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maro
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 10, 2007 22:45:53 
Titel: Krist (SP?) mit Wolf ?ber Alarmstartzeiten
Antworten mit Zitat

Zitat:
Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Herr Generalmajor, ich m?chte mich im ersten Teil der Fragestellungen technisch-organisatorischen Fragen widmen, die aber, denke ich, doch nicht uninteressant sind, was die Gesamtkosten und die Typenentscheidung betrifft, n?mlich dem Thema ?Alarmstartzeiten?.
Ich glaube, wir sind uns da ziemlich einig, dass die wichtigste F?higkeit dieser Flieger, ob man sie jetzt Abfangj?ger oder Kampfflugzeuge nennt, ist, rasch aufsteigen zu k?nnen und rasch das Flugobjekt, was immer da kommt, zu identifizieren, abzudr?ngen, zur Landung zu zwingen oder zu bek?mpfen ? was auch immer.
Es gibt Berichte, dass die Startzeiten des Eurofighters ziemlich ?katastrophal? sind. Ich beziehe mich da auf einen Bericht. ( Interessant - den ersten QRA-Test haben die Briten erst k?rzlich absolviert und ich bezweifle, dass da irgendwer schon Zahlen und Daten hat )Es ist da eine unglaubliche Menge von Technik in diesem Flieger drinnen, und bis das alles hochgefahren ist ? angeblich gibt es da vier Bordcomputer, die unabh?ngig voneinander zustimmen m?ssen, dass der Flieger fliegen darf ?, soll das angeblich bis zu 20 Minuten dauern. Beim Draken hat das 2 bis 5 Minuten gedauert. Jetzt wissen wir schon, dass dort weniger Technik drinnen war.
Wie berichtet worden ist, muss angeblich der Eurofighter, um diese Einsatzbereitschaft zu verk?rzen, st?ndig hochgefahren sein, sodass man praktisch nur noch die Triebwerke z?nden muss, damit er wegstarten kann. Das w?rde aber bedeuten, dass die ganze Elektronik da drinnen permanent im Einsatz ist oder sehr h?ufig, was wiederum die Wartungsintervalle sehr verk?rzen w?rde.
Sind diese Betriebszeiten, die da offensichtlich anfallen, insbesondere beim Eurofighter, oder diese vermehrten Intervalle der Wartung eingerechnet worden beziehungsweise sind Alarmstartzeiten bei den anderen zu diskutierenden Typen in die ?berlegungen miteinbezogen worden oder miteingerechnet worden?

Mag. Erich Wolf: Es war eine F?lle von Fragen, ich hoffe, dass ich sie treffen werde.
Wir haben selbstverst?ndlich, was die Alarmstartf?higkeit betrifft, einige Kriterien in unserem Bewertungskatalog gehabt und haben diese sehr genau abgearbeitet. Hier waren ganz strenge Muss-Forderungen, n?mlich genau unter Einbeziehung ihrer ?berlegungen, Herr Abgeordneter: komplexer ?sterreichischer Luftraum, hohe Steigrate und die Forderung, schnell an das Ziel heranzukommen. Und diese Werte sind, soweit mir erinnerlich, beim Eurofighter selbstverst?ndlich erf?llt worden, weil sie auch Muss-Forderungen waren, bestimmte Werte zu erf?llen. Dar?ber hinaus waren es auch Soll-Merkmale, wo er einige Punkte auch noch gut gemacht hat beziehungsweise auch erreicht hat.
Ich kann nur sagen: Selbstverst?ndlich gilt das f?r alle Luftfahrzeugsysteme der heutigen Technologie, dass die Computer in einem bestimmten Betriebszustand sein m?ssen. Das ist aber auch das Wesen bei einer Alarmbereitschaft oder der Alarmrotte, dass sie beziehungsweise ein Teil angeschlossen ist an ein Bodensystem beziehungsweise an das Bordsystem und in Betrieb genommen wird, zu einem bestimmten sparsamen, aber notwendigen Takt, um eben dann tats?chlich rasch starten zu k?nnen.

Ich m?chte noch erg?nzen: Man muss sich aber auch vorstellen, dass dieser Alarmstart, wo die Piloten aus der Unterkunft hinausrennen, wie man es oftmals auch in Filmen sieht, nicht das t?gliche Brot sind im praktischen Leben, sondern dass man auf Grund der Bodensensoren, also der bodengest?tzten Sensoren oder der sonstigen Informationen, die man bekommt, insbesondere eben im System Goldhaube, fr?hzeitig eine Sitzbereitschaft macht und fr?hzeitig die Piloten im Flugzeug hat, um sie rechtzeitig an ein Ziel heranzubekommen, beziehungsweise sogar die Steigerungsstufe: dass man die Flugzeuge prophylaktisch auch im Luftraum in eine g?nstige Position bringt. Also das ist die Praxis, von der wir sprechen.

Aber noch einmal zur?ckkommend: Es sind von allen Systemen, sowohl von F-16, vom Gripen als auch vom Eurofighter, die wesentlichen Punkte ? und das sind zum Teil Muss-Kriterien ? erf?llt worden.

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Und da hat der Eurofighter in Summe am besten abgeschnitten?

Mag. Erich Wolf: Das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen. Da m?sste man die Bewertungsergebnisse herholen, und darauf bin ich in diesem Detail, ehrlich gesagt, nicht vorbereitet. Aber es ist von allen drei erf?llt worden, soweit mir das erinnerlich ist.

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Damit ich das noch einmal richtig verstehe: Das hei?t, alle, egal welcher Flieger, m?ssten in so einer Grundbereitschaft gehalten werden (Mag. Wolf: Ja!), und da ist Eurofighter nicht ?berdimensional h?her aufw?ndig als die anderen?

Mag. Erich Wolf: Nein! Das kann ich aus dem Stand sagen. Sie m?ssen sich vorstellen, selbst Flugzeugsysteme der ?lteren Generation, wie ein Phantom oder Tornado, m?ssen in einem, wenn man das jetzt allgemein oder landl?ufig sagt, vorgew?rmten Zustand sein.

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Eine Frage, die halb privat ist. Ich habe keine Vorstellung: Was w?re, wenn ein milit?rischer D?senflieger in unserem Luftraum von Italien nach Deutschland fliegt, wie lange fliegt der in der Regel?

Mag. Erich Wolf: Je nach Geschwindigkeit nat?rlich; die Strecke ist ungef?hr 60 Kilometer lang. Man kann sich also ausrechnen, dass er etwa 10 Kilometer in der Minute fliegt. Das ist, w?rde ich sagen, so ein ?ber den Daumen gepeilter Wert. (Obmann-Stellvertreter Mag. Ga?ner ?bernimmt den Vorsitz.)

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Daher ist es nat?rlich schon sehr wichtig, wie schnell wir die Flieger in die H?he bringen.

Mag. Erich Wolf: Das ist korrekt. Aber wir haben in der Vergangenheit schon bewiesen, eben durch das fr?hzeitige Erfassen von Zielen, dass wir rechtzeitig in Position waren, und haben auch diesen Teil ?sterreichs wirkungsvoll ?berwachen k?nnen.


Irgendwer hat den Krist ordentlich in der Mangel gehabt - alleine kommt der nicht auf so was.
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Eurofighter Typhoon Die modernste Technik ist doch nicht blöd, Mann!
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Martin Rosenkranz
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