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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 19:28:00 
Titel:
Antworten mit Zitat

Viper hat folgendes geschrieben:
NICHT MAL ZU SANKTIONEN KÖNNEN SICH DIE EU & USA DURCHRINGEN...!!!


Auf die schnelle wird damit keinem Lybier geholfen.


Ganz ehrlich, was willst jetzt noch groß tun?

Bis eine Battlegroup (egal von wem) da unten ist habens den Gaddafi schon aus dem Land gejagt.
[/quote]
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 20:23:10 
Titel: hmm...weiss nicht..
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Raveman hat geschrieben:

Zitat:
Bis eine Battlegroup (egal von wem) da unten ist habens den Gaddafi schon aus dem Land gejagt.


das wollen wir gerne alle hoffen, aber so einfach ist es wahrscheinlich nicht..

die Ghadaffigang ist aufmunitioniert mit ALLEM was verboten ist, und haben gnadenlose Söldnertruppen..

Das Einzige was der Ghaddaffi jetzt verbrieft nicht hat sind Nukes..(Dank Bush & Bolton..)

Giftgas, Bio etc etc sind in rauhen Mengen vorhanden, zusammen mit "Means of delivery"..

gelagert in Bunkern "österreichischer Bauqualität"...(wenn mir noch einmal wer verklickern will, dass dieser Haselsteiner, diese Ratte, ein "liberaler" Mensch wär...hat damals das "liberale Forum" finanziert (dieses von unserem derzeitigen UHBP Fischer geborene "Konstrukt", die "softe" Querverbindung zwischen "national" und "sozialistisch"..naja..der wird uns Steuerzahlern spätestens dann wieder auf der Leber liegen und um Staatshilfe ansuchen, wenn Sotchi, das er gerade mit seinen Putinistenfreunden aufbauen will, die Pleite wird, die jeder in Russland erwartet.. wart's ab..)

anyway ich schweife ab..

was könnte man jetzt tun??

No, z.B., was Battle Groups betrifft, wir werden doch in Europa zumindest annähernd sowas Ähnliches wie die US 82nd Airborne haben, die sofort den Flughafen in Tripolis sichern könnte..

Sichern für alle Evakuierungsflüge und SPERREN für alle Flüge des Regimes..

Glaub mir in spätestens 2 Tagen werden's das eh machen müssen..

also kann man auch gleich damit anfangen..

Dann bestellt man als EU bei dem Weichei Obama zwei US Carriers als Begleitschutz und für chirurgische Eingriffe in die verbliebenen Kampfeskraft vom Ghadaffi..

Das gehört sich jetzt einfach und gebietet die Stunde..

YOU SAVE ONLY ONE LIFE, YOU SAVE THE WHOLE MANKIND..
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die fliegende Tonne
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Anmeldungsdatum: 26.12.2008
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 21:02:00 
Titel:
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Könnte eine Intervention vom Westen nicht leicht missverstanden werden? Etwa als einfache Sicherungsaktion der Erdölvorkommen für Europa und USA.

Frankreich und Italien sind/waren ja gute Freunde von Hrn Gadaffi.

Warum jetzt und nicht vor einem Jahr?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 21:16:25 
Titel: gor nix wird missverstanden..
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was willst mehr, als dass Menschen, die Libyer, um Hilfe rufen...

jetzt geht's ums Sterben..verstehst

"Fuck the oil"...

das haben's eh nachher und können's uns für Devisen verkaufen die sie für den Aufbau eines neuen Libyen brauchen..

Die schreien um Hilfe die Libyer...

sehr laut...unüberhörbar..
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ursula
Gast





BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 21:27:08 
Titel:
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Der viper wird immer verrückter.
Was dieser Kerl für einen Schwachsinn verzapft geht nicht mehr suf die berühmnte Kuhhaut.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 21:33:30 
Titel: Na, auf Sie
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hamma noch gewartet Frau Ursula..

wissen's was, wenn Sie nur halb so schiach san, wie Sie deppert san, dann sollten's wirklich Ihr alteutsches Dirndl, das auf die Nazitreffen tragen, gegen eine Burka von Ihre Islamistenfreund austauschen..

da bin sogar ich für a Burka in Ihrem Fall..

Sie ersparen der Welt Einiges, wenn's sowas anziehen..
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 22:29:22 
Titel:
Antworten mit Zitat

Viper hat folgendes geschrieben:
No, z.B., was Battle Groups betrifft, wir werden doch in Europa zumindest annähernd sowas Ähnliches wie die US 82nd Airborne haben, die sofort den Flughafen in Tripolis sichern könnte..



Das ist sicher möglich würde aber nur der Evakuierung von Ausländern helfen. Und soweit ich das mitbekommen habe ist der Flugbetrieb zwar gestört aber die Evakuierung von Ausländern dürfte doch klappen. Gefahr besteht hier ja scheinbar nur dadurch als dass man zwischen die Fronten kommt.

Und selbst mit "chirurgischen Eingriffen" kann man die Söldner nicht stoppen. Insofern ist es, wenn man die Lybier direkt schützen und unterstützen will, nur mit einer größeren stark bodengebundenen Operation möglich. Und dafür fehlen sowohl Mittel als auch Zeit.

Denn ich bin nachwievor der Meinung dass der Gaddafi sich nicht ewig wird halten können. Und wenn man den aktuellen Berichten Glauben schenken darf rücken die Milizen (wer auch immer da alles dabei ist) immer weiter vor. Polizei und Militär sind auch fast nicht zu sehen.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 22:54:38 
Titel: das ist klar..
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es ist nicht die Frage ob, sondern wann das Regime endgültig stürzt..

NUR, die Frage wieviele Menschleben das noch kosten kann, die ist offen, und, da soll man sich keine Illussionen machen..

Das Regime ist nach wie vor brandgefährlich und höchstgefährlich bewaffnet..

Airpower allein würde da schon Einiges bewerkstelligen können um den endgültigen Sturz massiv zu beschleunigen..

Die Airports sind übrigens de facto für alle Flugzeuge AUSSER für das Regime gesperrt, also genau umgekehrt wie es sein sollte..

Der einzige Weg raus aus Libyen ist derzeit über Landwege.. die Häfen sind auch zu..

also man könnte meiner Meinung nach bereits mit relativ bescheidenen, aber wirksamen militärischen Mitteln Einiges erreichen..

Der politische Wille fehlt allerdings komplett..

DAS, KANN WOHL SEIN, WERDEN UNS DIE BÜRGERINNEN LIBYENS EVENTUELL SCHWER VERZEIHEN IN ZUKUNFT..


P.S. was den politischen Willen betrifft, gerade in der ZIB 2 die Fekter erlebt ( auch so eine potentielle Burkaträgerin..) katastrophal..solch dumme Menschen sind bei uns im Ministerrang..
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 00:17:29 
Titel: der gute Ortner in der
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"Die Presse" zum aktuellen Thema..

Zitat:



„Europäischer Traum“ – ein Albtraum für seine Opfer von Kosovo bis Libyen

CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Europa macht Hoffnung: zumindest all jenen noch verbliebenen Diktatoren, die nun wissen, dass sie ihre Völker auch weiterhin seelenruhig vor den Augen der EU knechten können.

Selbstgefällig suhlte sich Europas intellektuelle Klasse im Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit, als vor ein paar Jahren das Buch „Der Europäische Traum“ des Amerikaners Jeremy Rifkin erschien:

„Der alte Kontinent ist der Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt. Die USA haben als Vorbild ausgedient [...] Europa hat alte Feindschaften überwunden und vorbildliche Formen des Miteinanders entwickelt [...] die leise Supermacht setzt auf Nachhaltigkeit und Ausgleich,“ fasste schon der Klappentext des Bestsellers zusammen, was ja auch die Selbsteinschätzung der meisten Europäer war und bis heute ist. Im Gegensatz zu den USA, die bekanntlich aus purer Ölgier vor keinem Krieg zurückschrecken, versteht sich Europa als „Soft Power“, die Kraft ihres Vorbildes die Welt zu einem besseren Platz macht.

Was das Gebrabbel von Nachhaltigkeit und Ausgleich, von einer gerechteren Welt und der Überwindung alter Feindbilder in der Praxis bedeutet, durften die Libyer im Februar 2011 genauso erleben wie die Kosovaren Ende der 1990er-Jahre, als Herr Milošević sie auszulöschen im Begriffe war; was erst von der amerikanischen Luftwaffe gestoppt werden konnte.

Europas moralische Überlegenheit als „Soft Power“ zeigt sich damals wie heute vor allem darin, dass es Diktatoren, die an Europas Peripherie kleinere oder größere Blutbäder anrichten, nichts entgegenzusetzen hat als „den Ausdruck des Bedauerns“, vorgetragen vollkommen folgenfrei von irgendeinem mausgrauen Anzug in irgendeinem mausgrauen Korridor in Brüssel. Anstatt, wie von libyschen Diplomaten offen gefordert, eine Flugverbotszone über Libyen militärisch zu erzwingen, um wenigstens die Bombardierung der Zivilbevölkerung zu beenden, errichteten die Europäer eine Art Fluchtverbotszone – indem sie die Libyer so im Stich ließen, wie sie einst die Kosovaren im Stich gelassen hatten, ganz „der alte Kontinent als Hoffnungsträger für die Welt“ (Rifkin). Halt außer für jene Teile der Welt, die Hoffnung nötig hätten.

Europa verhält sich nicht anders als jene Passanten, die couragiert zur Seite schauen, wenn eine Jugendgang gerade jemanden öffentlich zu Tode prügelt. Es hat eben offenkundig ganz „vorbildliche Formen des Miteinanders“ (nochmal Rifkin) gefunden.

Nun ist bis zu einem gewissen Grad verständlich, dass ein überalterter, sozialstaatlich versulzter und entsprechend risikoaverser Kontinent nicht die innere Kraft aufbringen kann, die eine robuste Verteidigung der eigenen Werte nun einmal benötigt.

Umso mehr, als das libysche Regime ja zu Zeiten der Finanzkrise auch gern als Retter und folglich seither auch als Hauptaktionär einer der größten europäischen Banken willkommen war; da überlegt man sich das mit der etwas unhöflichen No-fly-Zone gegen die Bomber des Herrn Miteigentümers schon mal genauer.

Ein „Friedensprojekt“ freilich – und als das verkauft sich EU-Europa ja –, das weder willens noch imstande ist, an seiner unmittelbaren Peripherie diesen Frieden notfalls auch zu erzwingen, ist ungefähr so sehr Friedensprojekt wie der fabelhafte Herr von Guttenberg ein Doktor ist.

Europa, ein „Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt“? Hoffnung macht Europa: jenen noch verbliebenen Diktatoren, die nun hoffen können, ihre Völker auch weiter unbehelligt knechten zu können.


http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/637207/Europaeischer-Traum-ein-Albtraum-fuer-seine-Opfer-von-Kosovo-bis

Dazufügen muss man aber leider heutzutage, die USA haben sich ja unter Obama leider diesbezüglich auch "europäisiert"...darum war ja Obama bei unseren rinken und lechten Diktatorenverstehern so beliebt, und ist es auch heute noch..

aber gut, in den USA werden die diesen Fehlgriff bei den nächsten Präsidentenwahlen wieder korrigieren..

bei uns in Europa aber??
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CHH
int. Luftfahrtjournalist
int. Luftfahrtjournalist


Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 1553
Wohnort: Groß-Enzersdorf

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 09:02:13 
Titel: Bin weder Deiner noch dem ...
Antworten mit Zitat

Herrn Ortner seiner Meinung: Es gibt, bedingt durch den Run-Down der konventionellen Streitkräfte nach dem Kalten Krieg, KEINE verbliebenen Kräfte mehr für eine Invasion/"humanitäre Mission"/Flugverbotszone!!!
Wir haben nicht mehr 1990, als der Westen in einem HALBEN Jahr wohlgemerkt, eine Luftarmada aufmarschieren ließ, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte!eek
Und zwar nicht weil´s keiner wollen würde, sondern weil keiner mehr das Geld, die Flugzeuge und das PERSONAL dafür hat.

USA: Rekorddefizit, eine Schuldenstand, der einen schwindlig werden läßt; und alles gehört jetzt schon den Chinesen...
Europa? Die Währung kurz vor dem Kollaps, die "Kernländer" können sich nicht einmal mehr ein paar Eurofighter in der vorgesehenen Stückzahl leisten.

Wie will man "dem Wähler" eine "humanitäre Mission" in Libyen erklären? Das interessiert die Leute nicht! Das Benzin ist teuer wie nie, und wenn man dort Kampftruppen hinschickt, wird´s sicher NICHT billiger, eher das Gegenteil, weil die Nachfrage steigt.

Deshalb, so leid es mir tut:
Go Libya, alles Gute, wir drücken Euch die Daumen, helfen können wir nicht. Und so bedauerlich das ist, aber Afghanistan ist VIEL wichtiger, denn da sitzen links und rechts potentiell gefährliche Regime, von denen die einen Atomwaffen wollen, und die anderen sie schon haben...
_________________
Wir sind Österreicher. Was bedeutet, daß grundsätzliche Kurskorrekturen und deutliche Prioritätensetzungen nicht unsere Sache sind. Man ist froh, einigermaßen über die Runden zu kommen und Probleme irgendwie auszusitzen. (Zitat v. Alfred Payrleitner)
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ursula
Gast





BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 18:24:07 
Titel: Vipa, der Auftragsschrfteiber...
Antworten mit Zitat

Jeder hier wird wissen, daß Kollege viper im Auftrag von dem lieben, netten israel. Aussenminister Liebermann seinen Müll hier reinschüttet.
alleine in seinem Thread Mauerfal...hat er einige Glanzlichter gesetzt, die ich in einer Kurzzusammenfassung einmal hier widergebe:



Zitat:
…..gelagert in Bunkern "österreichischer Bauqualität"...(wenn mir noch einmal wer verklickern will, dass dieser Haselsteiner, diese Ratte, ein "liberaler" Mensch wär...hat damals das "liberale Forum" finanziert (dieses von unserem derzeitigen UHBP Fischer geborene "Konstrukt", die "softe" Querverbindung zwischen "national" und


und weiter geht's

[quote] Was hätte der gute George W. bereits gemacht....no, schätze es wäre längst ohne langes Fackeln ein Flugzeugträger vor Libyen und hätte sämtliche libyschen militärischen Airfields flach gemacht ( DER Spuk wäre jedenfalls bereits zu Ende), es ist ja anzunehmen, dass Gadafi nicht nur Söldner am Boden einsetzt, sondern …
Zitat:


und weiter
weil ausser dem Gadafi seinem Clan und seinen Cronies in Libyen ( und bei uns hier in Österreich natürlich rinks & lechts) kein Mensch dort unten an das "System Gadafi" glaubt..schon lange nicht mehr..
Zitat:


und weiter
..wiss ma eh, Zuckerbäcker
dass Dein Freund dem Putin die Muffn geht..
vergiss ned, dass't ihm sagst beim nächsten United Russia Parteitag, dass er endlch des Twitter verbietet...
Zitat:


und weiter
Was die US Politik angeht unter Obama, ja das ist ein Skandal..
der letzte US Präsident der Mubarak ziemlich deutlich, wenn man diplomatische Floskeln entziffern kann, damals gesagt hat, es war 2004 und 2005, er möge sich bitte schnellstmöglich vertschüssen war ein gewisser George W. Bush..
Aber das wollten die Europäer nicht, Bush war das Feindbild des Kontinents, nämlich Europa, des Kontinents der in den Rest der Welt im 20. Jhdt die schlimmsten ideologischen Irrläufer der Geschichte, die da wären, Kommunismus, Nationalsozialismus, Faschismus und Antisemitismus generell exportiert hat..
und die schlimmsten Islamisten brüten hier ungestört in Europa an ihrer faschistischen Todesideologie, viel schlimmer als in vielen muslimischen Ländern ( Saudiarabien und Pakistan mal ausgenommen..)
[quote]

und weiter
Zitat:
Der Ghadaffi schlachtet die Bevölkerung Libyens und was machen USA & EU..?!
GENAU NIX...!!!!
Von der demokratiepolitisch wohlstandsverwahrlosten EU ist ja nix Anderes zu erwarten, und jetzt sehen wir halt fussfrei, wie das so ist, wenn in der einzig verbliebenen Ordnungsmacht der freien Welt, den USA, ein Provinzdoddel wie der Barack Obama, der in seiner ideologischen Verbohrtheit und seiner selbstverliebten intellektuellen Schlichtheit, wahrscheinlich sogar zu blöd für einen Posten im österreichischen Bundesrat wär, wenn also so eine Type von den Amerikanern in völliger Umnachtung zum Präsidenten gewählt wird, tja, dann wird's zappenduster auf dieser Welt, und die Ghaddafis und Ahmadinejads und Putins haben Narrenfreiheit..


und weiter
Zitat:
Ich möchte von den Volltrotteln bei uns in Regierung und Opposition hier in Österreich NIE MEHR hören "Wehret den Anfängen", NIE MEHR..


oder
Zitat:
der Ghaddafi schlachtet gerade seine Bevölkerung ab, und von der EU oder den USA hört man nix...gar nix..
Bei Österreich kann ich das offizielle Schweigen ja noch nachvollziehen, der Ghaddafi hat ja nicht nur das ganze rechtsradikale G'sindel bei uns, die Haideristen, sondern auch an alle anderen "usual supects" in allen Parteien Knete verteilt..an die Sozis seit "Club 45", die Grünen UND die Schwarzen..
aber irgendwo in Europa wird's doch noch ein Land geben, dessen Politik NICHT auf der Payroll vom Ghaddafi war, oder nicht??


Ja, ja, ein richtiger netter Mensch, dieser viper und so klug und wie er sich doch gewählt ausdrückt....

Sagen sie mir mal Herr viper, erwartet der Liebermann wirklich so einen Stuss von ihnen, erwartet er, daß sie selbst ihr eigenes Land so besudeln?
Oder brauchen sie einach diesen Kick um sich groß und stark zu fühlen?
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 20:09:07 
Titel: eigenartig...
Antworten mit Zitat

CHH hat geschrieben:

Zitat:
...Deshalb, so leid es mir tut:
Go Libya, alles Gute, wir drücken Euch die Daumen, helfen können wir nicht......


hätt ich nicht erwartet von Dir..

so eine Einstellung ist gleichbeutend wie, naja, sagen wir mal vor Dir fährt ein Betrunkener zwei Menschen nieder und begeht Fahrerflucht..

die Beiden liegen schwerverletzt am Strassenrand..

Du würdest also weiterfahren ohne zu helfen..

Naja, wie der Ortner richtig schreibt, wir leben hier in einem übersozialisierten Beamten- und Pensionistenparadies..

das führt früher oder später zu Assozialität..

in Österreich eher früher, wenn es je anders war hierzulande..

auf das läuft Dein Statement raus..
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 23:44:18 
Titel: Also, scheint, dass sich
Antworten mit Zitat

ausnahmsweise doch was im UN Sicherheitsrat tut.

Frankreich & UK bringen morgen eine Resolution ein, mit Massnahmen wie: Reiseverbot für das Regime, Waffenembargo, Einfrieren ALLER Konten weltweit, Anklage wegen Völkermord, Deutschland fordert nach bis jetzt unbestätigten Infos auch eine No-Fly-Zone, die USA kommen angeblich noch mit zusätzlichen unilateralen Schritten ( was immer dieser Herr Obama darunter versteht..)

es tut sich zumindest mal was..

Biss hat das natürlich noch keinen, und "Soforthilfe" schaut auch anders aus..man wird sehen, was da morgen eventuell schon beschlossen wird, und ob den Resolutionen dann auch "decisive action" folgt, die der UN Generalsekretär einfordert..

Allerdings muss man da immer aufpassen, eventuell versteht die UN unter "decisive action" nur die Resolution, und nicht die Exekution derselben..

Ist also durchaus möglich, dass der UN Sicherheitsrat nach der Resolution sich dann ob getaner Arbeit erschöpft in das Nightlife von NYC zurückzieht, und nach all den "Toasts" die sie sich nach der Sitzung dann zuprosten wieder eine Woche braucht um den Hangover auszuschlafen, und dann falls es noch ein paar tausend Tote bis dahin gegeben hat halt wieder eine Sitzung abhalten..

man wird sehen..
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JCStennis
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Anmeldungsdatum: 07.02.2009
Beiträge: 959
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 23:48:33 
Titel:
Antworten mit Zitat

@ ursula: richtig formatieren, bitte. es gibt auch eine edit-option.

und wenn du bei viper recht haben solltest, dann bist du das gegenteil - immer stramm anti-israel, mit dem blick schnurstracks in die vergangenheit.

mit deiner einstellung wär südtirol seit 90 jahren ein rauchendes, teilentvölkertes bürgerkriegs-trümmerfeld ...
_________________
Check six!

Die Friedhöfe sind voll mit Unersetzlichen.
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Viper
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Anmeldungsdatum: 07.08.2004
Beiträge: 8981

BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 09:47:15 
Titel: "Der Falter" zu der
Antworten mit Zitat

eigenartigen jahrzehntelangen Freundschaft des offiziellen Österreich mit dem Schlächter von Tripolis und Bomber von Lockerbie..

http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1338

Zitat:


Unser lieber Gaddafi

30 Jahre lang hofierten österreichische Politiker den libyschen Diktator und seine Familie. Wirtschaftsinteressen, Parteispenden und politische Naivität prägen die sonderbare Allianz

Falter 08/2011 vom 23.2.2011

Zehn Jahre lang hatte er sein Land nicht mehr verlassen. Nun landete er in Schwechat. „Auf Einladung des Bundeskanzlers Dr. Bruno Kreisky“, so vermeldete die Austria Presse Agentur, „stattete der Führer der Großen Al-Fatah-Revolution der Sozialistischen Libyschen Arabischen Volks-Dschamahirija, Oberst Muammar al-Gaddafi, Österreich einen offiziellen Besuch ab.“

Gaddafi, damals international Persona non grata, besichtigt Rathaus, Parlament und die Moschee nahe der UNO-City. Auch Gewerkschaftsboss Anton Benya reichte ihm die Hand. Die Stimmung ist herzlich, der Besuch ein Erfolg. „Wir hegen Hoffnungen“, sagt Gaddafi, „dass Gespräche wie jene in Österreich mit allen westlichen Ländern möglich sein werden.“

Es war der Beginn einer sonderbaren Freundschaft.

29 Jahre später bombardiert Gaddafi sein eigenes Volk. Nach Tunesien, Ägypten und Bahrain hat die Revolution auf die Wüstendiktatur übergegriffen. Die Revolte überrascht, weil die libysche Diktatur brutaler, die Gesellschaft wohlhabender ist als ihre Nachbarn. Der Beduinenstaat lebte unter Gaddafi aber vergleichsweise isoliert und archaisch. Weniger überraschend ist hingegen, dass Gaddafi nun als erster der bedrängten Despoten sein eigenes Volk massakriert. Hunderte, wenn nicht Tausende sollen bislang ermordet worden sein.


Das lange Schweigen

Dem offiziellen Österreich schien es zunächst die Rede verschlagen zu haben. Während andere Staaten Gaddafi längst zur Zurückhaltung mahnten, verhielt sich die heimische Politik zunächst auffallend wortkarg: Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) schien sich Anfang der Woche einzig um die Evakuierung der 80 Österreicher in Libyen zu sorgen. Erst am späten Montagnachmittag verurteilte auch er als einer der letzten EU-Außenminister die Massaker.

Warum das lange Schweigen? Weil für Österreich die schwierige, aber prosperierende Freundschaft mit Gaddafi auf dem Spiel steht? Weil das Land erkennt, wen es da jahrzehntelang hofiert hat?

Jeder fünfte Tropfen Öl, der nach Österreich fließt, stammt aus libyschen Bohrlöchern. Heimische Konzerne wie Porr, Strabag, OMV haben vom Despoten Milliardenaufträge erhalten. Sogar die Stadt Wien rühmt sich auf ihrer Homepage der „hervorragenden Wirtschaftsbeziehungen“ zur Wüstendiktatur.

Die österreichisch-libysche Partnerschaft wirft die Frage auf, was eine demokratische Gesellschaft aufzugeben bereit ist, wenn es um Wirtschaftsbeziehungen mit kriminellen, aber „stabilen“ Herrschercliquen geht.

Muammar al-Gaddafi verlangt für seine fünf Söhne und sich selbst in Europa dieselben absurden Privilegien, wie er sie in Libyen genießt. Wer den skurrilen, grausamen Clan nicht hofiert, wird terrorisiert. Das bekam zuletzt die Schweiz zu spüren: Nachdem der Dikatorensohn Hannibal 2008 wegen Misshandlung seiner Angestellten festgenommen worden war, ließ sein Vater in Libyen Schweizer Geschäftsmänner verhaften und forderte die Auflösung der Eidgenossenschaft. Ist es da nicht besser, den pragmatischen Weg zu wählen und manche Verfehlung zu übersehen?

Als in Wien-Döbling eines Abends im Jahr 2007 eine Prostituierte „von einem Baum stürzte“, weil sie angeblich in das Schlafgemach von Saif al-Islam Gaddafi klettern wollte, konnte der Diktatorensohn noch in derselben Nacht mit dem Privatjet Wien verlassen. Die Justiz ermittelte zwar wegen versuchten Mordes, machte aber keinerlei Anstalten, Gaddafi jr. vorzuladen. Nicht einmal ein Gerichtsmediziner bekam das Mädchen zu sehen. „Österreich“, so resümiert ein Verfassungsschützer, „hat sich damit Scherereien nach Schweizer Muster erspart.“

Dabei begann die österreichisch-libysche Freundschaft als idealistisches Projekt. Mitte der 70er-Jahre suchte Kanzler Kreisky nach neuen Wegen in der Nahostpolitik. Er wollte im arabischen Raum nach Ansätzen von Sozialdemokratie Ausschau halten – und glaubte sie bei Muammar al-Gaddafi zu finden. Ein „nicht unkritisches, aber interessantes Verhältnis“ habe solcherart begonnen, erinnert sich der Journalist und Nahostkenner Heinz Nußbaumer, der den Diktator in Tripolis selbst getroffen hat. Erst 1969 hatte sich der Beduinensohn, beflügelt vom ägyptischen Präsidenten Nasser, gegen König Idris I. an die Macht geputscht. „Kreisky hat einen Kultivierungsprozess für möglich gehalten“, sagt Nußbaumer. „Er fand es doppelbödig und schizophren, dass Staatsmänner so tun, als könne man mit Libyen Riesengeschäfte machen, aber das Regime nicht sehen.“

Jahre später sollten andere Politiker Kreiskys Beispiel folgen – und wie er selbst grandios scheitern. Denn der Diktator schockierte Europa in den 80er-Jahren mit Terroranschlägen. In einer Berliner Diskothek und in einem Flugzeug über dem schottischen Lockerbie explodierten Bomben.


Der Revolutionär wird Diktator

Während Dieben in Libyen zur Strafe die Hände abgehackt, Flüchtlinge in der Sahara dem Tod überlassen wurden, pflegte Muammar Gaddafi eine Vorliebe für Beduinenzelte und Fantasieuniformen. Er schrieb Kinderbücher („Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten“) und entwarf schnittige Sportwägen. Am Anfang habe Gaddafi noch „seinem Staat mit guter Absicht ein maßgeschneidertes Führungssystem, eine Art tribal leadership, verpassen wollen“, sagt Heinz Nußbaumer. Aber wie bei allen luftdichten Systemen habe sich die Revolution „bald in eine strenge Diktatur verkehrt“.

Um die Jahrtausendwende, als Gaddafi, der Terrorpate, international noch isoliert war, da setzte sich nur ein Politiker aus dem Westen zu ihm ins Wüstenzelt: Jörg Haider. Es war ein „privater Besuch“, wie Haider stets beteuerte, und fast wäre er geheim geblieben. Doch eine US-Journalistin, die auf ein Interview mit dem Despoten vom Tigris wartete, entdeckte Haider damals in der Jurte.


Haider im Wüstenzelt

In der Wochenzeitung Format berichtete sie von der Begegnung. Hinter sechs Meter hohen Betonmauern auf einem einst von Amerikanern zerbombten Kasernenkomplex stand inmitten grasender Kamele ein Wüstenzelt, aus dem der mit T-Shirt und Jeans „erstaunlich salopp gekleidete“ Haider trat. Ein Privatbesuch, erklärte auch Haiders Pressesprecher Karl-Heinz Petritz, der sich heute als Berater von Saif al-Islam ausgibt.

Offiziell war es damals ein politischer Informationsaustausch. Haider wurde aber nicht nur von seinem Sekretär Gerald Mikscha, einem Studienkollegen von Gaddafis Sohn Saif al-Islam, begleitet, sondern auch von Hypo-Chef Wolfgang Kulterer, jenem unter Anklage stehenden Bankier, der nun für die Milliardenpleite verantwortlich gemacht wird.

Zusammen gründeten Haider und Gaddafi die österreichisch-libysche Freundschaftsgesellschaft, deren Vorsitz heute Haiders Witwe Claudia innehat. Es dürfte viel Geld gewesen sein, das damals in blaue Kassen – oder zumindest auf die Privatkonten Haiders floss, die Profil vergangenes Jahr entdeckt haben will. Zumindest legen das jene Zeilen nahe, die der ehemalige FPÖ-Bundesgeschäftsführer und Grasser-Freund Walter Meischberger unter Berufung auf den ehemaligen Kärntner Protokollchef Franz Koloini in sein vom Falter veröffentlichtes Notizbuch schrieb.

45 Millionen Euro, so notierte Meischberger nach einem Gespräch mit Koloini, seien von Gaddafi an Haider überwiesen worden. Ein Teil sei in Österreich für diverse Schmiergeldzahlungen versickert, mit rund 32 Millionen, so Koloini, sei Mikscha einfach „abgehaut“.

Mikscha ist eine Schlüsselfigur der blauen Libyen-Connection. Er studierte mit Saif al-Islam an der Wiener Imadec-Privatuni. Schon dieser Studienaufenthalt soll von Vater Muammar mit wüsten Drohungen erpresst worden sein. Sohnemann Saif galt bereits in den USA, Kanada und der Schweiz als Persona non grata. Hier in Wien durfte er nicht nur eine Villa beziehen (und diese von libyschen Geheimdienstlern bewachen lassen), sogar seine weißen Tiger konnte er im Tiergarten Schönbrunn unterstellen.

Gemeinsam besuchten Haider und Saif Hahnenkammrennen, sie teilten sich eine Loge am Opernball oder eröffneten Ausstellungen, in denen Saif seine kitschigen Wüstenbilder zeigte. Man sieht darauf Kreuzzügler in Kutten und den Herrn Vater im Wüstensand. Saif galt lange als das liberale Gesicht des Regimes.

Saif schwadronierte von libyschen Partei- und Benzinspenden an Haider, der wiederum von dem „lieben netten Kerl“ spricht, mit dem er „ab und zu fortgeht“. Saif al-Islam wurde zum gerngesehenen Gast der Wiener Society. Beinahe hätte sich auch eine Folge der ATV-Doku „Die Lugners“ um ihn gedreht, aber „Die Lugners bei Gaddafi“ scheiterte, weil sich der Baumeister die Hand brach.

Die Auftritte des jungen Gaddafi passten auch zum neuen Image des Vaters. Nachdem dieser im Jahr 2003 die Verantwortung für den Lockerbie-Anschlag übernommen hatte, wurde er schnell zum Liebkind des Westens. Nach einem halben Jahr hob der UN-Sicherheitsrat seine Sanktionen auf, nach weiteren sechs Monaten reichte der britische Premier Tony Blair dem Libyer die „Hand der Freundschaft“.

Von den Embargos befreit, stiegen die jährlichen Wachstumsraten auf sechs Prozent, die staatlichen Investitionen auf 20 Milliarden Euro. Und Unternehmen aus Österreich, dem Land, das als erstes an den Despoten geglaubt hatte, zählten zu den Hauptprofiteuren des Petro-Reichtums.


Milliarden für Österreich

So erhielt die Strabag in den vergangenen Jahren Aufträge in der Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro. Der Baukonzern Porr ist am Bau des größten libyschen Stadions mit einem Volumen von 200 Millionen Euro beteiligt. Der Baustofferzeuger Asamer hat mehr als 220 Millionen Euro in Betonwerke, Filteranlagen und Steinbrüche investiert – dafür darf der Konzern für Gaddafi nahe Tripolis eine Stadt für 60.000 Einwohner aus dem Boden stampfen.

Am derzeit größten Eisenbahnprojekt, einer 3000 Kilometer langen Strecke, deren Investitionsvolumen auf sieben Milliarden Euro geschätzt wird, verdienen mehrere heimische Unternehmen mit. Das Abkommen zwischen Libyen und Österreich über die Zusammenarbeit am Eisenbahnsektor ist eine „gute Grundlage in diesem stark zentralisierten Land“, so die Wirtschaftskammer.

Das offizielle Österreich setzte bis vor kurzem noch skurrile Gesten. Als Gaddafi 2009 den 40. Jahrestag der Revolution feierte, schickte SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos auf Bitte von ÖVP-Außenminister Michael Spindelegger in großkoalitionärer Eintracht eine besondere Delegation nach Libyen: Die Tiroler Militärblasmusikkapelle blies ein Ständchen im Wüstenstaat. Dafür durften Versorgungsflieger auf dem Weg in den Tschad in Libyen zwischenlanden.

Solche Ehrerbietungen hätte im Jahr 1982, als Muammar Gaddafi Bruno Kreisky besuchte, ein junger Parlamentsabgeordneter mit Sicherheit kritisiert: „In der Außenpolitik geht es wirklich nur mehr um Geschäftsinteressen“, sagte damals der aufstrebende Jungpolitiker. Sein Name: Jörg Haider.
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Viper
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 12:24:23 
Titel: interessant, aber nicht weiter
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verwunderlich ist in dem Zusammenhang Folgendes:

ist ja nach wie vor möglich, und bis zu einem gewissen Grad sogar wahrscheinlich, dass doch noch EU Battle Groups in irgendeiner Form eingesetzt werden müssen..

wenn man die Diskussion in den hiesigen Medien betrachtet ist klarerweise das Gros der rinken und lechten Herrn und Frau "Karln" absolut dagegen, dass österreichische Komponenten in dem Fall auch nach Libyen geschickt werden..

weil "mia sind ja neudraal.."

so, so, also wenn es darum geht, dass unsere Politik und vorwiegend staats- und politiknahe Wirtschaft jahrzehnte Blutgeld von einem grusigen Diktatorenregime nimmt, da sind wir nicht neutral..

des nehmen wir..

wenn dann aber, wie in solchen Fällen natürlich, einmal der "Zahltag" kommt, weil "there is no free lunch forever"..

dann kneiffen wir..

sollen die anderen Sterben gehen, hauptsach unsere Beamtenpensionisten haben ihr Schnitzel und ihr Bier am Wochenend, und ja nicht zu vergessen, der Sprit darf auch nicht zuviel kosten..

das ist die österreichische sicherheits- und aussenpolitische Realität..

bin neugierig wie lange der blöde Schmäh EU weit noch "eini geht"..??
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die fliegende Tonne
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 13:30:39 
Titel:
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Um wirksame Aktionen in Lybien durchzusetzen müsste man erst den Widerstand Italiens brechen. Meinst du nicht?

Ich hoffe stark das europäische Vertreter sich schon mit den Oberhäupten der verschiedenen Stämme in Verbindung steht um sie auf eine gemeinsame Linie zu bringen.

Meiner Ansicht ist ja derzeit das grösste Problem dass es in Lybien keine einheitliche Front gegen das Regime gibt sondern eher jeder seine eigenen Interessen verfolgt.
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 13:35:13 
Titel: ja, bittschön ich
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möcht jetzt nicht hier schreiben, was ich von Berlusconi halte, weil das wär sicher nicht jugendfrei..

aber die Sache scheint realpolitisch gegessen..

geht sogar soweit, dass gestern veröffentlicht wurde, dass Italien selbst unilateral, also wenn notwendig OHNE EU, militärische Befreiungsaktionen für italienische Staatsbürger in Planung hat..

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/637584/Berlusconi-wendet-sich-von-Verbuendetem-Gaddafi-ab?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/634545/index.do&direct=634545
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 13:49:02 
Titel: was einheitliche Oppositionsfronten
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in Libyen betrifft, naja, ist natürlich derzeit noch schwer einzuschätzen, aber, gestern und heute haben sie auf BBC sehr viele Interviews mit Libyern aus der Gegend um Benghazi gebracht..

alle mögliche Leute, Junge, Ältere, Männer, Frauen, Geistliche etc etc

haben alle unisono gesagt, wir sind ein Volk, also scheint schon auch, dass man sich über Stammesgrenzen hinweg versteht, was die Ablehnung des Regimes betrifft, und nicht zuletzt, nicht unähnlich wie in Ägypten, sind ja sehr viele hohe Militärs jetzt auf Seite der Opposition, oder sagen wir ab dem Zeitpunkt lieber auf Seiten des Volkes, und ist natürlich auch denkbar, dass das libysche Militär, sozusagen dann nach dem Sturz des Regimes interemistisch die Geburtshebamme für ein neues freies Libyen macht..

durchaus vorstellbar..
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 17:42:05 
Titel: Human Kindness...
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"Nachbar in Not" auf Tunesisch..

big pockets of humanity...

das werden wir jetzt oft erleben, hoffentlich wird gebührend darüber bei uns berichtet, Menschen, die jahrezehntelang in den inhumansten Diktaturen gelebt haben, helfen einander..

die haben als Menschen diese Diktaturen überlebt, nicht nur das, sondern haben sich nicht kaputt machen lassen, im Gegenteil..ich freu mich darauf diesen neuen freien Staaten als direkte Nachbarn und eines Tages vollwertige und gleichberechtigte Partner Europas begrüssen zu können

das ist wunderbar...( ja da könnten wir uns oft im wohlstandsverwahrlosten Europa ein Beispiel daran nehmen..)

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/637468/Nachbarschaftshilfe_Tunesisches-Blut-fuer-Libyer?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/634545/index.do&direct=634545
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 19:22:53 
Titel: "Is Barack Obama Secretly Swiss?"
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Christopher Hitchens beleuchtet im "Slate" wortgewaltig die bisherige Performance der Obama Administration seit Anfang des "Mauerfalls..."

Lesenswert..und klingt sooo deja vu.., wenn man es mit der bisherigen Performance der EU vergleicht..

Zitat:


Is Barack Obama Secretly Swiss?

The administration's pathetic, dithering response to the Arab uprisings has been both cynical and naive.

By Christopher Hitchens
Posted Friday, Feb. 25, 2011, at 11:41 AM ET


However meanly and grudgingly, even the new Republican speaker has now conceded that the president is Hawaiian-born and some kind of Christian. So let's hope that's the end of all that. A more pressing question now obtrudes itself: Is Barack Obama secretly Swiss?

Let me explain what I mean. A Middle Eastern despot now knows for sure when his time in power is well and truly up. He knows it when his bankers in Zurich or Geneva cease accepting his transfers and responding to his confidential communications and instead begin the process of "freezing" his assets and disclosing their extent and their whereabouts to investigators in his long-exploited country. And, at precisely that moment, the U.S. government also announces that it no longer recognizes the said depositor as the duly constituted head of state. Occasionally, there is a little bit of "raggedness" in the coordination. CIA Director Leon Panetta testified to Congress that Hosni Mubarak would "step down" a day before he actually did so. But the whole charm of the CIA is that its intelligence-gathering is always a few beats off when compared with widespread general knowledge. Generally, though, the White House and the State Department have their timepieces and reactions set to Swiss coordinates.

This is not merely a matter of the synchronizing of announcements. The Obama administration also behaves as if the weight of the United States in world affairs is approximately the same as that of Switzerland. We await developments. We urge caution, even restraint. We hope for the formation of an international consensus. And, just as there is something despicable about the way in which Swiss bankers change horses, so there is something contemptible about the way in which Washington has been affecting—and perhaps helping to bring about—American impotence. Except that, whereas at least the Swiss have the excuse of cynicism, American policy manages to be both cynical and naive.

This has been especially evident in the case of Libya. For weeks, the administration dithered over Egypt and calibrated its actions to the lowest and slowest common denominators, on the grounds that it was difficult to deal with a rancid old friend and ally who had outlived his usefulness. But then it became the turn of Muammar Qaddafi—an all-round stinking nuisance and moreover a long-term enemy—and the dithering began all over again. Until Wednesday Feb. 23, when the president made a few anodyne remarks that condemned "violence" in general but failed to cite Qaddafi in particular—every important statesman and stateswoman in the world had been heard from, with the exception of Obama. And his silence was hardly worth breaking. Echoing Secretary of State Hillary Clinton, who had managed a few words of her own, he stressed only that the need was for a unanimous international opinion, as if in the absence of complete unity nothing could be done, or even attempted. This would hand an automatic veto to any of Qaddafi's remaining allies. It also underscored the impression that the opinion of the United States was no more worth hearing than that of, say, Switzerland. Secretary Clinton was then dispatched to no other destination than Geneva, where she will meet with the U.N. Human Rights Council—an absurd body that is already hopelessly tainted with Qaddafi's membership.

By the time of Obama's empty speech, even the notoriously lenient Arab League had suspended Libya's participation, and several of Qaddafi's senior diplomatic envoys had bravely defected. One of them, based in New York, had warned of the use of warplanes against civilians and called for a "no-fly zone." Others have pointed out the planes that are bringing fresh mercenaries to Qaddafi's side. In the Mediterranean, the United States maintains its Sixth Fleet, which could ground Qaddafi's air force without breaking a sweat. But wait! We have not yet heard from the Swiss admiralty, without whose input it would surely be imprudent to proceed.

Evidently a little sensitive to the related charges of being a) taken yet again completely by surprise, b) apparently without a policy of its own, and c) morally neuter, the Obama administration contrived to come up with an argument that maximized every form of feebleness. Were we to have taken a more robust or discernible position, it was argued, our diplomatic staff in Libya might have been endangered. In other words, we decided to behave as if they were already hostages! The governments of much less powerful nations, many with large expatriate populations as well as embassies in Libya, had already condemned Qaddafi's criminal behavior, and the European Union had considered sanctions, but the United States (which didn't even charter a boat for the removal of staff until Tuesday) felt obliged to act as if it were the colonel's unwilling prisoner. I can't immediately think of any precedent for this pathetic "doctrine," but I can easily see what a useful precedent it sets for any future rogue regime attempting to buy time. Leave us alone—don't even raise your voice against us—or we cannot guarantee the security of your embassy. (It wouldn't be too soon, even now, for the NATO alliance to make it plain to Qaddafi that if he even tried such a thing, he would lose his throne, and his ramshackle armed forces, and perhaps his worthless life, all in the course of one afternoon.)

Unless the administration seriously envisages a future that includes the continued private ownership of Libya and its people by Qaddafi and his terrible offspring, it's a sheer matter of prudence and realpolitik, to say nothing of principle, to adopt a policy that makes the opposite assumption. Libya is—in point of population and geography—mainly a coastline. The United States, with or without allies, has unchallengeable power in the air and on the adjacent waters. It can produce great air lifts and sea lifts of humanitarian and medical aid, which will soon be needed anyway along the Egyptian and Tunisian borders, and which would purchase undreamed-of goodwill. It has the chance to make up for its pointless, discredited tardiness with respect to events in Cairo and Tunis. It also has a president who has shown at least the capacity to deliver great speeches on grand themes. Instead, and in the crucial and formative days in which revolutions are decided, we have had to endure the futile squawkings of a cuckoo clock.



http://www.slate.com/id/2286522/
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 20:48:41 
Titel: "Plädoyer für eine militärische Intervention"
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vom Ultsch in der "Die Presse"

und er hat vollkommen Recht damit meiner Meinung nach

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/637628/Plaedoyer-fuer-eine-militaerische-Intervention
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 23:49:09 
Titel: Kreisky und Muammar
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mit dem mehr-wissen von 30 jahren - und vor allem dem der letzten 4 wochen - auf den bruno k. hinhauen erscheint mir zwar billig, aber nicht recht.

als kreisky mit arafat zu reden begonnen hat, war der ein terrorist ersten ranges, und am ende war er der präsident eines palästinensischen "staates" und anerkannter ansprechpartner von israel (dass er glorreich gescheitert ist, stimmt auch).

die ersten israelischen politiker waren zum großteil auch in den 20ern und 30ern vom uk gesuchte terroristen (ein wirklich erfolgreicher terrorist heißt am ende freiheitskämpfer).

wer von all den jetzt großartig daherredenden besserwissern hat vor 6 monaten in diesem forum ein kritisches wort über die regimes von mubarak, ben ali oder ghadaffi verloren? und zwar in der schärfe wie jetzt?
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 26, 2011 23:53:59 
Titel: Re: "Plädoyer für eine militärische Intervention"
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in der jetzigen situation wäre eine entsprechende kommandoaktion - oder was auch immer - wohl argumentierbar - wer hat was von einem bürgerkrieg bzw. einer schlächterei in libyen? - und leichter durchführbar als in den letzten jahren, weil sein aktionsradius ja anscheinend auf tripolis eingeschränkt ist.

und wenn man das ziel klar definiert - weg mit ghadaffi - und sich weiter nicht über gebühr einmischt - um die "der westen will ja nur das öl"-rufe nicht zu laut werden zu lassen - sollten die politischen verwerfungen ja auch verkraftbar sein.
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BeitragVerfasst am: Mo März 07, 2011 16:22:02 
Titel: gute Analyse was den
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Iran in Zusammenhang mit den Revolten in der arabischen Welt betrifft

http://www.nytimes.com/2011/03/06/opinion/06sadjapour.html?pagewanted=1&_r=1&ref=global
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