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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 11:30:09 
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Mit der Produktion transferiere ich automatisch das Know-How das in diesem jenen Produkt steckt.

Und die Chinesen sind durchaus in der Lage, sich dieses Know-How zu nutze zu machen - wie gesagt: die sind bei weitem nicht so dumm wie manche hier glauben!

Diese kleinen Kerle da drüben waren schon in den 60ern soweit, eine MiG-21 ohne vorliegende Konstruktions- und Fertigungsunterlagen zu kopieren.
Was glaubt ihr, machen die 45 Jahre später mit Technik die ihnen samt Fertigungsunterlagen auf dem Präsentierteller unterbreitet wird?

Nur weil sie in der Entwicklung zurück hinken, und für die Aufholjagd den schnellsten und einfachsten Weg gewählt haben (kopieren), bedeutet das noch lange nicht, dass die Ingenieure in Peking nur Hobby-Tüftler 2. Klasse sind!
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 11:54:57 
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Xian hat folgendes geschrieben:
Mit der Produktion transferiere ich automatisch das Know-How das in diesem jenen Produkt steckt.


Dieser Aussage würde ich nicht zu 100% zustimmen, denn zwischen Entwicklung/Konstruktion/Test und Produktion (also dem zusammensetzen von Teilen) besteht ein großer Unterschied.

Von Bekannten aus der Autobranche (Magna) höre ich auch immer wieder dass die Chinesen noch immer Probleme bei der Elektronik haben, massive Probleme bei Materialeigenschaften (Metallurgie) etc.

@ Xian: Und die von dir erwähnte Produktion für den Westen betrifft viele Güter des Alltags, aber sicher nicht militärische Hochtechnologie - oder glaubst du LockMart lässt in China relevante Teile für die F-22 bauen, die evntuell noch Rückschlüsse auf wichtige Konstruktionsmerkmale geben?

Ich glaube eher nicht, also sind die (massiven) Technologiesprünge in der chinesischen Militärflugzeugentwicklung und -Produktion zu einem Teil auch nur auf Spionage zurückzuführen.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 15:02:58 
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Ich habe nirgends behauptet dass Bestandteile der F-22 in China gebaut werden!

Aber der Grundstock für einen High-Tech Fighter ist die Fähigkeit z.B. leistungsfähige Elektronik zu bauen, weiter zu entwickeln und einzusetzen. Deto in anderen Technologiebereichen!

Und diese Fähigkeiten haben die Chinesen!

Sie haben immer noch Schwierigkeiten, richtig.
Sie sind (noch) nicht so weit wie die USA...
Die J-20 wird die F-22 wahrscheinlich nicht übertrumpfen...

Aber eine Billigkopie mit minderwertigen Triebwerken und einer Leistungsfähigkeit dass sie vor einer F-16 Angst haben muss, wird es auch nicht werden - genau so wollen es aber hier manche darstellen.

Es wird zu oft der Fehler gemacht, von Alltagsgegenständen Made in China auf die Fähigkeiten der Rüstungsindustrie zu schließen.
Das sind zwei verschiedene Welten in denen China zwei verschiedene Ziele verfolgt.

Der Sinn eines Landwind war es nie, technologisch mit dem Westen gleichzuziehen - der Sinn war es eine Billigkonkurenz darzustellen. Wer ernsthaft glaubt, China wäre nicht in der Lage, ein Fahrzeug zu bauen das einen Crashtest bestehen würde, der tut mir leid!
Im Rüstungssektor sieht das anders aus - man will hier weniger eine Billigkonkurenz aufbauen, man will technologisch nachziehen!
Wenn ich mit einem Billigprodukt den Markt überschwemmen will kommt als Resultat (qualitativ) eben was anderes heraus als wenn ich mit aller Macht eine schlagkräftige, technologisch ebenbürtige Armee aufbauen will.

Die Frage die man sich bei den Billig-Kopien des Alltags stellen muss ist also weniger, was sie können/nicht können, sondern viel mehr was sie wollen/nicht wollen!
Denn zwischen können und wollen (=Zielsetzung) ist ein riesiger Unterschied!
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Pathfinder
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 15:40:19 
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Zitat:
China ist durch den Kommunismus in seiner Entwicklung weit zurück gefallen, aber eines sind die kleinen Schlitzaugen da drüben definitiv nicht: Dumm!


Der Rückstand Chinas bestand ja schon seit der industriellen Entwicklung des Westens. Die ersten(und lange Zeit) einzigen, die sich daran ein Beispiel nahmen, waren die Japaner.
Und sie hatten Erfolg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Seeschlacht_am_Yalu

Man kann schwer sagen, wo die Chinesen wirklich stehen in diesen Dingen.

Interessant, aber vermutlich nicht vergleichbar sind japanische Entwicklungen der Vergangenheit.
Die importierten zB die deutschen He 100/112 und entwickelten daraus die (hervorragenden)Ki-61/100. Aber ebenso als Eigenentwicklung die ausgezeichneten "Frank" und "George".Sie entwicklen die einzigartigen Typ95 Torpedos oder riesige Zwei-Hüllen-Uboote wie die Sen Toku. Und sie entwickelten Uboote,die von den reinen Leistungsdaten den Typ XXI und XXIII gleichkamen.Gleichzeitig hatten sie enorme Probleme, den Daimler-Benz DB 601 weiter zu entwickeln und ihre Uboote tauchten im Allgemeinen weniger tief und langsamer und waren schlicht primitiver als die des Westens.Und ein japanisches Mg des Heeres hat sich den Ruf erarbeitet, eine der grössten Fehlkonstruktionen auf diesem Gebeit zu sein.Also ein Nebeneinander von Kompetenz und Inkompetenz.

China hat den politischen Willen und die Mittel, diese Art von Industrie aufzubauen.Sie haben offiziell Know-How erworben.Und sie haben sicherlich Industriespionage betrieben und das ganze mit eigenen Erfahrungen kombiniert.

Aber um noch mal auf die Heinkel weiter oben zurückzukommen. Eine He 70 soll Mitchell zu den Flügeln der Spitfire inspiriert haben. Die Frage ist also weniger,was die Chinesen alles von uns übernehmen.Das ist ohnehin nicht zu vermeiden. Die Frage ist, was können wir uns von den Chinesen abschauen?

Die Frage ist also, wie innovativ die Chinesen sind oder seien werden.
Und in weiter Folge,ob das chinesische Wirtschaftwunder nicht auf tönernen Füssen steht.

Dinge wie diese werden gerne ausgeblendet:
http://www.businessinsider.com/pictures-chinese-ghost-cities-2010-12?slop=1

Und da weiter oben die Befürchtung geäussert wurde, China würde uns aufkaufen.
Naja, China sitzt auf einen Berg von Dollars.
Und da USA anscheinend eine Politik der Inflation betreiben, sind die Chinesen im Zugzwang.
Wenn sie im Inland investieren wollen, müssten sie Renminbi kaufen - und dadurch den Kurs des Yuan in die Höhe treiben. Als handeln sie ökonomisch vernünftig, indem sie im Ausland investieren.Ob diese Investitionen wirklich langfristig lukrativ sind,bezweifle ich.
Erinnert sich eigentlich noch jemand an den Kauf des New Yorker Rockefeller Center durch Mitsubishi Estate?
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 15:46:04 
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Xian hat folgendes geschrieben:
Und diese Fähigkeiten haben die Chinesen!


Davon bin ich nicht überzeugt, zumindest noch nicht.

Zitat:
Aber eine Billigkopie mit minderwertigen Triebwerken und einer Leistungsfähigkeit dass sie vor einer F-16 Angst haben muss, wird es auch nicht werden - genau so wollen es aber hier manche darstellen.



Bei solchen Vergleichen wäre ich eher vorsichtiger! 2 Kampfflugzeuge anhand ihrer Leistungsparameter zu vergleichen (am besten noch im dogfight) ist relativ wertfrei. Das ist eine Frage des gesamten militärischen Systems und der dahinterstehenden Politik.

Zitat:
Der Sinn eines Landwind war es nie, technologisch mit dem Westen gleichzuziehen - der Sinn war es eine Billigkonkurenz darzustellen.


Das mag auf dieses Fahrzeug zutreffen (ich selber kenne es nicht). Die Chinesen versuchen aber sehr wohl nicht nur billige Niedrigtechnologieprodukte zu produzieren sondern haben durchaus die Absicht technologisch aufzuholen bzw. sich weiterzuentwickeln. Aber das gelingt ihnen eben nicht überall, weil zum Glück reichen da nicht nur Fotos und Studenten an europäischen Unis aus.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 16:30:21 
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Raveman hat folgendes geschrieben:
...weil zum Glück reichen da nicht nur Fotos und Studenten an europäischen Unis aus.


Siehst du, und genau das meine ich - zu glauben die chinesische High-Tech-Industrie habe nicht mehr zu bieten als "ein paar Fotos und Studenten im Ausland", wird sich über kurz oder lang als großer Fehler erweisen.
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Porsche
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Anmeldungsdatum: 19.03.2005
Beiträge: 705

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 16:50:16 
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Das der Transfer der Produktion ein Trqansfer an Know How mit sich zieht ist falsch.

Ein Beispiel:

Ich kann dir einen Anleitung geben, wie du einen Papierflieger falten musst, aber das heißt nicht, das du dann auch Ahnung von Aerodynamik hast.

Ugekehrt heißt das, nur weil Ausländische Firmen Computer und andere Geräte in China Fertigen lassen heißt das noch nicht, das die Chinesen damit das Know How haben diese zu entwicklen. Gerade bei den High Tech Produkten in der Rüstung achten die Länder sehr darauf, gerade z.B. die USA keinen Teile außerhalb zu produzieren.

Daher hinkt der vergleich doch sehr.

Nicht desto Trotz denke ich das China in Absehbarer Zukunft, wenn sie sich weiterhin so entwickeln einen ordentlichen Generation 5 Fighter jet bauen werden. Die Frage ist, und die hoffe ich wird sich nie ernsthaft beantworten lassen wir der sich im Gefecht mit westlichen Mustern schlägt.
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 16:54:36 
Titel:
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Xian hat folgendes geschrieben:
Siehst du, und genau das meine ich - zu glauben die chinesische High-Tech-Industrie habe nicht mehr zu bieten als "ein paar Fotos und Studenten im Ausland", wird sich über kurz oder lang als großer Fehler erweisen.


Ich rede von der Gegenwart und nicht von der nahen oder fernen Zukunft!

Und nach allem was ich in einigen technologischen Gebieten mitbekommen habe und mitbekomme besteht heute nach wievor ein großer Rückstand. Aber wie gesagt dass sind Beobachtungen die ich selbst bzw. Arbeitskollegen und Freunde in einigen technischen Bereichen gemacht haben.

Und wie so du in deinen Posts immer von "es ist ein großer Fehler China zu unterschätzen...etc." redest ist mir auch unklar. Träumst du schon von einer chinesischen Weltherrschaft? Oder von einem neuen Weltkrieg?
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 17:19:20 
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@Porsche:

Der Vergleich mit dem Papierflieger ist nett, aber geht an meiner Argumentation vorbei:

Ich spreche hier nicht von "Komplettsystemen" sondern von Basis-Kernkompetenzen!
Paradebeispiel Elektronik:
Die große Kunst eine leistungsfähige Elektronik herzustellen liegt nicht in der Entwicklung der Platinen, nicht in der Entwicklung von Bauteilen/Prozessoren.
Die Kunst besteht darin, moderne Prozessoren herstellen zu können!
Die internen Schaltkreise einer CPU werden heute genauso gezeichnet wie vor 20 Jahren - der Unterschied liegt schlicht in den Fertigungstechniken die immer kleinere Bauformen, geringeren Strombedarf und höhere Taktfrequenzen bei gleicher Stabilität ermöglichen! Eine aktuelle CPU kann im Prinzip nicht mehr als die allererste CPU der Welt - sie ist nur um ein vielfaches schneller und nur noch ein Bruchteil der Größe!

Das Problem ist heutzutage in sehr vielen Bereichen nicht mehr dass man nicht wüsste, wie es funktioniert, sondern dass man oft an der praktischen Umsetzung (=Fertigung) scheitert.

Intel hatte die Entwicklung eines 1 GHz Prozessors abgeschlossen als es gerade mal die ersten Pentium im Bereich von ca. 200 MHz gab - allerdings reichten damals die Fertigungsmöglichkeiten noch nicht aus um einen solchen Prozessor (marktreif und kosteneffizient) zu produzieren.

Entwicklungstechnisches Know-How ist mittlerweile sehr weit in einem sehr großen Ausmaß vorhanden.
Es Bedarf keiner großartigen Leistungen einen Windtunnel zu errichten und eine Schar Wissenschaftler Tag und Nacht an der Ausfeilung einer Aerodynamik arbeiten zu lassen.
Wenn die dann aber mit einem Modell anrücken und sagen: "Bitte so bauen" wirds dann schon interessanter. Und dieses Know-How ist auch nicht so einfach abzuschauen und zu klauen wie eine Entwicklung!

Wie gesagt - ich spreche nicht von Rüstungsgütern, sondern von absoluten Basics!
Aber diese Basics sind der Grundstein dafür, eigenständig Entwicklungen in weiterführenden Bereichen zu betreiben - sie dien der Grundstock worauf eine Rüstungsindustrie aufbaut.
Es hat absolut keinen Sinn, einen Kampfjet zu entwickeln, wenn ich keine Industrie habe, die moderne Elektronik produzieren kann!
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 17:24:41 
Titel:
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Raveman hat folgendes geschrieben:
Und wie so du in deinen Posts immer von "es ist ein großer Fehler China zu unterschätzen...etc." redest ist mir auch unklar. Träumst du schon von einer chinesischen Weltherrschaft? Oder von einem neuen Weltkrieg?


Ich Träume weder von einer Chinesischen Weltherrschaft und erst recht nicht von einem Weltkrieg - alleine schon diese Unterstellung finde ich etwas zweifelhaft!

Meine Erfahrungen mit China und seiner Armee (Luftwaffe) haben dazu geführt, dass ich mich auch privat damit auseinandergesetzt habe. Mein Conclusio daraus ist eben, dass es meiner Meinung nach ein fataler Fehler ist, wenn die Welt China und seine Möglichkeiten weiterhin so fahrlässig unterschätzt bzw. deren Industrie als reinen Copy-Shop 2. Klasse abzustempeln.
Denn das sind sie bei weitem nicht mehr - auch wenn sie immer noch Probleme haben...
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
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Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 17:58:18 
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Xian hat folgendes geschrieben:
Mein Conclusio daraus ist eben, dass es meiner Meinung nach ein fataler Fehler ist, wenn die Welt China und seine Möglichkeiten weiterhin so fahrlässig unterschätzt bzw. deren Industrie als reinen Copy-Shop 2. Klasse abzustempeln.


Ich glaube man muss differenzieren, denn eine (teilweise staatlich geduldete) "Copy-Shop"-Wirtschaft gibt es genauso wie Eigenentwicklungen.

Jeder Hersteller von irgendeinem Produkt wird sich Informationen über die Konkurrenz beschaffen und diese Infos bei der Verbesserung seiner Produkte verwenden. Aber kopieren alleine reicht nicht, vor allem wenn Grundlagenwissen fehlt (z.B. Stahlerzeugung). Und genau von solchen Problemen höre ich ständig. Und dann stellt sich für mich die Frage was die J-20 eigentlich kann. Ich bezeichne die Chinesen keineswegs als unfähig oder dumm, aber überschätzen oder gar Panik schüren sollte man keinesfalls.

Was ich/wir hier betreiben ist sowieso reine Spekulation und wird es wahrscheinlich auch für immer bleiben da die PLAAF sicher keine intimeren Details oder Falschinformationen herausgeben wird.

Ich kann mir nicht vorstellen dass China innerhalb von 2 Jahrzehnten zu einem Hochtechnologieland wird, nur weil das Land in allen Aspekten groß ist, eine boomende Wirtschaft hat und geopolitisch mehr Einfluss bekommt. Als vielleicht schlechts Beispiel sei hier Japan genannt: Die haben fast ein halbes Jahrhundert benötigt um von einem Lowtech- zu einem Hightech-Land zu werden.

Eine Antwort auf meine vorherige Frage bist du mir schuldig geblieben.
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Pathfinder
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 18:02:11 
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Zitat:
Die große Kunst eine leistungsfähige Elektronik herzustellen liegt nicht in der Entwicklung der Platinen, nicht in der Entwicklung von Bauteilen/Prozessoren.
Die Kunst besteht darin, moderne Prozessoren herstellen zu können!


Naja, Nvidia lässt seine gpus schon seit den guten alten riva-Tagen auswärts produzieren(TSMC und UMC).

Ist nun UMC in der Lage, eine konkurrenzfähige gpu auf den Markt zu bringen?

Intel hingegen wollte ja damals auch in den Grafikkarten-Markt gross einsteigen.Es hat sogar eine Firma aufgekauft, die Erfahrung mit 3d-Hardware im militärischen Bereich hatte.Intel hatte Erfahrung Erfahrung im Design und Produktion.Wie die Geschichte ausgegangen ist, weist du ja.


AMD drehte Intel mit dem K7 erstmalig eine lange Nase. Zuvor segelten sie,wenn ich mich recht erinnere, im Schatten von Intel.Ich spekulier mal, aber zu diesem Zeitpunkt würde ich Intel grösseres Know-How in Sachen Fertigung unterstellen.Hat ihnen nur nichts geholfen.Der K7 war ein Publikumsrenner,leistungsfähig und den Intel-Modellen überlegen.

Ehrlich gesagt würde ich auf die setzten, die (bezahlbare)Innovationen hervorbringen können.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 18:48:13 
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Raveman hat folgendes geschrieben:
Ich glaube man muss differenzieren, denn eine (teilweise staatlich geduldete) "Copy-Shop"-Wirtschaft gibt es genauso wie Eigenentwicklungen.


Korrekt

Raveman hat folgendes geschrieben:
Jeder Hersteller von irgendeinem Produkt wird sich Informationen über die Konkurrenz beschaffen und diese Infos bei der Verbesserung seiner Produkte verwenden. Aber kopieren alleine reicht nicht, vor allem wenn Grundlagenwissen fehlt (z.B. Stahlerzeugung). Und genau von solchen Problemen höre ich ständig. Und dann stellt sich für mich die Frage was die J-20 eigentlich kann. Ich bezeichne die Chinesen keineswegs als unfähig oder dumm, aber überschätzen oder gar Panik schüren sollte man keinesfalls.


Bin ich bei dir!
Die Chinesen haben (noch) ihre Probleme. Aber die werden immer weniger bzw. geringer, und das wollen viele offensichtlich nicht wahr haben.
Was die J-20 wirklich kann bzw. in Serienreife können wird, kann keiner sagen.
Bei den meisten Meldungen hier bekommt man allerdings das Gefühl, dass hier viele 100%ig davon überzeugt sind, dass die J-20 nur eine 3. klassige Kopie sei und der immer schon bestehende Rückstand Chinas immer weiter bestehen würde - und das ist meiner Meinung eben Realitätsverweigerung.
Man muss davon ausgehen, dass der chinesischen Luftfahrt mit der J-20 wieder ein großer Wurf in Richtung technologischer Gleichstellung gelungen ist - wie weit dieser Wurf reicht und um wieviel sich der Abstand verkleinert hat, muss die Zeit zeigen.

Raveman hat folgendes geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen dass China innerhalb von 2 Jahrzehnten zu einem Hochtechnologieland wird, nur weil das Land in allen Aspekten groß ist, eine boomende Wirtschaft hat und geopolitisch mehr Einfluss bekommt. Als vielleicht schlechts Beispiel sei hier Japan genannt: Die haben fast ein halbes Jahrhundert benötigt um von einem Lowtech- zu einem Hightech-Land zu werden.


Genau diese Vergleiche verzerren aber das Bild - die technologische Entwicklung Chinas kann man nicht mit der eines anderen Landes vergleichen - sie ist unvergleichlich aufgrund der Art und Weise wie diese vorangetrieben wird - Kopieren, Spionieren, Know-How Import, im Vergleich zu anderen Ländern teilweise gigantische finanzielle Möglichkeiten, explosionsartiger Anstieg gut ausgebildeter Akademiker in der Bevölkerung,...

Raveman hat folgendes geschrieben:
Eine Antwort auf meine vorherige Frage bist du mir schuldig geblieben.


Welche?
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 19:00:01 
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Pathfinder hat folgendes geschrieben:
Naja, Nvidia lässt seine gpus schon seit den guten alten riva-Tagen auswärts produzieren(TSMC und UMC).

Ist nun UMC in der Lage, eine konkurrenzfähige gpu auf den Markt zu bringen?


Theoretisch, ja!
Die Frage ist, können und wollen sie das "importierte" Know-How weiter nutzen und weiter entwickeln?

Pathfinder hat folgendes geschrieben:
Intel hingegen wollte ja damals auch in den Grafikkarten-Markt gross einsteigen.Es hat sogar eine Firma aufgekauft, die Erfahrung mit 3d-Hardware im militärischen Bereich hatte.Intel hatte Erfahrung Erfahrung im Design und Produktion.Wie die Geschichte ausgegangen ist, weist du ja.


Das ist prinzipiell Korrekt, man muss allerdings immer auch betrachten mit wieviel Willen (Investitionsbereitschaft) und mit welcher Strategie (Marktpositionierung - gleich hohe Preise aber am Markt keinen Namen auf diesem Sektor) man das ganze angeht.
Es sind schon Firmen mit Projekten gescheitert die von vorne bis hinten absolut genial waren, aber aus wirtschaftlichen Gründen trotzdem scheiterten...

Pathfinder hat folgendes geschrieben:
AMD drehte Intel mit dem K7 erstmalig eine lange Nase. Zuvor segelten sie,wenn ich mich recht erinnere, im Schatten von Intel.Ich spekulier mal, aber zu diesem Zeitpunkt würde ich Intel grösseres Know-How in Sachen Fertigung unterstellen.Hat ihnen nur nichts geholfen.Der K7 war ein Publikumsrenner,leistungsfähig und den Intel-Modellen überlegen.


Guter Vergleich!
AMD hat nämlich genau mit dem K7 jenen Fehler gemacht, den Intel nicht machte - es wollte auf biegen und brechen mit Intel gleich ziehen und brachte einen Prozessor auf den Markt, der gute Werte hatte, insich aber thermisch instabil war - es kam (im vergleich zu Intel) zu deutlich höherer Ausfallsrate weil die CPU oft schlicht und ergreifend abgebrannt ist. Da der AMD aber hauptsächlich im Privaten Bereich zum Einsatz kam und diese PC's oft noch mit dem alles andere als stabil laufenden Win95/98 liefen, viel dies vergleichsweise wenig auf - Abstürze und Crashs gehörten ohnehin zum PC-Alltag dieser Tage.

Aber genau das habe ich eben gemeint - technisch konnten sie es - sie wussten wie... aber die Fertigungstechnik reichte damals noch nicht aus um diese Technik auch wirklich zuverlässig zu produzieren.
Wäre der K7 genauso zuverlässig wie die Intel Prozessoren gewesen, wäre Intel gehörig ins schwitzen geraten!

Mit den späteren Athlon (K7-Kern) Modellen verbesserte sich die Zuverlässigkeit... Gleichzeitig zog jedoch Intel mit der Leistung nach - beide produzieren seither auf Augenhöhe - in etwa gleiche Leistung bei etwa gleicher Qualität.
Wäre der K7 zu einem Zeitpunkt erschienen, in der PCs durchwegs stabil laufen, wären ihm (und damit AMD) seine qualitativen Defizite sicher zum Verhängnis geworden.
Aber im Dunstschleier instabiler OS gelang es AMD sich einen Namen für leistungsfähige CPUs zu machen und somit auf Intel aufzuschließen. Ob das aber in dieser Form auch genau so beabsichtigt war oder auch einfach mal ein quäntchen Glück dabei war?

Pathfinder hat folgendes geschrieben:
Ehrlich gesagt würde ich auf die setzten, die (bezahlbare)Innovationen hervorbringen können.


Richtig...
Bei einigen hat man eben nur das Gefühl, dass sie den Chinesen die Fähigkeit zur Innovation absprechen.


Zuletzt bearbeitet von Xian am Mi Jan 12, 2011 19:05:39, insgesamt einmal bearbeitet
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 19:01:55 
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Ich würds mal so sagen (untechnisch betrachtet):

Die echte Innovationskraft eines Landes zeigt sich entweder im Krieg oder am freien Markt. Krieg wollen wir mal nicht hoffen, also bleibt der freie Markt, und da wird China noch ein Weilchen brauchen.

Solange der Staat überall reinpfuscht, wird technische Entwicklung immer gebremst ablaufen.

Avionik, Triebwerkstechnik (Metallurgie), Composite-Werkstoffe, das ganze Zeug entsteht eben am schnellsten und besten in einer Wirtschaft des Wettbewerbs, da werden sie noch 10, 15 Jahre brauchen um mit dem westlichen Jetzt-Stand gleichzuziehen. Da die anderen Länder daweil nicht schlafen, ist der Prozess des Aufholens aber dann auch noch nicht vorbei.

Und in 20, 30 Jahren kriegen sie dann richtig massive demographische Probleme (Ein-Kind Politik, Männerüberschuss, Übervölkerung).

Ich denke einfach die Chinesen haben halt einen massiven "Wettbewerbsnachteil" durch den langen Kommunismus und damit verbundene politisch/kulturelle Gegebenheiten.

Angst muss man vor denen keine haben, spannend wirds wenn die Technik mit den Russen gleichzieht, bei höheren Stückzahlen und besseren Finanzen.
_________________
Thürauer hat folgendes geschrieben:
Lies dir die Leserbriefe in der Krone durch. Es wäre eine witzige Seite, wenn das nicht wahlberechtigte Menschen wären.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 19:16:41 
Titel:
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Die echte Innovationskraft eines Landes zeigt sich entweder im Krieg oder am freien Markt. Krieg wollen wir mal nicht hoffen, also bleibt der freie Markt, und da wird China noch ein Weilchen brauchen.


Ist so imho nicht ganz richtig...
Wenn jemand einen Markt mit Billig-Kopien überfluten will, zeigt er damit nicht seine wahren Fähigkeiten.

Es gibt 2 Möglichkeiten um auf dem Markt zu punkten:
- Qualität und technologischer Vorsprung
- Preis

Am freien Markt setzt China überwiegend auf den zweiten Punkt -> Preis!
Bei der Rüstungsindustrie nicht...

Meine Firma z.B. produziert eine Palette von Maschinen - alle tun im Grunde das gleiche... die eine halt etwas besser, die andere weniger gut. Das spiegelt sich klarerweise im Preis wieder.
Wenn nun ein Kunde das billigere Modell vor sich stehen hat, zeigt dieses Gerät aber bei weitem nicht die technischen Möglichkeiten des Herstellers.

Helmut hat folgendes geschrieben:
Avionik, Triebwerkstechnik (Metallurgie), Composite-Werkstoffe, das ganze Zeug entsteht eben am schnellsten und besten in einer Wirtschaft des Wettbewerbs, da werden sie noch 10, 15 Jahre brauchen um mit dem westlichen Jetzt-Stand gleichzuziehen. Da die anderen Länder daweil nicht schlafen, ist der Prozess des Aufholens aber dann auch noch nicht vorbei.


Über die Jahresangaben kann man natürlich streiten, vom Grundprinzip hast du aber recht.
Der Punkt ist halt nur, dass die Entwicklung in China derzeit schneller vorangeht als in anderen Ländern - auch wenn sie nicht stehen bleiben, so wird der Rote Drache im Rückspiegel trotzdem immer größer...

Helmut hat folgendes geschrieben:
Und in 20, 30 Jahren kriegen sie dann richtig massive demographische Probleme (Ein-Kind Politik, Männerüberschuss, Übervölkerung).


Ich denke nicht, dass es jetzt Sinn macht über die demographische Situation in 20, 30 Jahren zu diskutieren, aber eines ist sicher: In einem gelobten Land leben wir auch nicht - wir dürfen genauso gespannt in die Zukunft blicken wie das bei uns so weiter geht! sad

Helmut hat folgendes geschrieben:
Ich denke einfach die Chinesen haben halt einen massiven "Wettbewerbsnachteil" durch den langen Kommunismus und damit verbundene politisch/kulturelle Gegebenheiten.


Ich sehe das nicht als aktuellen Wettbewerbsnachteil, sondern als Grund warum der Rückstand überhaupt so groß wurde.

Helmut hat folgendes geschrieben:
Angst muss man vor denen keine haben, spannend wirds wenn die Technik mit den Russen gleichzieht, bei höheren Stückzahlen und besseren Finanzen.


Ich denke nicht dass ich hier wie ein Angst-Schürer auftrete - das ist auch nicht meine Absicht!
Aber genauso wenig wie man wegen der J-20 in Panik verfallen muss sollte man auch nicht hergehen und so tun als wär das nur ein Nachbau des Wright-Flyers...

Imho ist es beeindruckend wozu China mittlerweile im Stande ist und wenn die Entwicklung so weiter geht, dürfen wir alle gespannt sein wo das noch hinführt...
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 21:11:58 
Titel:
Antworten mit Zitat

Ich glaub du hast meine Punkte teilweise nicht genau verstanden.

Freier Markt: Innovation (neue Technologien) entsteht wenn Firmen gegeneinander konkurrieren (Apple/Microsoft und die Smartphones mal als Beispiel). Eine Firma oder ein ganzes Land das nur über den Preis arbeitet bzw. jahrelang zumindest im Inland keinen freien Markt hatte, hat kein Potential, keinen Druck für Innovationen.

Und sie das bei Rüstungsgütern anders probieren, mag vielleicht sein, aber die meisten Rüstungsinnovationen kommen aus der Privatwirtschaft.

Anders formuliert: Die Amis haben seit Jahren recht gute Jäger weil jahrzehntelang dort vier, füng große Firmen gegeneinander im Wettbewerb standen (auch was den Export angeht) die alle etwas besseres bauen wollten. Wo war je diese Situation in China, wenn die Firmen unter staatlicher Verwaltung stehen?

Und das mit der Demographie ist ein wichtiger Punkt, denn es bedeuet eine Altlast (ebenfalls des politischen Systems) die genau dann schlagend wird wenn sie es vielleicht geschafft haben, technologisch aufzuholen in 20, 30 Jahren. Dann haben sie plötzlich interne Probleme ohne Ende.
_________________
Thürauer hat folgendes geschrieben:
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 22:43:07 
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@xian
ist sehr interessant,was du über den K7 erzählt hast.

Worüber ich nachdenke, ist folgende Aussage von dir:
Zitat:
Mit der Produktion transferiere ich automatisch das Know-How das in diesem jenen Produkt steckt.


Das ist ein begrenztes Know-How. Man kommt die Blaupause für ein (ausgefeiltes) Endprodukt des Entwicklungsstranges,der sich durchgesetzt hat. Was fehlt, sind die Sackgassen und Irrtürmer, aus denen man ja auch eine Menge lernt.
Was fehlt, sind die Überlegungen, die man in der Anfangsphase eines Projektes in alternative Entwürfe gesteckt hat.

Ich habe schon einigemale mit Technologien gearbeitet, die ausgefeilt waren, bei der ich aber unsicher war, welche Vorteile sie wirklich gegenüber alternativen Ansätzen hat. Das Übernehmen von Technologien könnte die Innovation einschränken oder sogar in einer Sackgasse enden.


Bezüglich der Niedrigpreis-Strategie:
Es ist schon eine übliche Strategie, mit niedrigen Preisen in einen Markt einzutreten(und dann Qualität und Preis zu steigern).

Da muss nicht alles höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Nur - die chinesischen Autos hatten nicht nur aus Kostengründen keine Seitenairbags, keine Kopfairbags sondern auch eine instabile Fahrgastzelle.Also wer auf den europäischen Markt drängt, hätte sich der anderen Qualitätsanfordungen bewusst sein sollen. Eine instabile Fahrgastzelle deutet auf einen andere Philosophie hin(die die Sicherheit des Kunden nicht eben hohe Priorität einräumt) oder auf die Unfähigkeit, zu den, wenn ich micht recht erinnere,günstigen aber nicht sensationellen Preise ein Produkt zu liefern, das grundlegenden Qualitätsanforderungen erfüllt.
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
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BeitragVerfasst am: Mi Jan 12, 2011 22:56:57 
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Xian hat folgendes geschrieben:
Welche?


Raveman hat folgendes geschrieben:
Und wie so du in deinen Posts immer von "es ist ein großer Fehler China zu unterschätzen...etc." redest ist mir auch unklar.


Aber vielleicht driftet das jetzt zu sehr vom Thema ab wo ich dich selbst am Beginn des Threads gemeint habe wir sollten uns hier eher auf die Technik konzentrieren.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Do Jan 13, 2011 10:09:40 
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@Helmut:

Du hast prinzipiell nicht ganz unrecht, aber:
Nach deiner Theorie hätten es die Russen auch nie schaffen dürfen, Flugzeuge wie die MiG-29 oder Su-27 zu entwickeln....

@Pathfinder:

Natürlich - Es ist ein Unterschied ob ich bestehendes Know-How einsetze oder darauf basierend weiter entwickle.
Wenn ich das Basis-Know-How nicht selbst erarbeitet habe, gestaltet sich eine Weiterentwicklung schwieriger / zeitintensiver... nichts desto trotz war der Know-How Import eine Abkürzung auf dem Weg zur technologischen Gleichstellung.
Oft ist es auch so, dass man selber schon 100 Sackgassen gefunden hat, aber die Durchzugsstraße ums verrecken nicht findet - und plötzlich liefert mir jemand eine Blaupause die den entscheidenden Aha-Effekt hervorruft - und mich u. U. vielfältig bei mehreren Problemen weiter bringt.

Bezüglich Strategie: Ich war natürlich bei den Strategie-Meetings betreffend Landwind nicht dabei - aber ich kann mir schlicht und ergreifend nicht vorstellen, dass eine Nation, die bemannte Raumfahrt betreibt und gerade dabei ist eine Raumstation zu installieren, nicht in der Lage ist, einen PKW zu bauen, der einen Crash Test besteht.
Also muss es entweder an der Vermarktungsstrategie (so billig wie möglich, ohne Rücksicht auf Verluste) liegen, oder es hat das betreffende Konstrukteursteam schlicht und ergreifend Mist gebaut.
Rückschlüsse auf die technologischen Fähigkeiten der chinesischen Industrie würde ich davon jedoch nicht ziehen...

@Raveman:
Zitat:
Meine Erfahrungen mit China und seiner Armee (Luftwaffe) haben dazu geführt, dass ich mich auch privat damit auseinandergesetzt habe. Mein Conclusio daraus ist eben, dass es meiner Meinung nach ein fataler Fehler ist, wenn die Welt China und seine Möglichkeiten weiterhin so fahrlässig unterschätzt bzw. deren Industrie als reinen Copy-Shop 2. Klasse abzustempeln.
Denn das sind sie bei weitem nicht mehr - auch wenn sie immer noch Probleme haben...


Sollte die Antwort auf deine Frage sein.
Ich will mit "Fehler" schlicht und ergreifend sagen, dass wir (die ganze Welt außer China) es irgendwann bereuhen werden wenn wir China zu lange nicht ersnt genug nehmen!
Und imho ist die Zeit Reif, diesen aufwachenden Riesen langsam wirklich ernst zu nehmen.
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Do Jan 13, 2011 11:45:44 
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Xian hat folgendes geschrieben:
@Helmut:

Du hast prinzipiell nicht ganz unrecht, aber:
Nach deiner Theorie hätten es die Russen auch nie schaffen dürfen, Flugzeuge wie die MiG-29 oder Su-27 zu entwickeln....


Die frühen MiG-29 waren ja auch Häusl. Vernünftige Flugeigenschaften (aerodynamisch waren die Russen nie schlecht) aber eine Avionik und eine Workload auf einem Qualitätslevel weit unter der gleichzeitig fliegenden F-16 oder später F-15E.

Die Russen haben begonnen massiv aufzuholen genau zu der Zeit als der kalte Krieg vorbei war, und und plötzlich mehr Wettbewerb zwischen den landeseigenen Herstellern entstand. Nur haben die halt da einige Jahre Vorsprung gegenüber den Chinesen.
_________________
Thürauer hat folgendes geschrieben:
Lies dir die Leserbriefe in der Krone durch. Es wäre eine witzige Seite, wenn das nicht wahlberechtigte Menschen wären.
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markus07
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Anmeldungsdatum: 23.08.2007
Beiträge: 213

BeitragVerfasst am: Do Jan 13, 2011 22:33:11 
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das denk ich mir auch immer. die russen haben ja erst mit dem fall der SU zugang zu den ganzen prozessoren etc. bekommen.

heut verwenden sie die gleichen wie der westen. die haben praktisch über nacht zugang zu sachen bekommen die ihnen erlauben ihren rückstand in der informationstechnik aufzuholen......
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Raveman
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Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1407
Wohnort: Graz

BeitragVerfasst am: Fr Jan 14, 2011 10:16:48 
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Die frühen MiG-29 waren ja auch Häusl.


Stimmt, aber dafür war sie die erste Maschine mit Helmvisier. Und das war zum damaligen Zeitpunkt ein Quantensprung.
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Xian
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Anmeldungsdatum: 29.06.2010
Beiträge: 321

BeitragVerfasst am: Fr Jan 14, 2011 11:02:51 
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Richtig - der ganz große Unterschied zwischen den westlichen Modellen und den sowjetischen war die fehlende Elektonik in den MiG's und Su's.

Der Grund dafür war aber nicht fehlender Konkurenzkampf sondern schlicht und ergreifend nicht vorhandene Halbleitertechnik - in der SU gab es sowas einfach nicht!

Ein gutes Flugzeug zu konstruieren, das ist das geringere Problem, das schaffen viele.
Was aus der fliegenden Blechdose dann aber erst ein gutes Kampfflugzeug macht, ist die darin befindliche Elektronik - stimmt schon... nicht nur Elektronik, aber es ist DER wesentliche Punkt eines modernen Fighter wo sich die Spreu wirklich vom Weizen trennt...

Und genau in diesem Bereich wird den chinesen Know-How auf dem Silbertablett angeboten.
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Zuckerbäcker
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Anmeldungsdatum: 05.01.2009
Beiträge: 1789

BeitragVerfasst am: Fr Jan 14, 2011 12:47:00 
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Xian hat folgendes geschrieben:
Der Grund dafür war aber nicht fehlender Konkurenzkampf sondern schlicht und ergreifend nicht vorhandene Halbleitertechnik - in der SU gab es sowas einfach nicht!


Also Halbleitertechnik gabs dort spätestens seit des Sechzigern.
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