispielsweise den regionalen Partnerstaaten, dass die USA eine »robuste« Kräftepräsenz im Westpazifik aufrecht erhalten würden. Diese US-Kräfte sollten unter anderem über neue Hightech Waffensysteme verfügen, um Alliierte und Seewege zu schützen, erklärte Gates. Diese neue Technologie sei notwendig, um der Waffenentwicklung durch andere Länder entgegenzuwirken, die versuchen sollten, amerikanischen Kräften den Zugang zur Region und zu strategischen Seewegen zu versperren. »Amerikas Modernisierungsprogramme werden gewährleisten, dass wir weiterhin unsere Verpflichtungen als asiatisch- pazifische Macht des 21. Jahrhunderts erfüllen«, erklärte Gates. Dieses Bekenntnis zur asiatisch-pazifischen Präsenz bestätigte Außenministerin Hillary Clinton zwar am 16. August, doch wird zwischenzeitlich infrage gestellt, über welche Mittel die US-Flotte in zehn Jahren verfügen wird.

Admiral Mike Mullen erklärte am 15. August, kurz vor seiner Pensionierung, dass Beschaffungsprogramme, die wesentlich über ihrem vorgesehenen Etat liegen, »sehr gefährdet« seien. Mullen nannte keine Namen. Senator John McCain zeigt sich weniger zurückhaltend. »Falls die Leistung der Navy im Rahmen des Entwurfs und der Beschaffung ihrer Waffensysteme nicht besser wird, befürchte ich, dass sie die Unterstützung durch das amerikanische Volk und durch den Kongress verliert«, erklärte er. Er greift seit Längerem vor allem die Beschaffungsprogramme um den TSK-gemeinsamen Jagdbomber F-35 und um die Littoral Combat Ship Klasse aufgrund erheblicher Verzögerungen und massiver Kostensteigerungen an. Hinzu kommen nun auch verschiedene technische Mängel bei den ersten ausgelieferten Einheiten. »Die Fakten bezüglich des F-35 Programms sind wahrlich beunruhigend«, erklärte McCain bereits im Mai. »Kein Programm sollte davon ausgehen, angesichts einer derartigen Leistungsbilanz weitergeführt zu werden, vor allem nicht bei der aktuellen Fiskallage.«

Die Navy-Führung steht allerdings zu sämtlichen Beschaffungsprogrammen. Ob F-35, LCS oder die Flugzeugträger der FORD-Klasse, sie erbringen alle eine Leistungssteigerung oder eine Ausweitung des Fähigkeitsspektrums der Flotte, betonen Minister und Admiräle. Angesichts technologischer Entwicklungen bei potenziellen Gegnern braucht die USN die neuen Waffensysteme. »Irgendwann müssen wir einfach unsere Fähigkeiten voranbringen«, erklärte der neue CNO, Admiral Jonathan Greenert, auf die Kritik John McCains.

Überlastung und Wartungsmängel – bereits heute

Bereits jetzt steht die US-Navy unter extremer Belastung, erklärt Mackenzie Eaglen von der konservativen Stiftung Heritage Foundation. Die Flotte ist rund 15 Prozent kleiner als noch 1998, doch sind heute genauso viele Schiffe ständig auf See wie damals. Um dieses Einsatztempo von rund 100 ständig dislozierten Schiffen aufrecht zu erhalten, müssen die einzelnen Schiffe länger draußen bleiben. Infolge der höheren Belastung nehmen die Verschleißerscheinungen zu. Zum Beispiel weisen die Aufbauten aller 22 Kreuzer der Navy Risse auf, erklärten Vice Admiral William Burke (zuständig für sämtliche Navy Wartungsprogramme) und Vice Admiral Kevin McCoy (Kommandeur des Naval Sea Systems Command) am 12. Juli vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses.

Mehr als ein Drittel der im Einsatz befindlichen Kriegsschiffe und die Hälfte der im Heimathafen befindlichen Schiffe der Navy weisen technische Mängel bei mindestens einem wesentlichen Einsatzsystem auf. Die volle Einsatzbereitschaft dieser Schiffe ist beeinträchtigt, räumten die Admiräle ein. Mehr als 40 Prozent der Navy-Flugzeuge sind wegen Ersatzteilmangel und aufgeschobener Wartung ebenfalls nicht voll einsatzbereit.

Schuld an diesem Zustand ist nicht nur das hohe Einsatztempo, das zur Verschiebung von Wartungsmaßnahmen führt. Der Navy fehlt auch das Geld für die ordentliche Instandhaltung. Im Fiskaljahr 2011 – also vor Einführung der Etatkürzungen – wies das Materialerhaltungskonto der Navy ein Minus von 367 Millionen Dollar auf; der Posten Flugzeugwartung und -logistik stand mit 100 Millionen im Minus.

Bereits im Juli warnte Mackenzie Eaglen, dass eine weitere Reduzierung des Navy-Wartungsetats zur Folge haben könnte, dass die Navy nur noch imstande wäre, 50 bis 60 Schiffe gleichzeitig in See zu halten.

Prioritäten setzen – aber welche?

Letztendlich wird die Navy – wie Amerika insgesamt – Prioritäten setzen müssen.

»Meine Priorität wird es sein, die Einsatzbereitschaft zu wahren, um den Herausforderungen von Heute zu begegnen und gleichzeitig eine relevante und fähige Streitmacht von Morgen aufzubauen», erklärte Admiral Greenert während seiner Bestätigungsanhörung am 28. Juli. Um sämtliche Gewässer zu sichern und für die Schifffahrt der Welt offen zu halten, muss die Navy in Übersee präsent sein, Verbündete unterstützen und eine »militärische Offshore-Option« für die USA wahren, sagte er. Es wird schwierig sein, diese Prioritäten angesichts des aktuellen Etatklimas zu verwirklichen, räumte Greenert ein. »Wir müssen geradeheraus erklären, was wir künftig leisten können und was nicht.«

Pentagonsprecher Geoff Morrell formulierte ähnlich: »Nach Ansicht des Verteidigungsministers muss Risikomanagement bezüglich künftiger Bedrohungen und Herausforderungen betrieben werden; es müssen militärische Aufgaben identifiziert werden, auf die unsere Nation bereit ist, zu verzichten.«

Zu erwarten ist auf jeden Fall der Ruf nach einer größeren Lastenteilung durch die Verbündeten, vor allem die NATO.

Bis Weihnachten sollte feststehen, wie stark die Gesamtkürzungen am Pentagonhaushalt ausfallen. Es wird erwartet, dass die Streitkräfte im Verlauf des Frühjahrs 2012 darüber entscheiden, wie die Kürzungen umgesetzt werden. »Die Entscheidungen, die wir in den kommenden acht bis zehn Monaten treffen, werden Auswirkungen auf die nächsten Jahrzehnte haben«, erklärte Robert Work, Stellvertretender Marineminister, am 16. August.

Quelle: Marineforum
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Foxhound
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Anmeldungsdatum: 27.01.2007
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BeitragVerfasst am: So Nov 27, 2011 15:20:16 
Titel:
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Neben den Flugzeugträgereinsatzgruppen sind es vor allem auch die amphibischen Einsatzgruppen, die der US Navy die Fähigkeit zu globaler „Power Projection“ geben.

Nun hat am 21. November das US Congressional Budget Office einen Bericht zu den amphibischen Kräften der US Navy veröffentlicht. Untersucht wurde, in wie weit Anzahl, Größe (Fähigkeiten), Einsatzaufgaben (in Krieg und Frieden) und in der Praxis der letzten Jahre durchgeführte Einsätze der amphibischen Schiffe in Einklang stehen mit den Neubauvorhaben des 30-Year Shipbuilding Plan (SBP) 2012. Das Ergebnis liest sich alarmierend: in der Hälfte der nächsten 30 Jahre werden die amphibischen Kräfte der US Navy nicht zur Erfüllung aller geforderten Aufgaben ausreichen.

Zielvorgabe des SBP 2012 sind 33 amphibische Schiffe – von amphibischen Trägern bis zu Docklandungsschiffen und schnellen Transportschiffen (JHSV). 2012 wird die US Navy 30 solche Einheiten im Bestand haben, bis 2041 sollen dann 20 Neubauten zulaufen, dafür aber 22 Schiffe ausgemustert werden. Schon dies zeigt, dass die Rechnung mit 33 Schiffen nicht aufgehen kann. Natürlich wird es Schwankungen geben, werden Neubauten auch mal schneller zulaufen als alte Einheiten außer Dienst gestellt werden. Die genaue Untersuchung zeigt aber, dass schon in der Basisplanung das Ziel von 33 Schiffen in 15 der nächsten 30 Jahre – genauer gesagt von 2012 bis 2016 und dann von 2032 bis 2041 - nicht erreicht werden kann.

Idealerweise sind zu jeder Zeit etwa ein Drittel aller im Bestand befindlichen Einheiten in einem operativen Einsatz fern der Heimat „deployed“; das wären bei den geplanten 33 Schiffen also 11. Noch 2007 hatte die militärische Führung errechnet, dass jeweils neun „deployed ships“ (also drei Amphibious Ready Groups mit jeweils einem amphibischen Träger und zwei Docklandungsschiffen) aller Einsatzaufgaben erfüllen könnten; diese Anzahl stand und steht auch voll in Einklang mit den in Dienst befindlichen Einheiten.

Im vergangenen Jahr wurde nun eine neue Rechnung aufgemacht. Diesmal sollten die Befehlshaber - so die politische Vorgabe - sich nicht an den tatsächlich verfügbaren Schiffen orientieren, sondern ermitteln, wie viele Einheiten denn notwendig seien, um alle nur denkbaren Einsatzaufgaben und Routinevorhaben problemlos und ohne kurzfristige Umplanungen erfüllen zu können („unconstrained need“). Im Ergebnis stand nun die Forderung nach 18 (!) „deployed ships“, die natürlich weder mit dem derzeitigen noch dem künftigen Bestand zu erfüllen sein wird. 18 Schiffe bedeuten den gleichzeitigen Einsatz von sechs Einsatzgruppen.

Mit den absehbar verfügbaren Schiffen müssten die Zeiten für einen Routineeinsatz von derzeit etwa sechs Monaten auf mindestens ein Jahr erhöht und zugleich die Zeiten für Wartungen und Instandsetzungen sowie Ausbildung um die Hälfte gekürzt werden. In der Praxis müsste dies schnell zum Verlust der operativen Einsatzfähigkeit führen. Sehr wahrscheinlich wird man sich daher schon bald zur Erkenntnis durchringen, dass „unconstrained need“ eine schöne Wunschvorstellung ist, dass solche Zahlenspiele aber nicht wirklich hilfreich sind. Improvisation auf der Basis des Vorhandenen, Konzentration auf das Machbare, sowie kurzfristige Anpassungen an neue Situationen, mit dann auch wechselnden Prioritäten, bleiben sicher angesagt.

Quelle: Marineforum
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George Sears
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 23, 2012 22:13:04 
Titel: New Precision Landing Site Increases Flight Deck Capability
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USS HARRY S. TRUMAN, At Sea (NNS) --

The aircraft carrier USS Harry S. Truman (CVN 75) conducted its first helicopter recovery on a newly added flight deck precision landing site July 22.
The precision landing site is one of two that do not overlap the flight path for fixed-wing aircraft, adding enhanced flight operation capability to Truman's embarked helicopter and fixed-wing aircraft squadrons.

"These landing sites do not foul the flight path for fixed-wing aircraft," said Lt. Larry Tarver, Truman's aircraft handling officer.
"The Navy has added these sites to other Nimitz-class aircraft carriers, but this is Truman's first landing on that site. It is a capability that makes Truman more versatile."
Truman recovered an MH-60S Sea Hawk assigned to the "Dusty Dogs" of Helicopter Sea Combat Squadron (HSC) 7.

"Because of the new landing site, Truman won't have to stop fixed-wing flight operations to recover our helicopters," said Lt. Dan Didier, the HSC-7 pilot who completed the first precision site landing.
During flight operations on previous deployments and underways, HSC-7 waited for Truman to pause fixed-wing aircraft operations in order to land.

"Before, we would land, refuel, swap aircrew, and take off from a position on the flight deck that interrupted fixed-wing flight operations," said Didier. "It was necessary, but it interrupted the flow of the flight deck."

According to Didier, helicopter recovery and launch took up to 30 minutes to complete, interrupting fixed-wing flight operations for more than 40 minutes per helicopter landing.
"Now we can launch and recover fixed-wing aircraft while refueling or landing a helicopter," said Tarver.

The landing was successful, and HSC-7 plans to begin landing helicopters and fixed-wing aircraft in the future.
"This capability helps HSC-7, it helps Truman, and it makes us a more ready team," said Didier.
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George Sears
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Anmeldungsdatum: 08.10.2011
Beiträge: 417

BeitragVerfasst am: Mo Apr 14, 2014 22:02:20 
Titel:
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BATH, Maine (April 12, 2014) Secretary of the Navy (SECNAV) Ray Mabus and other honored guests attend the christening ceremony for the Zumwalt-class guided-missile destroyer (DDG) 1000.
The ship, the first of three Zumwalt-class destroyers, will provide independent forward presence and deterrence, support special operations forces and operate as part of joint and combined expeditionary forces.
The lead ship and class are named in honor of former Chief of Naval Operations Adm. Elmo R. "Bud" Zumwalt Jr., who served as chief of naval operations from 1970-1974.
(U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 1st Class Arif Patani/Released)


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