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Wallace1981
Gast





BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 11:25:57 
Titel: Erich Wolf, Erhard Steininger und 87.600 Euro
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Auf www.vol.at steht ein Artikel mit dem Titel "Neue brisante Dokumente aufgetaucht". Weiß jemand von euch mehr davon oder ist das wieder das typisch Kräuter'sche Ausstiegsblabla?
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Helmut
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 11:45:53 
Titel:
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Standard.at hat mehr Infos.

So wie's aussieht gibts in der Firma von Wolf's Frau eine Rechnung vom 18.12.2002, wo sie Steininger diese Summe für ein Marketingkonzept verrechnen.

Die Typenentscheidung war am 2.06.2002, also wäre das Geschäft mit Steininger nach der Typenentscheidung erfolgt, und Kräuter sagt das Geld käme von "Bofors"...war Steininger zu der Zeit für Gripen tätig? Dann ist es sowieso komplett hinfällig.

Selbst wenn nicht: Ein legales Geschäft mit der Firma von Wolf's Frau nach dem Abschluss der Typenbewertung ist kaum ein Grund für einen Vertragsausstieg.
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pg
ist immer hier
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 1558

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:28:34 
Titel:
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Selbst wenn nicht: Ein legales Geschäft mit der Firma von Wolf's Frau nach dem Abschluss der Typenbewertung ist kaum ein Grund für einen Vertragsausstieg.


Objektiv gesehen kann das kein Grund sein.
Eventuell (!) dann, wenn man nachweist, dass das Zustandekommen dieses Vertrages nachhaltig und durch Wolfs unobjektive bzw. unrichtige Bewertung vorgenommen wurde.

Und das kann ich mir nicht vorstellen:
* Wolf war Teil einer 33 (?) köpfigen Bewertungskommission mit entsprechend eingeschränkter Einflussnahmemöglichkeit.
* Er hat für den EF die beste Bewertung abgegeben, was aber aufgrund der Leistungen des Flugzeug als korrekt unterstellt werden muss.
* Die Entscheidung wurde durch die Regierung getroffen - nicht von der Bewertungskommission und nicht von ihm selbst.
Und da Scheibner - weil er offensichtlich mit der "österreichischen Realität" spekuliert hat - zuerst mit dem Gripen-Vorschlag im Ministerrat erschienen ist, kann zunächst die Einflussnahme der Bewertungskommission (und somit Wolfs Einfluss) auf die Politik gänzlich vernachlässigt werden.

Es mag die Person Wolf betreffend eine merkwürdige Optik ergeben und man kann, wenn man glaubt das zu müssen, die Äußerungen die er im UA getätigt hat auf die Goldwaage legen, wenn man vorhat ihm Falschaussage vorzuwerfen (das ist offenbar der Fall). Aber man muß ein mögliches (!) persönliches Fehlverhalten von der Rechtswirksamkeit des EF-Vertrages auseinanderhalten.
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Manny24_1
schaut öfters hier rein
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Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:30:13 
Titel:
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Hi zusammen smile

Was ich dann aber nicht verstehe bei der ganzen Geschichte - Wolf hat laut orf.at vor dem Ausschuss gesagt, dass er keine Geschäftsbeziehungen zu Steininger hatte...wenn alles legal war, wieso dann dieser...Gedächtnisverlust?
Wo doch eh alle wissen, dass Pilz, Kräuter & Co sich auf jedes Futzelchen stürzen!

lg, Manny
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Helmut
Administrator
Administrator


Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:37:20 
Titel:
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Wolf sagte vor dem Auschuss, das er bis zum 25.Juni 2002 keine Geschäfte mit Steininger gemacht hat - das war der Tag der Typenentscheidung und die Datumsgrenze des damaligen Beweisthemas.

Wolf hat nie gesagt das er "keine Geschäftsbeziehung" mit Steininger hatte. Nur halt nicht im Zeitraum der Typenentscheidung, und das stimmt laut Rechnungsdatum auch.
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John Galt
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Anmeldungsdatum: 15.01.2005
Beiträge: 1239

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:54:40 
Titel:
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Dann ist das jetzt ohnehin hinfällig, wieso wird noch Auflebens darum gemacht?

Bei welchem UA-Protokoll kann man dies nachlesen?
_________________
"What is the moral code of altruism? That man has no right to exist for his own sake, that service to others is the only justification of his existence, and self-sacrifice is his highest moral duty, virtue and value."
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Manny24_1
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Anmeldungsdatum: 06.04.2007
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:56:27 
Titel:
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Insofern sind dann die Anzeigen von Darabos alles andere als berechtigt...is der wirklich schon so verzweifelt?

btw - wann wird eigentlich der erste EF genau nach Österreich kommen? Gibts da schon einen Termin?
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Lauchri
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Anmeldungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 12:58:17 
Titel:
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Es ist vor allem nach den Rumpolds eine weitere "sehr blöde" Geschichte.
Wenn die Geschäftsanbahnung dazu nachweislich nach Abschluss der Typenentscheidung erfolgt ist, und oder der Auftragsgeber sich um Bofors
handelt, wird es wohl unmöglich sein daraus einen Ausstiegsgrund zu konstruieren Es bleibt halt ein sehr bitterer Nachgeschmack.
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Prometheus
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 3779

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 13:20:30 
Titel:
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Die erste Typhoon landet spätestens am 1.Juni.
Selbst wenn sich pilz, darabos, kräuter & Co auf den kopf stellen.

Sollte Darabos verschieben, wegen Lizenzen(was kein echter grund ist, immerhin ist AS001 bereits geflogen) oder um dem UA mehr zeit zu geben wird Eurofighter GmbH (und nicht EADS, denen gehört nur 44% des ganzen) eben Lagergebühren verlangen(wieviel wird das sein?), also erreicht der zivi das gegenteil, nämlich noch mehr kosten.
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Lauchri
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Anmeldungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 17:48:40 
Titel:
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Ob per 1. Juni der erste EF kommt oder nicht ist wurscht, man kann trotzdem aus dem Vertrag aussteigen.
Ich hoffe die Sache klärt sich zumindest soweit auf, dass daraus kein
Ausstriegsgrund konstruiert wird.

Aber ich bin schon ziemlich fassungslos darüber, dass sich General Wolf zu einer Geschäftsbeziehung mit Steininger einlässt.(jetzt ganz gleich, was dahintersteckt) Dümmer geht's nimma.....
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hakö
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Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beiträge: 1293
Wohnort: liebenberg im waldviertel

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 18:40:25 
Titel: zum UA-Angriff auf wolf.....
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kann man sagen:
in der not frisst der teufel fliegen,oder wölfe?
_________________
Pazifisten sind wie Schafe,die glauben dass der Wolf Vegetarier ist. (Yves Montand)
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 19:29:07 
Titel:
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Lauchri, Wolf und Steininger waren schon Freunde bevor irgendwer von Eurofighter geredet hat.

Warum soll er nicht mit einem Freund Geschäfte machen, nachdem die Typenentscheidung (und damit der Interessenskonflikt) erledigt ist.
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Canard
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Anmeldungsdatum: 16.01.2007
Beiträge: 318

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 20:01:16 
Titel:
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Wie heißt es noch mal schnell?
Der größte Lump im ganzen Land, ist der Denunziant!
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warlock
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Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beiträge: 481

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 21:37:30 
Titel:
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das problem ist nur dass sich krone und orf auf alles stürzen was die stimmung gegen den eufi anheizt.... zuerst schreien und dann leise wiederrufen das interessiert doch eh niemanden siehe news.... die haben doch auch in fast jeder ausgabe wiederrufungen drinnen und wer liest das noch?
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Lauchri
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Anmeldungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 22:42:01 
Titel: @Helmut
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Deine Frage erscheint mir gar ein bisserl naiv. Selbst wenn dieses Geld absolut nichts mit EF zu tun hat, könnte man den Schluss ziehen, dass Steininger Wolf als Belohnung ein Geschäft zukommen hat lassen. Wie heisst es so schön? Eine Hand wäscht die andere. Wolf hat sich damit in eine unmögliche Situation gebracht.
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Lauchri
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Anmeldungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Fr Apr 06, 2007 23:08:58 
Titel: Unglaublich
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Wie ich jetzt im Standard gelesen habe, bestätigt Fr. Wolf die Annahme des Geldes. Es soll sich dabei um ein Darlehen handeln, um das Gen. Wolf Steininger gebeten hat, um die Insolvenz der Fa. zu vermeiden. Mir fehlen da ein bisserl die Worte, so ein unglaublich ungeschicktes Vorgehen ist das.
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Helmut
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 05:18:57 
Titel:
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Es ist ungeschickt, aber zu dem Zeitpunkt war die Typenentscheidung gelaufen. Was bringt das, wenn ich jemand 6 Monate nach Abschluss der Entscheidung besteche?
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RRR
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Anmeldungsdatum: 10.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 08:33:23 
Titel:
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Wenn ich wirklich jemanden bestechen will, werd ich wohl kaum darauf bestehen, dass er mir eine Rechnung ausstellt und diese dann in meine Buchhaltung aufnehmen (wovon ja zwangsläufig das Finanzamt erfährt). Da gibt's sicher andere Wege über ausländische Konten usw.

Außerdem erscheint mir der Betrag von € 87.600,-- ein bissl niedrig, angesichts des Auftrages von € 2 Mrd.
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Wulpe
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beiträge: 234
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 09:27:55 
Titel:
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Helmut hat folgendes geschrieben:
Ein legales Geschäft mit der Firma von Wolf's Frau nach dem Abschluss der Typenbewertung ist kaum ein Grund für einen Vertragsausstieg.


Das Rechnungsdatum wurde zumindest für einen Zeitraum nach der Typentscheidung gewählt.

Im übrigen liefen genau zu diesem Zeitpunkt die Vertragsverhandlungen, und waren aufgrund der politischen Lage wohl ins Trudeln geraten (Neuwahlen am 24.11.02, Regierungsbildung am 28.2.03).


Zuletzt bearbeitet von Wulpe am Sa Apr 07, 2007 09:34:44, insgesamt einmal bearbeitet
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manfred
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 09:30:54 
Titel: Erich Wolf wollens ja abschießen
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Die vorigen Minister haben seine nebenberuflichen Tätigkeiten genehmigt.
Anonym wurde er 2003 angezeigt. Die Justz hat das Verfahren eingestellt.
Jeder der Erich Wolf kennt und viele die seine Arbeit schätzen wünschen
sich das sie in Zeltweg oder sonnst wo solche Veranstaltungen weiterhin sehen können .
Seine bis jetzt erfolgslosen Kopfjäger wollen solche Veranstaltungen auch abdrehen und auch da sind ihnen alle Mittel recht.
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Wulpe
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beiträge: 234
Wohnort: Salzburg

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 10:04:37 
Titel:
Antworten mit Zitat

Helmut hat folgendes geschrieben:
Wolf sagte vor dem Auschuss, das er bis zum 25.Juni 2002 keine Geschäfte mit Steininger gemacht hat - das war der Tag der Typenentscheidung und die Datumsgrenze des damaligen Beweisthemas.

Wolf hat nie gesagt das er "keine Geschäftsbeziehung" mit Steininger hatte. Nur halt nicht im Zeitraum der Typenentscheidung, und das stimmt laut Rechnungsdatum auch.


Nette Story, aber bleiben wir doch lieber bei der Wahrheit:


Krone.at hat folgendes geschrieben:
Danach gefragt, ob er Steininger oder EADS direkt oder einer Firma, die mit Werbeaufträgen befasst war, irgendwann einmal Honorare für Beratung oder für Gestaltung von Werbeveranstaltungen gelegt habe, hatte Wolf laut Protokoll geantwortet: "Nein, diesbezüglich ist mir nichts bekannt."


diepresse.at hat folgendes geschrieben:
Wolf hat jedenfalls einiges aufzuklären: So hat er vor dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss erklärt, dass die Firma, in der er laut Firmenbuch als Kommanditist (Einlage: 400.000 Schilling) und Prokurist und seine Frau als Geschäftsführerin aufscheint, in den 90er Jahren ihre Geschäftstätigkeit beendet hat.


Falschaussagen. Der wird jetzt gekreuzigt, und das ist gut so (ist eh Ostern).
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RRR
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Anmeldungsdatum: 10.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 13:00:24 
Titel:
Antworten mit Zitat

Warum Falschaussage? Wolf wurde nur gefragt, ob er "Honorare für Beratung oder für Gestaltung von Werbeveranstaltungen" erhalten hat.

Hat er aber nicht. Das wirkliche Geschäft war ja nur ein Privatdarlehen an die Firma seiner Frau. Beratungstätigkeiten wurden ja lt. Aussage von Wolfs Frau gar keine erbracht. Das war ja nur eine Scheinrechnung.

Also, ob sich da strafrechtlich was konstruieren lässt, ist meines Erachtens sehr fraglich. Politisch sieht das natürlich anders aus ...
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Firehawk
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Anmeldungsdatum: 20.02.2007
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 13:23:32 
Titel:
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Dazu hab ich hier mal die Protokollauszüge zusammengestellt - leider ist das so umfangreich, dass ich versucht habe das wichtigste hier zusammenzustellen.

Der Großteil der "Falschaussage" beruht auf einer frühen Sitzung, wo der Herr Wolf einfach mal alles abgestritten hat und anscheinend nicht gewusst hat, wie die beiden Firmen seiner Frau funktionieren.

Und meine Persönliche Anmerkung zu den Honoraren: Da ja jetzt schon ein "juristischer Ausstiegstext" gesucht wird - könnte man ja die "irgendwann einmal" Frage auf den Zeitraum des Beweisthemas beziehen (darauf wird ja vom Pilz immer soviel Wert gelegt wink) - somit hat er nichts falsches gesagt - man müsste ihm sowieso das Wissen erst mal nachweisen.

vom Freitag 15. Dezember 2006
Zitat:
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sie haben natürlich viel Kontakt mit EADS gehabt – auch im Vorfeld, noch innerhalb der Zeit des ersten Beweisthemas. Es hat ja auch Werbeverträge mit EADS und einem Herrn Steininger gegeben.

Haben Sie eigentlich auch irgendwann einmal Spesenrechnungen oder Honorare für Beratung oder vielleicht für Gestaltung von Inseraten oder für Werbeveranstaltungen oder so irgendwas gelegt: entweder Herrn Steininger oder EADS direkt oder vielleicht einer Firma, die mit Werbeaufträgen befasst war?

GenMjr Mag. Erich Wolf:
Nein, diesbezüglich ist mir nichts bekannt.

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ):
Ihre Gattin hat ja auch eine Firma. Können Sie genauer definieren, welchen Firmenzweck die Firma Ihrer Gattin verfolgt?

GenMjr Mag. Erich Wolf: Dieses Thema ist insofern abgeschlossen, als diese Firma Ende der neunziger Jahre ihre Tätigkeit eingestellt und keine weiteren Aktivitäten gesetzt hat.

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Das heißt, im Jahr 2000 hat es keine Firma mehr gegeben, die Ihre Gattin geführt hat?

GenMjr Mag. Erich Wolf: Das ist richtig.

[...]

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ) (erkundigt sich bei der Auskunftsperson nochmals nach der genauen Wohnadresse, die diese ihm nennt.) Dort hat die Creative-Promotion, Werbe- und Sportveranstaltungs-GmbH & Co. KG laut Firmenbuch ihren Sitz, und Sie sind dort Prokurist dieser Gesellschaft – und ich sehe, auch Kommanditist.

Ist das richtig?

GenMjr Mag. Erich Wolf: Soweit mir erinnerlich, ist das nicht mehr richtig. Die Firma ist jedenfalls stillgelegt.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ):
Wann ist sie stillgelegt worden?

GenMjr Mag. Erich Wolf: Das kann ich Ihnen jetzt nicht präzise sagen.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): In etwa?

GenMjr Mag. Erich Wolf: Jedenfalls in den neunziger Jahren.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ):
In den neunziger Jahren? – Es ist bemerkenswert, dass die Firma aber jedenfalls nach wie vor im Firmenbuch, und zwar nicht im historischen Teil abrufbar ist.

GenMjr Mag. Erich Wolf: Ich kann diese Frage mitnehmen und beim nächsten Mal beantworten.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Ich finde das bemerkenswert deswegen, weil der letzte Jahresabschluss aus dem Jahre 2004 im Firmenbuch angemerkt ist.

GenMjr Mag. Erich Wolf:
Ich kann nur noch einmal sagen: Ich kann diese Frage mitnehmen und beim nächsten Mal beantworten.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Sie sind Prokurist dieser Firma. Ich muss schon ein bisschen darauf bestehen, dass Sie mir sagen, wann in etwa – auf einen Monat kommt es mir nicht an – die letzte Geschäftstätigkeit dieser Firma stattgefunden hat, wenn Sie behaupten, sie sei stillgelegt worden.

GenMjr Mag. Erich Wolf:
Die letzte Geschäftstätigkeit hat sicher Ende der neunziger Jahre oder in den neunziger Jahren stattgefunden. – Das ist es.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ):
Sie können daher ausschließen, dass diese Firma direkt oder indirekt mit der Anschaffung eines Fluggerätes in der Draken-Nachfolge zu tun hatte.

GenMjr Mag. Erich Wolf:
Ich schließe das hundertprozentig aus.


vom Montag 29. Jänner 20007

Zitat:
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Jetzt hätte ich Sie noch ganz gerne ersucht, zu Unternehmen, die auch in einer öffentlichen Debatte gestanden sind – ich glaube, Zeitungsbereichte, die Bezug genommen haben auf Kollegen Kräuter, die zu Medienberichten geführt haben –, in Ihrem beziehungsweise in Ihrem familiären Umfeld, die Thema waren, etwas zu sagen. Ich möchte Sie bitten, dass Sie uns vielleicht erklären, ob es hier direkte oder indirekte Beziehungen von Unternehmen Ihrerseits oder von Familienangehörigen gibt, die direkt oder indirekt mit den Geschäften bei dieser Anschaffung, auch mit den Werbemaßnahmen und mit ähnlichen Dingen zu tun haben in Zusammenhang stehen.

Mag. Erich Wolf: Es hat keinen wie immer gearteten Zusammenhang gegeben mit einer der von Ihnen intendierten Firmen oder Vorhaben, die Sie genannt haben. Ich kann Ihnen genau die Tätigkeiten ausführen. Ich habe mir jetzt auch den Firmenbuchauszug der beiden Firmen beschafft und nehme an, dass Sie den auch vorliegen haben, wo klar ersichtlich ist, in welchem Eigentumsverhältnis sie sind beziehungsweise wer was in welchem Unternehmen ist, und kann Ihnen ergänzend Folgendes sagen:

1995 erfolgte der Übergang der Geschäftstätigkeit von der KG auf die GesmbH.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Bei der Creative-Promotion, Werbe- und Sportveranstaltung?

Mag. Erich Wolf: Es hat zu diesem Zeitpunkt gegeben, wie das üblich ist bei den Firmenkonstruktionen, die Firma Creative-Promotion GesmbH & Co KG. Herr Abgeordnete Jarolim, glaube ich, wird sicher wissen, wie man das baut. Die eine Firma haftet für die andere, eine ist operativ tätig, um auch die Haftung zu limitieren. Das ist ein üblicher Vorgang im Geschäftsleben.

Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Dort sind Sie Kommanditist in der Firma?

Mag. Erich Wolf: Bei diesen Firmen, Creative-Promotion GesmbH & Co KG, hat die Trennung, hat der Übergang der Geschäftstätigkeit von der KG auf die GesmbH im Jahr 1995 stattgefunden.

Im Jahre 1996 hat meine Frau Anna Maria Frühstück-Wolf die GesmbH-Anteile übernommen, 1999 wurde diese GesmbH in die Accutronic übergeführt, umbenannt, was auch dem Firmenbuchauszug zu entnehmen ist.

Ab diesem Zeitpunkt hat es keine Luftfahrtveranstaltungen gegeben, weil ursprünglich 1985 ja die Firma Creative-Promotion, Sportveranstaltungs-Ges.m.b.H mit dem Schwergewicht Luftfahrtveranstaltung gegründet wurde.

1992 war noch die Flugmesse in Wiener Neustadt in Verbindung mit der Messegesellschaft in Wiener Neustadt. 1993 hat es unter anderem eine Flugschau in Klagenfurt gegeben, auch am Tag der historischen Luftfahrt in Salzburg, Flugmesse und Airshow. in Wiener Neustadt.

1994 unter anderem eine Heißluftballonveranstaltung in Zell am See, 1995 Flugmesse und Airshow in Wiener Neustadt mit den Businessmessen, also mit der lokalen Organisation. 1996 war eine Open-Air-Veranstaltung der Wiener Philharmoniker im Auftrag der Stadt Wiener Neustadt, Bürgermeister Peter Wittmann. Und 1997 war die Red Bull Airshow, aber basierend auf einer Firma Red Bull Airshow GmbH, wo diese Firma beteiligt war, nämlich die Creative-Promotion GesmbH.

Und 1998 war die letzte derartige Veranstaltung, nämlich die Flugmesse und Airshow mit den Wiener Neustadt Businessmessen. Anschließend hat sich die Firma Accutronic, wie der Name sagt, mit Akkumulatoren beziehungsweise Batterien beschäftigt.


vom Mittwoch 31. Jänner 20007

Zitat:
Mag. Erich Wolf: Es hat eine ordnungsgemäß gemeldete Nebenbeschäftigung gegeben, die ich ihm schriftlich auch abgegeben habe. Ich habe sie auch später schriftlich eingestellt. Und die zuständige Stelle für die Nebenbeschäftigung war – heute wird es die Zentralsektion sein – damals die Sektion I. Dort ist das eingelaufen und ordnungemäß abgehandelt worden, und es ist keine Untersagung erfolgt.

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ):
Warum, glauben Sie, hat Bernecker gesagt, das geht nicht? Hat es eine Untersuchung von Unvereinbarkeiten gegeben oder ein Verfahren?

Mag. Erich Wolf: Das müssen Sie ihn fragen, was er da gesagt hat und warum er das gesagt hat. Mir ist das nicht bekannt.

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Wenn Ihnen mitgeteilt wird, die Nebenbeschäftigung geht nicht, und dann haben Sie es eingestellt – das muss ja ...

Mag. Erich Wolf:
Nein, nein. Diese Schlussfolgerung ist unzulässig. Es hat eine gemeldete Nebenbeschäftigung gegeben. Ich habe sie zu einem bestimmten Zeitpunkt eingestellt – das Datum kann ich Ihnen jetzt nicht sagen, aber es ist eruierbar. Und es ist von der zuständigen Stelle, das ist die Sektion I, keine Untersagung erfolgt. Und der Vorgang ist der: Es bedarf, wenn das der Dienstgeber nicht will, einer Äußerung. Und die ist nicht erfolgt.

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Können Sie sich ungefähr erinnern an den Zeitpunkt, wann das eingestellt wurde, Ihre Nebenbeschäftigung?

Mag. Erich Wolf:
Ich möchte, weil das ja logischerweise alles sehr genau auf die Waagschale gelegt wird, ...

Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Wenigstens das Jahr?

Mag. Erich Wolf:
Irgendwo in der Gegend von 1999.
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F8 Bearcat
ist immer hier
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Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beiträge: 170

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 13:38:00 
Titel:
Antworten mit Zitat

EDIT

Zuletzt bearbeitet von F8 Bearcat am Mo Dez 28, 2015 17:38:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Lauchri
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Anmeldungsdatum: 21.01.2007
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: Sa Apr 07, 2007 14:23:37 
Titel:
Antworten mit Zitat

Es handelt sich dabei eindeutig um Geschenkannahme. Wolfs Karriere ist damit beendet. Er wird die Einführung des EF nicht mehr als Airchief erleben. Es hat ihm dabei leider das Gefühl gefehlt, was geht und was nicht. Ich hoffe aber, dass der EF trotzdem kommt, weil ich denke dass die SP gar nicht mehr den Ausstieg will, und das Geschrei Kräuters nur der Befriedigung der SP-Klientel gilt, und der Stärkung Darabos gegenüber EADS
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