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Hughes / Raytheon AIM-120 "AMRAAM"


ab Block 1 / 2003
max. 6 Stück pro Maschine

Entwicklung

Das AMRAAM - Programm begann 1975 mit einer Studie über die Luftkampfentfernungen der Zukunft welche mit "zwischen 5 km und 64 km" angegeben wurden. Zwischen 1979, als die Konzeptphase beendet wurde, und Dezember 1981 wurden von den beiden Kontrahenten um den Vertrag, Hughes Aircraft Co. und Raytheon Co., Technologiekonzepte präsentiert. Hughes ging 1981 aus diesem Bewerb als Sieger hervor, 1988 erfolgten die ersten Auslieferungen (Version A) an die US Air Force sowie 1993 an die US Navy. Weitere Versionen sind die von 1994 bis 1996 hergestellte Version B und die seit 1994 hergestellte Version C.

Der Stückpreis der Rakete schwankt für US Air Force und US Navy (Kunden die tausend(e) Stück abnehmen) in bei EUR 300.000,- bis EUR 450.000,-. Europäischen NATO-Partnern wird die Rakete zu etwa EUR 700.000,- das Stück (England: 400 Stück für US$ 302 Mil.) verkauft.

Die AIM-120 wurde als Nachfolger der AIM-7 "Sparrow" entworfen da die Schwächen dieser Rakete allen Modernisierungsversuchen zum trotz nicht zu beheben waren. Die AMRAAM wurde deshalb mit einer richtigen miniaturisierten Radaranlage ausgestattet die es der Rakete ermöglicht nach dem Abschuss wen nötig auch vollkommen ohne Hilfe des schießenden Flugzeuges auszukommen.
Vor einem Abschuss übernimmt die Rakete die Zieldaten via Datenbus vom Flugzeug. Aufgrund der eigenen Flugdaten wie Höhe, Flugrichtung, Geschwindigkeit sowie der entsprechenden Zieldaten wird Flugzeit und Abfangkurs errechnet.
Nach dem Abschuss geht die Rakete in den Steigflug und nimmt Kurs auf den errechneten Zielpunkt. Während dieser Phase ist das Radargerät der Rakete aus Tarngründen sowie mangelnder Reichweite nicht aktiv. Stattdessen erfolgen solange das schießende Flugzeug noch Radarkontakt mit dem Ziel hält ständig Datenupdates die ohne zutun des Piloten an die Rakete übertragen werden und in die Berechnungen für einen Abfangkurs einfließen.
Erst in der Endphase sucht die Rakete mit der eigenen Radarantenne im vorher errechneten Raum nach dem Ziel und hält selbsttätig Radarkontakt bis zum Einschlag.

Länge: 3,66 m
Durchmesser: 17,78 cm
Spannweite: 52,58 cm
Gewicht: 150,75 kg
Geschwindigkeit: Mach 3+
Antrieb: Feststoff - Booster
Reichweite: 50+ km (offizielle Angabe: "mehr als 32 km")
Lenkung: Updates zur Kurskorrektur via Datenlink, Aktivradar mit hohen Pulswiederholfrequenzen im I-Band (8-10 GHz)
Gefechtskopf: 22,9 kg Hochexplosiv, gerichtete Ladung mit Splitterwirkung
Zündung: Aufschlagzünder und Laser-Annäherungszünder