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maro
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Anmeldungsdatum: 24.07.2004
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 17, 2007 00:55:42 
Titel: Was Steininger f?r EADS gemacht hat
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Zitat:

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Herr Bergner, ich m?chte noch einmal auf den Vertrag zur?ckkommen, den Sie auch erw?hnt haben, den es zwischen Herrn Steininger, also seiner BOFORS Beratungsagentur, und EADS gegeben hat.
Ist Ihnen inhaltlich N?heres bekannt zu diesem Vertrag?

Dr. Klaus-Dieter Bergner: Ich habe weder den Vertrag ausgearbeitet noch unterzeichnet. Das ist reine Angelegenheit der Business Unit. Meine Verantwortung bei Vertr?gen war nur, daf?r zu sorgen, dass das Procedere eingehalten wird, dass das entsprechend eingereicht wird und dass der Vertrag erst dann unterzeichnet und abgeschlossen werden kann, wenn dieses Procedere schriftlich abgeschlossen ist. Es gibt da eine Urkunde, die wird der Business Unit ?bersandt, da steht drinnen: Wir haben das gepr?ft, und mit diesem Berater d?rfen sie Vertragsverh?ltnisse eingehen!

Abgeordneter Hermann Krist (SP?): Ist Ihnen als Insider bekannt oder was ist da ?blich in der Branche, was es da an Honoraren f?r solche Leistungen gibt?

Dr. Klaus-Dieter Bergner: Ich hatte ja schon gesagt: Der Berater ist zust?ndig f?r die Verbesserung unserer ? also des Unternehmens oder der entsprechenden Business Units ? Wettbewerbsf?higkeit. Er hat Marktkenntnisse einzubringen, weil in dem Fall, in ?sterreich, waren wir auch nicht vor Ort, wir kannten uns hier nicht aus. Er bringt Kenntnisse ?ber Verfahren und Prozesse ein, das hei?t also, wie l?uft welches Verfahren, welche Termine gibt es, was hat man dabei zu beachten. Der Berater kann Papiere ? Briefe, Angebotsunterlagen et cetera ? lesen und interpretieren. Er macht aufmerksam auf Stolpersteine.
Ich habe ? das Beispiel kennen Sie ? Herrn Steininger das erste Mal wirklich intensiv kennengelernt, als wir uns im Januar 2002 in M?nchen getroffen haben und Seite f?r Seite unseres Angebots durchgegangen sind; da war er dabei.
Stolpersteine: Wir haben versucht, dass uns so etwas nicht passiert, wie es SAAB passiert ist, dass man Gleitpreise angeht und damit ein Muss-Kriterium nicht erf?llt und rausf?llt. Wir hatten in etwa das gleiche Problem. Die Angebotsbeantwortung machen weitestgehend Techniker. Es gibt zwar einen Commercial-Bereich, es gibt einen technischen Bereich und so weiter, wie in ihrer Bewertungskommission die verschiedenen Bereiche, und die Leute, die Techniker, stecken nat?rlich intensiv in ihrem Portfolio drinnen.
Ich war Anfang Januar dann in M?nchen, und wir hatten dann immer mal eine Bemerkung auf einer Seite. Das ist die Frage ? so wurde sie beantwortet. Und da gab es bei uns immer mal einen Punkt, der ? ich lege meine Hand daf?r nicht ins Feuer ? hie? entweder ?non-compliant? oder ?not confirmed?. Das hie?, man hat das anders beantwortet, als es eigentlich angefragt war.
Ich habe ein Beispiel daf?r. Ich wei? nicht mehr, welche Stundenkontrolle war. Es war angefragt, ich sage es jetzt einmal, 75 Stunden. Was machen Sie bei einer 75-Stunden-Kontrolle? ? Sie m?ssen dazu wissen: Alle bisherigen Flugzeuge vor Eurofighter wurden gewartet in einem Intervall, wie bisher vor Airbus alle zivilen Flugzeuge. Ab Airbus gab es Fly-by-Wire und On-condition-Wartung. Sie hatten viel weniger Wartungsereignisse, der Flieger musste fliegen. ? So ist das auch beim Eurofighter: Die Zelle ist nicht mehr aus Metall, sondern weitestgehend aus Kohlefaser oder Glasfaser. Da gibt es keine Hauptinstandsetzung und keine Wartungsereignisse f?r die Zelle, also keine Depotinspektion.
Wir konnten keine Angaben zu den 75 Stunden machen, und meine Kollegen waren der Meinung, wir schreiben da hin: ist nicht notwendig, die 75-Stunden-Kontrolle! Und er hat uns darauf hingewiesen: H?rt zu, wenn eine 75-Stunden-Kontrolle gefordert ist, dann schreibt bitte hin, was notwendig ist, wenn man solch eine Kontrolle machen muss!
Dann haben wir gesagt, f?r den Fall, dass man diese Kontrolle macht, hei?t das: So viel Mann-Stunden, das und das Equipment ? weil vorgegeben war, was da gepr?ft werden sollte.
Dann hat er gesagt: Und schreibt zum Schluss, nachdem ihr das alles beantwortet habt, einen Sideletter, und schreibt in den Sideletter hinein: zum Punkt 3.4: Das ist bei uns nicht notwendig, daher fallen keine Kosten und keine Materialien an! ? Also da war unter anderem seine Aufgabe. Dazu kommen die ?ffentlichkeitsarbeit und sicherlich auch die Beratung schlechthin: Wenn man in einer bestimmten Situation ist, wie man sich zu verhalten hat.

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Eurofighter Typhoon Die modernste Technik ist doch nicht blöd, Mann!
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Martin Rosenkranz
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